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Boa-Kurzschwert

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Datei:Brooklyn Museum 22.1102 Knife Grooved.jpg
Kurzschwert mit und kreisförmiger Durchbrechung in Klinge
Datei:Brooklyn Museum 22.1095 Knife Grooved.jpg
Kurzschwert mit Einschnitt in der Fehlschärfe
Datei:Brooklyn Museum 22.1223 Spoon Kalukili.jpg
Löffel mit Einschnitt im Griff

Das Boa-Kurzschwert ist ein Kurzschwert bzw. Dolch aus Zentralafrika. Es wird hauptsächlich von den Boa aus der Demokratischen Republik Kongo verwendet.<ref name="volper">Volper: The Concave and the Convex, 2013, S. 102–109</ref> Diese Waffen werden auch von weiteren verschiedenen Ethnien wie Zande, Bagbwe, Makere, Lokele,<ref name="volper" /> Mongelima, Angba, Bandia,<ref name="panga">Zirngibl, Kubetz: panga na visu, 2009, S. 299</ref> Binja<ref name="seltene">Zirngibl: Seltene afrikanische Kurzwaffen, 1983, S. 80</ref> und Manyema<ref name="agthe">Agthe, Strauß: Waffen aus Zentral-Afrika., 1985, S. 131</ref> hergestellt und genutzt.

Das Kurzschwert hat eine symmetrische, zweischneidige Klinge. Charakteristisch ist die abgesetzte Fehlschärfe kurz nach dem Griff. Manchmal sind Einschnitte in diesem Teil der Klinge eingearbeitet.<ref name="volper" /> Die eigentliche Klinge ist schmal und spitz gearbeitet. Es gibt aber auch Versionen mit einem runden Ort.<ref name="agthe" /><ref name="seltene" /> Die Klingen sind meist auf einer Hälfte mit Längsrillen, welche durch Ziselieren herausgearbeitet wurden, und kreisförmige Durchbrechungen verziert.<ref name="panga" /><ref name="seltene" /> Die Klinge besteht in der Regel aus Eisen, aber es gibt Exemplare aus Kupfer.<ref name="agthe" /><ref name="seltene" /> Der relativ kleine Griff hat eine leichte X-form, besteht aus Holz und ist meist poliert oder mit Metalldraht umwickelt.<ref name="panga" /> Die Gesamtlänge beträgt etwa 45–70 cm.

Das Kurzschwert wurde auch als Primitivgeld genutzt.<ref name="seltene" />

Wegen der Dekorelemente auf der Klinge (Linien, kreisrunde Durchbrüche) hielt man die Kurzschwerter früher für ein Werk der Zande.<ref name="seltene" /> Auf der anderen Seite hielt man lange Zeit die Löffel der Bango für ein Werk der benachbarten Boa, weil die Griffe Ähnlichkeiten mit den eingeschnittenen Fehlschärfen der Kurzschwerter hatten.<ref name="volper" />

Literatur

  • Johanna Agthe, Karin Strauß: Waffen aus Zentral-Afrika. Verlag Museum für Völkerkunde, Frankfurt am Main 1985, ISBN 3-88270-354-7, S. 131: Abb. 121 & Abb. 122.
  • Manfred A. Zirngibl, Alexander Kubetz: panga na visu. Kurzwaffen, geschmiedete Kultgegenstände und Schilde aus Afrika. HePeLo-Verlag, Riedlhütte 2009, ISBN 978-3-9811254-2-9. S. 142–143: Abb. 318–320, 322–324, S. 299
  • Manfred A. Zirngibl: Seltene afrikanische Kurzwaffen, Morsak, 1983, ISBN 3-87553-198-1, S. 80
  • Julien Volper: The Concave and the Convex: Ivory Spoons of the Northeastern Congo in Tribal Art Magazine Winter 2013, S. 102–109 [1]

Weblinks

Einzelnachweise

<references />