Ernst Stocker (Politiker)
Ernst Stocker-Rusterholz (* 20. April 1955 in Wädenswil; heimatberechtigt ebenda) ist ein Schweizer Politiker (SVP). Seit Mai 2010 ist er Regierungsrat des Kantons Zürich. Er war zunächst Vorsteher der Volkswirtschaftsdirektion, ehe er 2015 die Finanzdirektion übernahm. Im Amtsjahr 2015/16 sowie 2022/2023 war er Regierungspräsident.
Leben
Ernst Stocker schloss 1983 seine Ausbildung zum eidgenössisch diplomierten Meisterlandwirt ab und führte später einen landwirtschaftlichen Betrieb. Diesen hat er inzwischen seinem Sohn verpachtet. Seine politische Karriere begann er 1975 mit dem Eintritt in die Schweizerische Volkspartei in Wädenswil, die er zwischen 1992 und 1998 präsidierte. Stocker ist Mitglied des Vorstandes der SVP des Kantons Zürich.
Ab 1987 gehörte Ernst Stocker dem Zürcher Kantonsrat an. Dort war er von 1987 bis 1991 Mitglied der Verkehrskommission, von 1991 bis 1998 Mitglied der Geschäftsprüfungskommission und Mitglied der PUK I, von 1999 bis 2007 Mitglied der Geschäftsleitung des Kantonsrates und seit 2007 Mitglied der Kommission für Staat und Gemeinden sowie Präsident der Spezialkommission Integration. Im Amtsjahr 2003/2004 war er Präsident des Kantonsrates.
Auf Gemeindeebene war Ernst Stocker ab 1998 Stadtrat von Wädenswil. Dort amtierte er von 1998 bis 2002 als Vorsteher der Gesundheits- und Sicherheitsabteilung und von 2002 bis 2006 als Vorsteher der Bau- und Planungsabteilung. 2006 wurde er zum Stadtpräsidenten von Wädenswil gewählt.
Am 25. September 2009 wurde Ernst Stocker von den Delegierten der SVP des Kantons Zürich zum Regierungsratskandidaten für die Ersatzwahlen am 29. November 2009 nominiert,<ref>Medienmitteilung der SVP des Kantons Zürich vom 25. September 2009 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> bei der er schliesslich als Nachfolger von Rita Fuhrer gewählt wurde.<ref>wahlen.zh.ch: Regierungsratsersatzwahl 2009. Abgerufen am 29. November 2009</ref> Am 1. Mai 2010 trat er sein Amt als Zürcher Regierungsrat und Vorsteher der Volkswirtschaftsdirektion an.<ref name="Regierungsrat">rr.zh.ch: Mitglieder des Regierungsrates: Regierungsrat Ernst Stocker. Abgerufen am 12. Februar 2019</ref> Von Mai 2010 bis April 2022 war er Mitglied im Bankrat der Schweizerischen Nationalbank.<ref>Ernst Stocker. Mitglied des Bankrats von Anfang Mai 2010 bis Ende April 2022. In: SNB, abgerufen am 1. April 2026 (PDF).</ref>
Bei den Gesamterneuerungswahlen am 3. April 2011 wurde Ernst Stocker als Regierungsrat in seinem Amt bestätigt. Er erzielte das zweitbeste Resultat der bisherigen Regierungsräte und das drittbeste aller Kandidierenden.<ref>wahlen.zh.ch: Regierungsratswahlen 2011. Abgerufen am 4. April 2011.</ref> Bei den Gesamterneuerungswahlen am 12. April 2015 wurde Ernst Stocker in seinem Amt erneut bestätigt und wechselte in die Finanzdirektion.<ref name="Regierungsrat"/> Er erzielte das drittbeste Ergebnis aller Kandidierenden.<ref>wahlen.zh.ch: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivlink ( vom 14. April 2015 im Internet Archive) Abgerufen am 13. April 2015.</ref>
Für die Regierungsratswahl im Frühling 2019 trat Ernst Stocker wieder an. In der Delegiertenversammlung der SVP Kanton Zürich wurde er zusammen mit Natalie Rickli nominiert.<ref>SVP nominiert Stocker und Rickli (Medienmitteilung). In: SVP Kanton Zürich. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. September 2018; abgerufen am 12. September 2018.</ref> Er wurde vom Volk für weitere vier Jahre wiedergewählt. Er erzielte das drittbeste Ergebnis aller Kandidierenden.<ref>Resultate Regierungsratswahl 2019. Abgerufen am 7. Juni 2019.</ref>
Aufgrund der gesetzlichen Amtszeitbeschränkung erfolgt sein Rücktritt als Mitglied des Bankrats der Schweizerischen Nationalbank per 30. April 2022. Zu seiner Nachfolgerin wurde Cornelia Stamm Hurter gewählt.<ref>Neues Mitglied im Bankrat SNB: Cornelia Stamm Hurter folgt auf Ernst Stocker. In: admin.ch. 8. September 2021, abgerufen am 9. September 2021.</ref>
Bei den Regierungsratswahlen 2023 wurde Stocker für eine vierte Amtszeit wiedergewählt. Er erzielte das drittbeste Resultat. Bei den Wahlen 2027 wird er nicht mehr antreten.<ref>Zürcher Regierungsrat Ernst Stocker tritt 2027 nicht mehr an. In: swissinfo.ch. 13. März 2026, abgerufen am 13. März 2026.</ref>
Privates
Ernst Stocker ist verheiratet, Vater von zwei Kindern und wohnt im Ortsteil Wädenswiler Berg in Wädenswil. Er hat den militärischen Dienstgrad Adjutant Unteroffizier.
Weblinks
- Website von Ernst Stocker
- Biografie von Ernst Stocker auf der Website des Zürcher Regierungsrats
- Ernst Stocker auf der Website des Zürcher Kantonsrats
Einzelnachweise
<references />
Ernst Stocker (SVP) |
Mario Fehr (parteilos) |
Carmen Walker Späh (FDP) |
Silvia Steiner (Die Mitte) |
Jacqueline Fehr (SP) |
Natalie Rickli (SVP) |
Martin Neukom (Grüne) Die Kategorie:Wikipedia:Veraltet nach Mai 2027 existiert noch nicht. Lege sie mit folgendem Text {{Zukunftskategorie|2027|5}} an.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Stocker, Ernst |
| ALTERNATIVNAMEN | Stocker-Rusterholz, Ernst |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Politiker (SVP) |
| GEBURTSDATUM | 20. April 1955 |
| GEBURTSORT | Wädenswil |
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