Hexafluorethan
| Strukturformel | ||||||||||||||||
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| Struktur von Hexafluorethan | ||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||
| Name | Hexafluorethan | |||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C2F6 | |||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farb- und geruchloses Gas<ref name="GESTIS" /> | |||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||
| Molare Masse | 138,01 g·mol−1 | |||||||||||||||
| Aggregatzustand |
gasförmig | |||||||||||||||
| Dichte |
6,25 kg·m−3 (unter Normalbedingungen)<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref> | |||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
−101 °C<ref name="GESTIS" /> | |||||||||||||||
| Siedepunkt |
−78,2 °C<ref name="GESTIS" /> | |||||||||||||||
| Löslichkeit |
praktisch unlöslich in Wasser (7,78 mg·l−1 bei 25 °C)<ref>Yalkowsky SH, Dannenfelser RM; The AQUASOL dATAbASE of Aqueous Solubility. Ver 5. Tucson, AZ: Univ AZ, College of Pharmacy (1992).</ref> | |||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||
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| Treibhauspotential |
12340 (bezogen auf 100 Jahre)<ref>G. Myhre, D. Shindell et al.: Climate Change 2013: The Physical Science Basis. Working Group I contribution to the IPCC Fifth Assessment Report. Hrsg.: Intergovernmental Panel on Climate Change. 2013, Chapter 8: Anthropogenic and Natural Radiative Forcing, S. 24–39; Table 8.SM.16 (ipcc.ch [PDF]).</ref> | |||||||||||||||
| Thermodynamische Eigenschaften | ||||||||||||||||
| ΔHf0 |
−1344,2 kJ/mol<ref name="CRC90_5_21">David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Standard Thermodynamic Properties of Chemical Substances, S. 5-21.</ref> | |||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||
Hexafluorethan ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Fluorkohlenwasserstoffe und ist als aliphatisches gesättigtes Fluorkohlenwasserstoff ein Perfluorcarbon.
Darstellung und Gewinnung
Eine Synthesevariante ist die Umsetzung von Trifluoressigsäure mit Xenondifluorid. Hier werden zunächst die instabilen Ester (CF3COO)2Xe und (CF3COO)XeF gebildet, deren Zersetzung bzw. Decarboxylierung zu Trifluormethylradikalen und dann zum Hexafluorethan führt.<ref name="eEROS">e-EROS Encyclopedia of Reagents for Organic Synthesis, 1999–2013, John Wiley and Sons, Inc., Eintrag für Xenon(II)-fluorid, abgerufen am 20. Januar 2018.</ref>
Eine unerwünschte Quelle von Hexafluorethan sowie Tetrafluormethan ist die Produktion von Aluminium mittels Schmelzflusselektrolyse aus Kryolith. Hierbei entstehen die Fluorkohlenstoffe aus dem Fluor des Kryoliths und dem Kohlenstoff der Elektroden.<ref>Ralph E. Weston Jr: Possible greenhouse effects of tetrafluoromethane and carbon dioxide emitted from aluminum production; Atmospheric Environment Volume 30, Issue 16, August 1996, Pages 2901–2910, doi:10.1016/1352-2310(95)00499-8.</ref>
Eigenschaften
In Druckgasflaschen liegt Hexafluorethan als verdichtetes Gas vor. Unter 19,7 °C unter Druck ist es ein verflüssigt vorliegendes Gas. Beim Ausströmen der Flüssigkeit oder beim Entweichen großer Gasmengen bilden sich kalte Nebel, die sich am Boden ausbreiten. Oberhalb von 800 °C zersetzt sich die Verbindung, wobei unter Luft Fluorwasserstoff, Kohlenstoffmonoxid und Kohlenstoffdioxid entstehen. Der kritische Punkt liegt bei 19,89 °C, 30,39 bar und 0,601 kg·l−1; der Tripelpunkt bei −100,10 °C und 0,26490 bar.<ref>Helmut Schan: Handbuch der reinsten Gase. Springer, 2005, ISBN 978-3-540-23215-5, S. 307.</ref>
Mit 12340 (bezogen auf 100 Jahre) hat Hexafluorethan ein sehr hohes Treibhauspotential, da das Gas lange in der Atmosphäre verbleibt.<ref>Mark Mantel: Microsoft: KI lässt Emissionen um bis zu 40 Prozent steigen. In: Heise Online. 17. Mai 2024, abgerufen am 21. Mai 2024.</ref> Das Ozonabbaupotential liegt bei 0.<ref name="GESTIS" />
Verwendung
Hexafluorethan wird in der Halbleiter-Industrie als Ätzgas und beim Plasmaätzen sowie zum Reinigen von CVD-Kammern eingesetzt.<ref>Hexafluorethan (airliquide)</ref> Es dient weiterhin als Treibgas, gasförmiger Isolierstoff (in aufgeschäumten Stoffen) und als Kältemittel.<ref>R116 (Linde-Gas)</ref> Große Mengen Hexafluorethan werden bei der Aluminiumerzeugung freigesetzt. In der Medizin wird es eingesetzt, um bei Glaskörperabhebung und Netzhautablösung den Glaskörper zu ersetzen.<ref>Kathrin Kässmann: Die pharmakologische Vitreolyse mittels Ocriplasmin beim vitreomakulären Traktionssyndrom: SD-OCT-morphologische Veränderungen und klinischer Verlauf. (PDF; 1,3 MB) Dissertation an der Ludwig-Maximilians-Universität München, 2019.</ref> Das Gas wird danach von Körper resorbiert und durch Flüssigkeit ersetzt.
Sicherheitshinweise
Hexafluorethan ist schwerer als Luft und in hohen Konzentrationen erstickend.
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:EG-Nummer abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ECHA-InfoCard-ID abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:PubChem abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:DrugBank fehlt lokal
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Perfluoralkan