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Brasilkauz

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Brasilkauz
Datei:Coruja-listrada (Strix hylophila) no Parque Estadual Intervales 2.jpg

Brasilkauz (Strix hylophila)

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Eulen (Strigiformes)
Familie: Eigentliche Eulen (Strigidae)
Gattung: Strix
Art: Brasilkauz
Wissenschaftlicher Name
Strix hylophila
Temminck, 1825

Der Brasilkauz (Strix hylophila), auch Rostkauz genannt, ist eine Art aus der Familie der Eigentlichen Eulen (Strigidae). Er kommt ausschließlich in Südamerika vor.

Merkmale

Mit einer Körpergröße von etwa 35 bis 36 Zentimetern ist der Brasilkauz innerhalb seiner Gattung eine mittelgroße Art.<ref> König et al., S. 372 </ref> Federohren fehlen. Der Gesichtsschleier ist rötlich-braun mit sehr auffälligen grauen, konzentrischen Linien. Der Gesichtsschleier ist am äußeren Rand durch eine feine braune Linie begrenzt. Die Körperoberseite ist rötlichbraun mit cremefarbenen Querstreifen. Die Körperunterseite ist hell ockerfarben bis weißlich mit dunkelbraunen Querstreifen. Die Augen sind braun. Der Schnabel ist gelblich. Die Läufe sind befiedert, während die Zehen unbefiedert und gelblich sind.

Verwechslungsmöglichkeiten bestehen vor allem mit dem Chacokauz, der auf der Körperoberseite jedoch keine rötlichen Farbtöne hat und befiederte Zehen aufweist. Er nutzt außerdem einen anderen Lebensraum als der Brasilkauz. Der Zebrakauz ist deutlich dunkler und weist ein Gefieder mit feinen weißen Linien auf. Der Sprenkelkauz ist auf der Körperunterseite längs gestreift.

Verbreitungsgebiet und Lebensraum

Datei:Strix hylophila map.svg
Verbreitungsgebiet des Brasilkauzes (grün)

Das Verbreitungsgebiet des Brasilkauzes reicht von Ostbrasilien bis in den Süden von Paraguay und den äußerten Nordosten Argentiniens.<ref> König et al., S. 371 </ref> Er ist ein Standvogel, der Primär- und Sekundärwälder mit dichtem Unterholz besiedelt. Seine Höhenverbreitung reicht von der Tiefebene bis in Höhenlagen von 1.000 Meter über NN.

Lebensweise

Der Brasilkauz ist nacht- und dämmerungsaktiv. Er übertagt im dichten Blattwerk der Baumkronen und sitzt dann häufig zwischen Lianen. Er nutzt aber auch Baumhöhlen als Tagesrastplatz. Brasilkäuze sind territorial; sowohl Männchen als auch Weibchen verteidigen ihr Revier. Das Nahrungsspektrum umfasst kleine Säugetiere und Vögel, Reptilien und vermutlich auch Amphibien. Außerdem spielen Insekten in seinem Beutespektrum eine Rolle.

Der Fortpflanzungszeitraum ist nicht genau bekannt, fällt aber wohl in die Monate August und September. Das Gelege besteht aus zwei bis drei Eiern, die mit einem Legeabstand von etwa zwei Tagen gelegt werden. Es brütet allein das Weibchen. Die Jungvögel verlassen mit 35 Lebenstagen das Nest und sind mit etwa vier Monaten von den Elternvögeln unabhängig. Sie erreichen ihre Geschlechtsreife im zweiten Lebensjahr.

Etymologie und Forschungsgeschichte

Die Erstbeschreibung des Brasilkauzes erfolgte 1825 durch Coenraad Jacob Temminck unter dem wissenschaftlichen Namen Strix hylophila. Als Verbreitungsgebiet gab er Brasilien an.<ref name="temminck373">Coenraad Jacob Temminck (1825), Tafel 373 & Text</ref><ref group="A">Zum Publikationsdatum siehe Edward Clive Dickinson (2001).</ref> Bereits 1758 führte Carl von Linné die Gattung Strix ein.<ref name="linne92">Carl von Linné (1758), S. 92</ref> Der Begriff leitet sich vom lateinischen strix, strigis oder griechischen {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) für Eule ab.<ref>Strix The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref> Der Artname »hylophila« stammt von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) ab.<ref>hylophila The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref> Alfred Laubmann hatte für sein Werk Die Vögel von Paraguay keinen Balg zur Verfügung. In der Literatur betrachte er nur Nyctale Bergiana <templatestyles src="Person/styles.css" />Bertoni, AW 1901<ref name="bertoni173">Arnaldo de Winkelried Bertoni (1901), S. 173–174</ref> aus dem Departamento Alto Paraná und in Nyctale fasciata <templatestyles src="Person/styles.css" />Bertoni, AW, 1901<ref name="bertoni174">Arnaldo de Winkelried Bertoni (1901), S. 174–175</ref> aus Djaguarasapá als Nachweise für Paraguay.<ref name="laubmann228">Alfred Laubmann (1939), S. 228</ref> Bergiana ist Karl Friedrich Wilhelm Berg (1843–1902), örtlich bekannt als Carlos Berg, gewidmet.<ref name="bertoni173"/> Fasciata hat seinen Ursprung in {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value).<ref>fasciata The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref>

Belege

Einzelbelege

<references />

Literatur

  • Arnaldo de Winkelried Bertoni: Aves nuevas del Paraguay. Continuación á Azara. In: Anales cientificos paraguayos. Band 1, 1901, S. 1–216 (biodiversitylibrary.org).
  • Edward Clive Dickinson: Systematic notes on Asian birds. 9. The "Nouveau recueil de planches coloriees" of Temminck & Laugier (1820–1839). In: Zoologische verhandelingen uitgegeven door het Rijksmuseum van Natuurlijke Historie te Leiden. Nr. 335, 2001, S. 7–56 (naturalis.nl [PDF; 2,4 MB]).
  • Claus König, Friedhelm Weick: Owls of the World. Christopher Helm, London 2008, ISBN 978-0-7136-6548-2.
  • Alfred Laubmann: Die Vögel von Paraguay. Band 1. Strecker und Schröder, Stuttgart 1939, S. 228 (google.de).
  • Carl von Linné: Systema Naturae per Regna Tria Naturae, Secundum Classes, Ordines, Genera, Species, Cum Characteribus, Differentiis, Synonymis, Locis. 10. Auflage. Band 1. Imprensis Direct Laurentii Salvii, Stockholm 1758 (biodiversitylibrary.org).
  • Coenraad Jacob Temminck: Nouveau recueil de planches coloriées d'oiseaux: pour servir de suite et de complément aux planches enluminées de Buffon (Tafel 373 & Text). Band 2, Lieferung 63. Legras Imbert et Comp., Straßburg 1825 (biodiversitylibrary.org).

Weblinks

Anmerkungen

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