Hemmen (Schlitz)
Hemmen Stadt Schlitz
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(150)&title=Hemmen 50° 37′ N, 9° 37′ O
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| Höhe: | 227 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 5,48 km² [LAGIS] | |||||
| Einwohner: | 150 (31. Dez. 2018)<ref>Einwohnerstand der Stadt Schlitz. (PDF) In: Webauftritt. Stadt Schlitz, abgerufen im Mai 2021.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 27 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 31. Dezember 1971 | |||||
| Postleitzahl: | 36110 | |||||
| Vorwahl: | 06642 | |||||
Hemmen ist ein Stadtteil von Schlitz im mittelhessischen Vogelsbergkreis.
Geografie
Der Ort liegt südöstlich von Schlitz an der Fulda. Durch das Dorf verläuft die Landesstraße 3143, die Hemmen mit Lüdermünd (Stadt Fulda) und Hartershausen verbindet.
Ortsgeschichte
Mittelalter
Hemmen wurde bereits im Codex Eberhardi, einem Kopiar aus der Zeit um 1160, erstmals erwähnt: „de Hemmen“<ref>Ernst Friedrich Johann Dronke: Traditiones et antquitates Fuldenses. Fulda 1844. Kap. 45, Nr. 21, S. 131.</ref> (von Hemmen).<ref>Der Codex Eberhardi des Klosters Fulda. Hrsg. von Heinrich Meyer zu Ermgassen. Band 1. Marburg 1995. = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. 58, 1, II, 106,1.</ref> Datiert wird dieser Eintrag auf den Zeitraum von 1100 bis 1150. Also gab es in Hemmen im 12. Jahrhundert fuldischen Besitz.
Ein weiteres Kopiar um 1400 enthält für das Jahr 1379 einen Eintrag: „... unßn hoff tzu dem Hemmen an der fulde gelegen“.<ref>StAM, K 434, fol. 237 r.</ref>
Der Ortsname lässt sich auf den häufig vorkommenden Rufnamen Hemmo zurückführen.<ref>Lutz Reichardt: Die Siedlungsnamen der Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach in Hessen. Namenbuch. Dissertation. Göppingen 1973. S. 174.</ref>
1480 finden sich in einem Zinsregister der Herren von Schlitz, genannt Görtz, u. a. Zinsregister für Ützhausen, Hemmen und Nieder-Stoll, das hier „Ditter Stube“ genannt wird.<ref>StAD, F 23, B 3.</ref>
Neuzeit
Hemmen gehörte zur Herrschaft Schlitz.<ref> Johann Andreas Demian: Beschreibung oder Statistik und Topographie des Großherzogthums Hessen, Band 2. LeRoux, Mainz o. J., S. 361. </ref> Hier galten die Schlitzer Verordnungen aus dem 18. Jahrhundert zusammen mit Teilen des Fuldischen Rechts als Partikularrecht. Das Gemeine Recht galt nur, soweit diese speziellen Regelungen für einen Sachverhalt keine Bestimmungen enthielten. Dieses Sonderrecht behielt seine Geltung auch während der Zugehörigkeit zum Großherzogtum Hessen im 19. Jahrhundert. In der gerichtlichen Praxis wurden die Verordnungen aber nur noch selten angewandt.<ref> Arthur Benno Schmidt: Die geschichtlichen Grundlagen des bürgerlichen Rechts im Großherzogtum Hessen. Curt von Münchow, Giessen 1893, S. 104 und beiliegende Karte. </ref> Das Partikularrecht wurde zum 1. Januar 1900 von dem einheitlich im ganzen Deutschen Reich geltenden Bürgerlichen Gesetzbuch abgelöst.
Am 31. Dezember 1971 wurde Hemmen in die Stadt Schlitz eingegliedert.<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982"></ref>
Sehenswürdigkeiten
Für die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude des Ortes siehe die Liste der Kulturdenkmäler in Hemmen.
Auf dem nahegelegenen Kötzenberg befinden sich Reste einer mittelalterlichen Burg. Auf diesem Berg steht auch das Steinerne Kreuz, eine Grenzmarkierung aus dem Jahr 1383.
Politik
Ortsvorsteher ist Mike Klein (Stand April 2025<ref>Ortsvorsteher. In: Internetaufftritt. Stadt Schlitz, abgerufen am 26. Mai 2021.</ref>).
Literatur
- Vorlage:HessBib
- Suche nach Hemmen (Schlitz). In: Archivportal-D der Deutschen Digitalen Bibliothek
Weblinks
- Stadtteil Hemmen im Internetauftritt der Stadt Schlitz.
- Hemmen, Vogelsbergkreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
Einzelnachweise
<references />Vorlage:Klappleiste/Anfang
Bernshausen | Fraurombach | Hartershausen | Hemmen | Hutzdorf | Nieder-Stoll | Ober-Wegfurth | Pfordt | Queck | Rimbach | Sandlofs | Schlitz | Üllershausen | Ützhausen | Unter-Schwarz | Unter-Wegfurth | Willofs