Zum Inhalt springen

German Institute of Development and Sustainability

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 15. April 2026 um 14:39 Uhr durch imported>Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE) (Neues Bild mit neuem Logo, das alte Bild war noch mit dem alten Namen versehen.).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Vorlage:Hinweisbaustein

German Institute of Development and Sustainability

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | IDOS German Institute of Development and Sustainability Logo 09.2022.svg
Rechtsform gGmbH
Gründung 1964
Sitz Bonn, Deutschland
Leitung Anna-Katharina Hornidge (Direktorin)
Mitarbeiterzahl ca. 180<ref name=":1">Jahresbericht 2019/20: Brücken bauen zwischen Theorie und Praxis</ref>
Website www.idos-research.de
IDOS‑Gebäude am Bonner Tulpenfeld, Sitz des German Institute of Development and Sustainability (IDOS)
Verwaltungssitz in Bonn Tulpenfeld 6

Das German Institute of Development and Sustainability gGmbH (IDOS, sprich: <templatestyles src="IPA/styles.css" />ˈaɪ̯dɔs) ist eine staatliche Forschungseinrichtung zu Fragen internationaler Entwicklungspolitik mit Sitz in Bonn.

Geschichte

Das Institut wurde 1964 als gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Berlin unter dem Namen Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE) gegründet und hat seit 2000 seinen Sitz im Bonner Tulpenfeld.<ref>Handelsregister B des Amtsgerichts Bonn, Historischer Auszug zur Registernummer 8741, abgerufen unter handelsregister.de.</ref> Finanziert wird die Arbeit überwiegend aus öffentlichen Mitteln; die Gesellschafter sind zu 75 % die Bundesrepublik Deutschland und zu 25 % das Land Nordrhein-Westfalen.<ref>Liste der Gesellschafter der Firma Deutsches Institut für Entwicklungspolitik, gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Bonn vom 14. Juli 2020, Notar Christoph Dorsel.</ref> Am 23. Juni 2022 wurde das Institut in German Institute of Development and Sustainability (IDOS) umbenannt.<ref>Pressemitteilung: DIE heißt jetzt German Institute of Development and Sustainability (IDOS)</ref><ref name="chron">Handelsregister B des Amtsgerichts Bonn, Chronologischer Auszug zur Registernummer 8741, abgerufen unter handelsregister.de.</ref>

Die Organisation ist Mitglied der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft<ref>Mitgliederliste der JRF</ref> sowie der Arbeitsgemeinschaft der Ressortforschungseinrichtungen<ref>Mitgliederliste der Arbeitsgemeinschaft der Ressortforschungseinrichtungen</ref>. Am IDOS arbeiten etwa 180 Mitarbeiter, davon rund zwei Drittel im wissenschaftlichen Bereich. Seit dem 1. März 2020 leitet Anna-Katharina Hornidge das IDOS als Direktorin. Von 2003 bis 2018 wurde das Institut von Dirk Messner geleitet.<ref name="chron" />

Arbeitsweise und Ziele

Das IDOS unterstützt durch interdisziplinäre Forschung, Beratung und international ausgerichtete Ausbildung eine Gemeinwohlpolitik in globaler Entwicklung und internationaler Kooperation. Es berät auf der Grundlage unabhängiger Forschung öffentliche Institutionen in Deutschland und weltweit. Das Institut arbeitet mit Forschungsnetzwerken und Partnern aus Wissenschaft und Praxis in allen Weltregionen zusammen.<ref>Mission Statement auf den Seiten www.idos-research.de, abgerufen am 24. Juni 2022</ref>

Aufgaben

Die zentralen Aufgaben des Instituts sind:

  • Forschung in den Bereichen Entwicklungstheorie und Entwicklungspolitik,
  • Beratung von deutschen und internationalen Akteuren und Institutionen der Entwicklungszusammenarbeit,
  • Ausbildung von Hochschulabsolventen im Rahmen eines neunmonatigen Postgraduierten-Programms für eine Laufbahn im Berufsfeld der Entwicklungszusammenarbeit und Fortbildung von Nachwuchsführungskräften aus Schwellenländern und Europa im Rahmen der Managing Global Governance (MGG) Academy und der Shaping Futures Academy.<ref name="chron" />

Forschung

Die wissenschaftlichen Mitarbeiter des IDOS konzentrieren sich auf vier Forschungsabteilungen:

  • Inter- und transnationale Zusammenarbeit
  • Transformation der Wirtschafts- und Sozialsysteme
  • Umwelt-Governance
  • Transformation politischer (Un-)Ordnung

Komplementär zu den Fragen, die in den Abteilungen bearbeitet werden, fokussiert sich das Institut auf sein Querschnittsvorhaben – Nachhaltige Zukünfte (Sustainable Futures): Das Konzept Nachhaltige Zukünfte bildet das zentrale Querschnittsvorhaben des Instituts und dient als Kompass für Forschung, Politikberatung, Wissenskooperation und Ausbildung. IDOS versteht nachhaltige Zukünfte als Zukünfte, die ein menschenwürdiges Leben unter Einhaltung planetarer Belastbarkeitsgrenzen sichern. Anstatt nach dem einen Pfad zu suchen, betont IDOS „Zukünfte“ in der Mehrzahl, um die Pluralität verschiedener möglicher nachhaltiger Zukunftspfade zu unterstreichen.<ref>German Institute of Development and Sustainability (IDOS): Querschnittsvorhaben – Nachhaltige Zukünfte (Sustainable Futures). Abgerufen am 31. Oktober 2025.</ref>

