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Maulau

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Maulau
Datei:2016-08-11 Maulau 2.jpg
Einwohner von Maulau (2016)
Daten
Fläche 37,14 km²<ref name="Cen2015">Direcção-Geral de Estatística: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ergebnisse der Volkszählung von 2015 (Memento vom 23. September 2019 im Internet Archive).</ref>
Einwohnerzahl 3.887 (2022)<ref name="Cen2022">Institutu Nasionál Estatístika Timor-Leste: Final Main Report Census 2022, abgerufen am 18. Mai 2022.</ref>
Chefe de Suco Domingos Mendonça
(Wahl 2016)
Aldeias Einwohner (2015)<ref name="Cen2015" />
Aihosan 172
Hahi-Mau 34
Hato-Cade 421
Hato-Lete 47
Laca-Mali-Cau 487
Lumo-Luli 335
Maleria 266
Rita 257
Tara-Bula 52
Ussululi 406
Ussululi (Osttimor)
Ussululi (Osttimor)
Koordinaten: 8° 48′ S, 125° 40′ O
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Maulau ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Maubisse (Gemeinde Ainaro).

Geographie

Maulau
Orte Position<ref name="Statistik"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Atlanten der zwölf Gemeinden und der Sonderverwaltungsregion Osttimors, Stand 2019 (Memento vom 17. Januar 2021 im Internet Archive) (Direcção-Geral de Estatística DGE).</ref> Höhe
Aihosan 8° 48′ 17″ S, 125° 38′ 34″ O
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1362 m
Hahi-Mau 8° 50′ 48″ S, 125° 38′ 59″ O
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1567 m
Hato-Cade 8° 47′ 15″ S, 125° 41′ 3″ O
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1291 m
Hato-Lete 8° 48′ 28″ S, 125° 39′ 28″ O
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1461 m
Laca-Mali-Cau 8° 48′ 34″ S, 125° 39′ 58″ O
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1464 m
Lumo-Luli 8° 47′ 14″ S, 125° 40′ 27″ O
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1287 m
Maleria 8° 47′ 29″ S, 125° 39′ 59″ O
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1280 m
Rita 8° 49′ 38″ S, 125° 36′ 54″ O
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1548 m
Tara-Bula 8° 49′ 17″ S, 125° 39′ 52″ O
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1553 m
Ussululi 8° 48′ 11″ S, 125° 39′ 51″ O
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1408 m
Datei:2022-01-21 Maulau.jpg
Einweihung der Grundschule Eskola TECVOC (2022)

Maulau liegt im Norden des Verwaltungsamtes Maubisse. Südlich des Hauptterritoriums befinden sich die Sucos Manelobas und Edi und westlich der Suco Fatubessi. Im Osten grenzt Maulau an das Verwaltungsamt Turiscai (Gemeinde Manufahi) mit seinen Sucos Manumera und Caimauc, im Norden an das Verwaltungsamt Lequidoe (Gemeinde Aileu) mit seinen Sucos Bereleu und Betulau und im Nordwesten an das Verwaltungsamt Aileu (Gemeinde Aileu) mit seinen Sucos Lausi und Lequitura. Maulau hat zudem zwei Exklaven. Südwestlich liegt die Aldeia Rita. Südlich befindet sich die Aldeia Hahi-Mau.<ref name="Atlas Aileu">Direcção-Geral de Estatística: Atlas der Gemeinde Aileu, abgerufen am 21. März 2021.</ref>

Ein Fluss bildet die Grenze zur Gemeinde Aileu. Wo er die Nordgrenze von Fatubessi zum Verwaltungsamt Aileu bildet, hat er den Namen Oharlefa. Zwischen Maulau und Lequidoe wird er Daisoli genannt. Er gehört zum Flusssystem des Nördlichen Laclós. Im Süden von Maulau entspringt der Aicocai, ein Zufluss des Sui, der zum System des Caraulun gehört.<ref name="gis"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Timor-Leste GIS-Portal (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)</ref>

