Liegenbach
Liegenbach Kreisfreie Stadt Ansbach
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(14)&title=Liegenbach 49° 17′ N, 10° 29′ O
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dim=10000 | globe= | name=Liegenbach | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 454 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 14 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91522 | |||||
| Vorwahl: | 09823 | |||||
Liegenbach (fränkisch: Lichaba<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 126. Dort folgendermaßen transkribiert: „lichəba“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der kreisfreien Stadt Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Liegenbach liegt in der Gemarkung Elpersdorf bei Ansbach.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Der Weiler liegt am Höllmühlbach. 0,5 km südlich des Ortes liegt der Käferbuck. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Höfen (1 km östlich) bzw. nach Oberdombach (0,7 km westlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 21. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1452 als „Lügenbach“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname leitet sich von einem gleichlautenden Gewässernamen ab (heute Höllmühlbach genannt). Die Bedeutung des Gewässernamens kann nicht sicher geklärt werden. Elisabeth Fechter geht von Bach bei dem Wilderversteck aus.<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 126.</ref>
Laut dem 16-Punkte-Bericht des Fürstentums Ansbach von 1684 bildete Oberdombach mit Liegenbach eine Realgemeinde.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Ansbacher Salbuch 128, 2753. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 689.</ref> Auch gegen Ende des 18. Jahrhunderts bildete Oberdombach mit Liegenbach eine Gemeinde. In Liegenbach gab es 3 Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Hofkastenamt Ansbach. Grundherren waren das Vogtamt Aurach des Hochstifts Eichstätt (2 Söldengüter) und die Pfarrei Aurach (1 Halbhof).<ref name="J884">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 884.</ref><ref>Johann Bernhard Fischer: Lüchenbach. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 21 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 403: „Lügenbach, Leonhardi schreibt Lüchenbach, Eichstättischer Weiler nur von 3 Unterthanen, wovon einer zum Ober- und Vogtamte Wahrberg Aurach, die 2 übrigen aber zum fürstlichen Steueramte des Kollegiatstifts Herrieden gehören. Dieser Weiler macht mit Oberdombach eine Gemeinde aus, ist nach Neunstetten gepfarrt und liegt im Fraischbezirke des Oberamts Ansbach, anderthalb Stunden nördlich ob Herrieden, zwischen Oberdombach und Wüstenbruck.“</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.<ref name="J985">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 985 f.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Liegenbach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Elpersdorf und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Elpersdorf zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.</ref> Diese wurde am 1. Juli 1972 im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Stadt Ansbach eingegliedert.<ref name="J985"/><ref>Ansbach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 17. März 2025.</ref>
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Vitus (Neunstetten) gepfarrt.<ref name="J884"/><ref>Pfarrverband Herrieden-Aurach. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 20. März 2023.</ref> Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Laurentius (Elpersdorf bei Ansbach) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Vorlage:Biernoth Ansbach
- Johann Kaspar Bundschuh: Lügenbach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 403 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 126.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Liegenbach in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Liegenbach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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