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Georg Wilhelm Munke

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Georg Wilhelm Munke<ref>Repertorium der neuesten Kirchengeschichte. Hoffmann, 1790, S. 311 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> (auch Muncke, Moncke) (* 28. November 1772 in Hilligsfeld bei Hameln; † 17. Oktober 1847 in Großkmehlen auf einem Gut seines Schwiegersohns) war ein deutscher Physiker.

Er war zuerst Inspektor am Georgianum in Hannover (1796 als Adelsschule eröffnet und 1810 von der westphälischen Regierung geschlossen).<ref name="Klaus Mlynek">Klaus Mlynek: Geschichte der Stadt Hannover: Vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis in die ... Schlütersche, 1994, ISBN 3-87706-364-0, S. 821 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Er war verwandt mit dem Leiter Johann Georg Heinrich Feder.<ref> NDB zu Feder</ref>

1810–17 war er Professor der Physik in Marburg und anschließend bis zu seinem Tod in Heidelberg.

In den 1820er Jahren machte er sich Gedanken, warum der Himmel blau ist.<ref name="Götz Hoeppe">Götz Hoeppe: Why the Sky is Blue: Discovering the Color of Life. Princeton University Press, 2007, ISBN 978-0-691-12453-7, S. 118.</ref> 1827, nach Bekanntwerden von Fouriers Wärmetheorie, bot er eine analytische Lösung für die Ausbreitung einer Temperaturwelle und die Eindringtiefe der Sonnenwärme ins Erdinnere<ref>dgg-online.de: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Zur Geschichte der Geophysik (29. Februar 2008) (Memento vom 3. Dezember 2013 im Internet Archive)</ref> und 1829 zog er aus den Beobachtungen von César François Cassini de Thury, Saussure und Alexander von Humboldt den Schluss, dass bei 3 Fuß Tiefe die tägliche, bei 5 Fuß die monatliche und bei 30 Fuß die jährliche Temperaturänderung aufhören.<ref>Ludwig Darmstaedter: Handbuch zur Geschichte der Naturwissenschaften und der Technik 1866, S. 382 (PDF; 2,9 MB) </ref> Ab 1828 arbeitete er mit an Johann Samuel Traugott Gehler’s physikalischem Wörterbuch. Seine Vorlesungen hielt er in der Westlichen Hauptstraße in der oberen Etage des früheren Dominikanerklosters, wo er auch wohnte.

Nachdem Paul Freiherr Schilling von Canstadt 1832 aus Sibirien zurückgekehrt war, hatte er, basierend auf den Experimenten Ampères einen elektromagnetischen Nadeltelegrafen konstruiert, den er 1833 Zar Nikolaus I. und auf der „Versammlung der Naturforscher und Aerzte“ zu Bonn im September 1835 vorgestellt hatte.<ref> NDB zu Schilling </ref> Der Frankfurter Handelsmann und Mechanikus Johann Valentin Albert hatte Munke eine Kopie angefertigt, die Munke am 6. März 1836 demonstrierte, wobei auch William Fothergill Cooke zugegen war, der daran wiederum mit Charles Wheatstone weiterarbeitete.<ref>Heroes of the Telegraph: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Sir William Fothergill Cooke (Memento vom 7. Oktober 2010 im Internet Archive) </ref>

Am 2. Dezember 1838 demonstriert der Geheime Hofrat Munke die neuesten thermoelektrischen Apparate und die Erzeugung eines Funkens damit.<ref>Heidelbergische [afterw.] Heidelberger Jahrbücher der Literatur. 1838, S. 1232 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

1826 wurde er Ehrenmitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften in Sankt Petersburg.<ref>Ausländische Mitglieder der Russischen Akademie der Wissenschaften. Georg Wilhelm Muncke. Russische Akademie der Wissenschaften, abgerufen am 8. Oktober 2015 (englisch).</ref> 1830 wurde er zum korrespondierenden Mitglied der Göttinger Akademie der Wissenschaften gewählt.<ref>Holger Krahnke: Die Mitglieder der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen 1751–2001 (= Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Philologisch-Historische Klasse. Folge 3, Bd. 246 = Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, Mathematisch-Physikalische Klasse. Folge 3, Bd. 50). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2001, ISBN 3-525-82516-1, S. 175.</ref>

Veröffentlichungen

  • System der atomistischen Physik; nach den neuesten Erfahrungen und Versuchen dargestellt; Hannover, 1809<ref name="Georg Christoph Hamberger, Johann Georg Meusel">Georg Christoph Hamberger, Johann Georg Meusel: Das gelehrte Teutschland, oder, Lexikon der jetzt lebenden teutschen ... Meyersche buchhandlung, 1821, S. 792 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
  • Grundriß der praktischen Rechnungsarten, zum Gebrauch der Vorlesungen; Marburg, 1812
  • Physikalische und kosmologische Abhandlungen zur Erlernung der Naturkunde; Gießen 1815
  • Ueber das Schießpulver, seine Bestandteile, die Stärke und die Art seiner Wirkung; Marburg 1817 (Digitalisat)
  • Anfangsgründe der Naturlehre, 1ste Abtheilung: Experimentalphysik, 2te Abtheilung: Mathematische und physikalische Geographie und Atmoßphärologie; Heidelberg, 1819/20
  • Nachträgliche Bemerkungen über das Littrow’sche Problem; In Zeitschrift für Physik und verwandte Wissenschaften (Online)

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>

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