Maulau hat eine Fläche von 37,14 km²<ref name="Cen2015" /> und teilt sich in die zehn Aldeias Aihosan, Hahi-Mau, Hato-Cade (Hatucade, Hatukade, Hatokade), Hato-Lete (Hatulete), Laca-Mali-Cau (Laka Malikau, Lakamalikau, Lokamalikau, Lokamalikan, Laca-Mali), Lumo-Luli (Lumululi), Maleria, Rita, Tara-Bula (Tarabula) und Ussululi (Ussu Luli, Ussu Loli, Usululi, Ussuli, Uculoli).<ref name="Atlas Aileu" /><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 (Memento vom 3. Februar 2010 im Internet Archive) (portugiesisch; PDF; 323 kB)</ref>

Im Norden liegen die Orte Hato-Cade, Lumo-Luli und Maleria und im Zentrum Ussululi. Südlich davon befinden sich Laca-Mali-Cau, Hato-Lete, Tara-Bula und etwas weiter westlich Aihosan. In den Exklaven liegen die Dörfer Rita und Hahi-Mau. In Ussululi, Lumo-Luli, Hato-Lete, Rita und Hahi-Mau gibt es Grundschulen. Ussululi verfügt zudem über ein Hospital. Außerdem befindet sich hier der Sitz des Sucos.<ref name="Atlas Aileu" />

Einwohner

Im Suco leben 3.887 Menschen (2022), davon sind 12.015 Männer und 1.872 Frauen. Im Suco gibt es 648 Haushalte.<ref name="Cen2022" /> Fast alle der Einwohner geben Mambai als ihre Muttersprache an. Nur eine kleine Minderheit sprechen Tetum Prasa.<ref>Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Maulau (tetum; PDF; 8,2 MB)</ref>

Geschichte

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Während des Bürgerkrieges zwischen FRETILIN und UDT 1975 kam es auch in Maulau zu Kämpfen. Die Bewohner Maulaus hatten sich in Unterstützer der beiden politischen Lager gespalten. Bereits im September 1974 waren FRETILIN-Unterstützer in das benachbarte Turiscai abgewandert. Im Januar 1975 verstärkte sich der Konflikt zwischen den Gruppen bei der traditionellen Erntedankzeremonie. Ein Führer der FRETILIN stachelte im August 1975 im benachbarten Turiscai und Lequidoe bei Reden die Feindschaft weiter an. Er rief seine Unterstützer auf, „die Dornen in Lumo-Luli zu beseitigen“. Daraufhin kam es am 7. August 1975 zum Angriff von FRETILIN-Einheiten aus Lequidoe und Turiscai auf die Aldeias Maleria, Lumo-Luli und Ussululi. Zwischen 10 und 25 Menschen wurden von den FRETILIN-Kämpfern getötet. Etwa 675 Häuser wurden niedergebrannt, Nutzvieh gestohlen oder getötet. Die Anhänger der UDT flohen nach Maubisse und ließen dabei Kinder und Alte zurück.

Am 11. August trafen 30 UDT-Kämpfer aus Ermera ein. Sie wurden am 14. August von den FRETILIN-Anhängern aus Turiscai in Laca-Mali-Cau angegriffen. Acht Häuser wurden niedergebrannt. Schließlich rief der FRETILIN-Führer Januario Soares zum Ende der Kämpfe auf: „Es gibt keine Parteien mehr, jeder gehört zur Maubere Volkspartei (FRETILIN). Es wird kein Töten mehr geben.“ Zu diesem Zeitpunkt waren bereits 37 Menschen, meist UDT-Anhänger, umgekommen.<ref name="CAVR7.2"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />„Chapter 7.2 Unlawful Killings and Enforced Disappearances“ (Memento vom 25. März 2016 im Internet Archive) (PDF; 2,5 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Chapter 7.3 Forced Displacement and Famine (Memento vom 28. November 2015 im Internet Archive) (PDF; 1,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR-Untersuchungskommission von 2006</ref>

Politik

Datei:2016-08-11 Maulau, CdS Domingos Mendonça.jpg
Domingos Mendonça (2016)

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Domingos Mendonça zum Chefe de Suco gewählt<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 – Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)</ref> und 2009 und 2016 in seinem Amt bestätigt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 – Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)</ref><ref>Jornal da República: @1@2Vorlage:Toter Link/www.mj.gov.tlLista Naran Xefe Suku Eleito 2016, 2. Dezember 2016 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2022. Suche im Internet Archive )</ref>

Weblinks

Commons: Maulau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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