Zum Inhalt springen

Michael Pirker

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 12. März 2026 um 17:16 Uhr durch imported>Dieringer63 (Link auf Wilhelm Wadl; Kleinkram).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:PirkerMichael.jpg
Michael Pirker

Michael Pirker (* 21. September 1911 in Greifenburg, Kärnten; † 26. Juni 1975 ebenda<ref>Taufen. In: matricula-online.eu. Abgerufen am 20. November 2017.</ref>) war ein österreichischer Politiker (NSDAP).

Leben und Wirken

Nach dem Besuch der Volksschule in Greifenberg verdingte Pirker sich als landwirtschaftlicher Hilfsarbeiter. Seit 1927 arbeitete er als Holzarbeiter.

Im Juli 1934 war Pirker an dem erfolglosen Juliputsch der österreichischen Nationalsozialisten gegen die Regierung Dollfuss beteiligt. Vom Militärgerichtshof Klagenfurt wurde er am 18. September 1934 zum Tode durch den Strang verurteilt, später jedoch zu lebenslangem schwerem Kerker begnadigt, den er bis zum 24. Juli 1936 in der Männerstrafanstalt Karlau bei Graz verbüßte. Ein Jahr nach seiner vorzeitigen Haftentlassung begab er sich am 26. Juli 1937 ins Deutsche Reich, wo er sich als Holzarbeiter in Giesing bei München (Firma Schmucker) mit Wohnort in Deisenhofen niederließ.

Nach dem „Anschluss“ Österreichs kehrte Pirker nach Greifenberg zurück, wo er erneut als Holzarbeiter tätig war. Am 17. Mai 1938 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 6.145.035).<ref>Bundesarchiv R 9361-VIII KARTEI/15741368</ref> Von April 1938 bis zum Ende der NS-Herrschaft im Frühjahr 1945 saß Pirker als Abgeordneter für das Land Österreich im nationalsozialistischen Reichstag. Dem Urteil Wilhelm Wadls zufolge erhielt Pirker sein Mandat als „politisch Namenloser“ wohl nur aus Gründen der Optik, um einen „repräsentativen Bevölkerungsquerschnitt“ des gesamten Reichsgebietes, einschließlich Österreichs, vorweisen zu können.<ref>Wilhelm Wadl: Das Jahr 1938 in Kärnten und seine Vorgeschichte. Ereignisse, Dokumente, Bilder, 1988, S. 87.</ref>

Vorlage:Hinweisbaustein

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein