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Kambyses I.

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Kambyses I. (griechisch Καμβύσης,<ref>Manfred Mayrhofer: Iranisches Personennamenbuch. Band 1: Die altiranischen Namen. Wien 1979, ISBN 3-7001-0300-X, S. II/23.</ref> babylonisch Ka-am-bu-zi-ia,<ref>Ran Zadok: Iranische Namen in neu- und spätbabylonischer Nebenüberlieferung. Reihe Iranisches Personennamenbuch Band VII, Faszikel 1b. Wien 2009, ISBN 978-3-7001-6110-3, S. 239–240. (verlag.oeaw.ac.at)</ref> persisch کمبوجیه Kambūdschīye [<templatestyles src="IPA/styles.css" />kʲæmbuːʤiˈɛ]) war ein altpersischer König aus der Dynastie der Achämeniden im 6. Jahrhundert v. Chr. Die Herkunft des Namens ist nicht vollständig geklärt.

Leben

Kambyses regierte nach dem Tod seines Vaters Kyros I. ungefähr von 600 bis 559 v. Chr. als politisch selbständiger König von Anschan und war Mitglied der konföderierten Staatengemeinschaft, die wahrscheinlich vom Meder Kyaxares II. und dann von Astyages angeführt wurde. Dies ergibt sich aus der Zylinderinschrift seines Sohnes Kyros II., der das altpersische Großreich (siehe Achämenidenreich) begründete. Auch auf Bauinschriften aus Uruk bezeichnet sich Kyros II. als Sohn des Kambyses. Letzterer könnte nach einigen Vermutungen auch ein jüngerer Bruder des Arukku gewesen sein.

Über das Leben und die Aktivitäten des Kambyses liegen keine Quellen aus seiner eigenen Zeit vor. Kambyses wurde in späteren Königsinschriften „König von Parsu(m)a(sh) und Anshan“ genannt, wobei das Toponym Parsu(m)a(sch), lokalisiert im mittleren Zagros-Gebiet,<ref>Vgl. Robert Rollinger: Zur Lokalisation von Parsu(m)a(š) in der Fārs und zu einigen Fragen der frühen persischen Geschichte. In: Zeitschrift für Assyriologie und Vorderasiatische Archäologie. Band 89, 1999, S.- 115–139.</ref> in zwei Inschriftenfragmenten Assurbanipals<ref>Simo Parpola: Neo-Assyrian Toponyms (= Alter Orient und Altes Testament. Band 6). Neukirchen-Vluyn 1970, S. 274 f.</ref> genannt ist und Anschan (auch Anshan) das an Parsu(m)a(sch) und Ellipi grenzende Gebiet des früheren Reichs von Elam war.<ref>Erika Bleibtreu: Achaimenidische Kunst. In: Wilfried Seipel (Hrsg.): 7000 Jahre persische Kunst. Meisterwerke aus dem Iranischen Nationalmuseum in Teheran: Eine Ausstellung des Kunsthistorischen Museums Wien und des Iranischen Nationalmuseums in Teheran. Kunsthistorisches Museum, Wien 2001, S. 186–219, hier: S. 187 und 194 f., Anm. 3–5.</ref>

Laut dem Bericht des griechischen Historikers Herodot verheiratete Astyages seine Tochter Mandane mit Kambyses I., und sie war die Mutter Kyros’ II.<ref>Herodot 1, 107f.</ref> Ktesias von Knidos bestreitet die Abstammung Kyros’ II. von Kambyses.<ref>Ktesias von Knidos bei Felix Jacoby, Die Fragmente der griechischen Historiker (FGrH), Nr. 688, F 9, 1.</ref> Xenophon bezeichnet in seinem Roman Erziehung des Kyros Kambyses als König der Perser.<ref>Xenophon, Erziehung des Kyros 1, 2, 1.</ref> Für die Aussagen der antiken Schriftsteller existieren aber keine keilschriftlichen Quellen, die diese Angaben bestätigen könnten. Die genealogischen Angaben von Ktesias von Knidos werden von der Forschung als unglaubwürdig eingestuft.

Stammbaum

Vorlage:Stammbaum Achaimenes

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

VorgängerAmtNachfolger
Kyros I.Persischer König
600–559 v. Chr.
Kyros II.

Vorlage:Hinweisbaustein