Das IDOS forscht zu den Weltregionen Afrika, Naher Osten und Nordafrika, Lateinamerika, Ostasien, Südasien sowie Zentralasien und östliches Europa.<ref>German Institute of Development and Sustainability (IDOS): Regionalexpertise. Abgerufen am 31. Oktober 2025.</ref>

Beratung

Das Institut berät auf deutscher, europäischer und internationaler Ebene. Ziel ist es, weltweite Diskurse auf dem Gebiet der internationalen Politik und Zusammenarbeit und nachhaltiger Entwicklung zu bündeln, daraus politikrelevante Konzepte zu entwickeln sowie Stellung zu transnationalen und globalen Fragen zu nehmen und mögliche Lösungen aufzuzeigen. Das IDOS berät insbesondere das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und andere Bundesministerien, den Bundestag, die europäischen Institutionen, internationale Organisationen, deutsche öffentliche Institutionen der Entwicklungszusammenarbeit und andere politikgestaltende Institutionen und Netzwerke.

Darüber hinaus wird die Forschungskooperation mit afrikanischen Thinktanks systematisch ausgebaut; dabei spielt die vom IDOS mitbegründete T20 Africa Standing Group eine zentrale Rolle.

Ausbildungsprogramme

Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und die internationale Ausrichtung der Forschung am IDOS sind auch Leitlinien seiner akademischen Ausbildungsprogramme. Es bietet zwei Ausbildungsprogramme an und organisiert Fortbildungen für Führungskräfte sowie individuell zugeschnittene Workshops und Seminare. Beide Ausbildungsprogramme werden in Bonn durchgeführt und durch das BMZ finanziert.

Postgraduierten-Programm

Im Rahmen seines neunmonatigen Postgraduierten-Programms (PGP / Postgraduate Programme for Sustainability Cooperation) bereitet das IDOS jährlich 18 Hochschulabsolventen auf Führungsaufgaben in der Entwicklungszusammenarbeit vor.<ref>German Institute of Development and Sustainability (IDOS): Postgraduate Programme for Sustainability Cooperation (PGP). Abgerufen am 31. Oktober 2025.</ref> Die rund 1000 Alumni des Programms bilden ein globales Netzwerk stehen meist weiterhin im Austausch mit dem IDOS. Bekannte Alumni sind beispielsweise Achim Steiner, Jutta Frasch, Hans-Joachim Preuß oder Ingrid-Gabriela Hoven.<ref>German Institute of Development and Sustainability (IDOS): Frühere Forschungsteams. Abgerufen am 31. Oktober 2025.</ref>

Managing Global Governance Academy

Das Programm Managing Global Governance (MGG) bietet eine Plattform für Qualifizierung, Wissenskooperation und Politikdialog von staatlichen und nicht-staatlichen Akteuren aus Schwellenländern und Deutschland / Europa.<ref>German Institute of Development and Sustainability (IDOS): MGG Academy - German Institute of Development and Sustainability (IDOS). Abgerufen am 31. Oktober 2025.</ref> Zentrales Element des Programms ist die 2007 gegründete MGG Academy, ein 3,5-monatiges Dialog- und Weiterbildungsprogramm für Nachwuchsführungskräfte.

Shaping Futures Academy

Dabei handelt es sich um ein Fortbildungs- und Dialogprogramm für Nachwuchsführungskräfte ausgewählter afrikanischer und europäischer (EU+) Länder.<ref>IDOS Jahresbericht 2023–2025, S. 60. online verfügbar.</ref> Das Programm trägt seit 2024 den Namen Shaping Futures: African-European Network on Development and Sustainability Academy.

Publikationsreihen

Das Institut gibt eigenständige Publikationsreihen heraus, in denen die Wissenschaftler des IDOS und Gastautoren regelmäßig ihre aktuellen Forschungsergebnisse und ihre Meinung zu neuesten Entwicklungen und Themen der internationalen Entwicklungspolitik veröffentlichen.<ref name=":1" />

  • Die aktuelle Kolumne
  • Policy Brief
  • Discussion Paper
  • Zweiseiter / Two Pager
  • Analysen und Stellungnahmen
  • Briefing Paper
  • Studies
  • einen monatlichen Newsletter<ref>German Institute of Development and Sustainability (IDOS): Newsletter. Abgerufen am 31. Oktober 2025.</ref>

Bibliothek und Dokumentation

Das IDOS verfügt über eine öffentlich zugängliche, wissenschaftliche Spezialbibliothek.<ref>German Institute of Development and Sustainability (IDOS): Bibliothek und Publikationen. Abgerufen am 31. Oktober 2025.</ref> Sie hat keinen definierten Sammelauftrag, sondern unterstützt die Wissenschaftler des Instituts projektorientiert in der Literaturversorgung. Der Bestand umfasst knapp 20.000 gedruckte Bände sowie den elektronischen Zugang zu zahlreichen Datenbanken, Zeitschriftenpaketen und Einzeltiteln in den Forschungsbereichen Entwicklungszusammenarbeit, Internationale Beziehungen und Politik, globale Gemeinwohlpolitik, globaler und nachhaltige Entwicklung sowie Area Studies. Die Bibliothek des IDOS ist außerdem Teil des „Fachinformationsverbundes Internationale Beziehungen und Länderkunde“ und arbeitet mit am Aufbau der Datenbank „World Affairs Online“, einer Datenbank zu Fragen der internationalen Beziehungen und Länderkunde.

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references />