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Lars Lindemann

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Datei:Pressefoto Lindemann.jpg
Lars Lindemann, FDP Berlin (2018)

Lars Friedrich Lindemann (* 9. Mai 1971 in Herzberg) ist ein deutscher Politiker (FDP). Von 2009 bis 2013 und von 2021 bis 2024 war er Mitglied des Deutschen Bundestages. Von November 2020 bis Juni 2024 war er Generalsekretär der FDP Berlin.<ref>Berlin FDP-Abgeordneter beschäftigt Lobbyist im Bundestag Berliner Morgenpost vom 29. Januar 2018 </ref><ref>Wahlergebnisse des 86. ordentlichen Landesparteitags. 16. November 2020, abgerufen am 16. November 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Beruf und Privatleben

Lindemann studierte Rechtswissenschaft und Betriebswirtschaft in Berlin und Gießen. Er machte 1999 sein erstes und 2003 sein zweites juristisches Staatsexamen. Von 2013 bis 2021 war er Hauptgeschäftsführer des Spitzenverband Fachärzte Deutschlands und von 2014 bis 2021 Geschäftsführer der Sanakey GmbH.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Lars Lindemann.] Bundestag, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 26. Mai 2025.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig „Größte Fehlallokation im Gesundheitswesen ist an der Sektorengrenze“.] Ärzte Zeitung, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 26. Mai 2025.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Seit November 2024 ist Lindemann Chef-Lobbyist für den Bereich Pharma der Bayer AG.<ref>Pharma-Geschäft: Lindemann wechselt zu Bayer. In: pharmazeutische-zeitung.de. 23. Oktober 2024, abgerufen am 27. Oktober 2024.</ref><ref>Lindemann wird Bayer-Lobbyist. In: apotheke-adhoc.de. 23. Oktober 2023, abgerufen am 27. Oktober 2024.</ref>

Lindemann ist evangelisch, verheiratet und Vater von drei Kindern.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Abgeordnete im Porträt: Lars Lindemann (FDP).] Ärzte Zeitung, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 26. Mai 2025.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Politik

Parteilaufbahn

Lindemann wurde im Jahre 1996 Mitglied der FDP. Von 2006 bis 2010 amtierte er als stellvertretender Landesvorsitzender der FDP Berlin. Von 2010 bis März 2019 war er dort Landesschatzmeister.<ref>Laura Pfannemüller ist neue Schatzmeisterin der FDP Berlin. 8. März 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 16. Juli 2019; abgerufen am 23. März 2019.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.fdp-berlin.de</ref>

Deutscher Bundestag (2009–2024)

2009 zog Lindemann bei der Bundestagswahl über die Landesliste Berlin in den Deutschen Bundestag ein. Dort war er Mitglied im Ausschuss für Gesundheit, und stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Kultur und Medien. Durch das Scheitern seiner Partei an der Fünf-Prozent-Hürde bei der Bundestagswahl 2013 war er im 18. Bundestag nicht mehr vertreten.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Aus den Augen, aus dem Sinn.] Deutschlandfunk Kultur, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 26. Mai 2025.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Für die Bundestagswahl 2021 wurde Lindemann auf Platz 3 der Landesliste der FDP Berlin gewählt.<ref>Ergebnisse der Bundeswahlversammlung am 26. Februar 2021. In: fdp-berlin.de. FDP Berlin, 26. Februar 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Februar 2021; abgerufen am 3. März 2021.</ref> Über die Landesliste zog er in den Bundestag ein. Dort war er ordentliches Mitglied im Verteidigungsausschuss und im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit<ref>Lars Lindemann, FDP. In: Bundestag. Abgerufen am 17. Dezember 2021.</ref> sowie im Wahlprüfungs- und Gesundheitsausschuss. Bei der Berliner Wiederholungswahl am 11. Februar 2024 verlor er mit Wirkung zum 4. März 2024 sein Bundestagsmandat, wodurch die FDP-Fraktion einen Sitz im Bundestag verlor.<ref>Wahlwiederholung in Berlin: FDP verliert Sitz im Bundestag. 12. Februar 2024, abgerufen am 12. Februar 2024.</ref>

Von 2017 bis 2021 war er Beisitzer im FDP-Bundesvorstand.<ref>Deutscher Bundestag - Lars Lindemann. In: bundestag.de. Abgerufen am 27. Oktober 2024.</ref> Daneben war er der Vorsitzende des Vereins Brandenburg braucht Tegel, der bis 2020 eine entsprechende Volksinitiative im Land Brandenburg unterstützte.<ref>Brandenburg braucht Tegel. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. März 2019; abgerufen am 6. März 2019.</ref><ref>BVB / FREIE WÄHLER beendet Tegel-Volksinitiative. In: bvb-fw.de. 23. März 2020, abgerufen am 27. Oktober 2024.</ref>

Am 18. Februar 2020 übernahm er kommissarisch das Amt des Generalsekretärs der Berliner FDP, nachdem Sebastian Czaja zurückgetreten war.<ref>Rücktritt als Generalsekretär – Sebastian Czaja will Spitzenkandidat der Berliner FDP werden. 19. Februar 2020, abgerufen am 20. Februar 2019.</ref> Im November 2020 wurde er vom Landesparteitag im Amt bestätigt.<ref>Wahlergebnisse des 86. ordentlichen Landesparteitags. 16. November 2020, abgerufen am 16. November 2020.</ref> Dieses Amt hatte er bis Juni 2024 inne.<ref>Daniel Böldt: Landesparteitag der Berliner FDP: Liberale setzen auf inhaltliche und personelle Kontinuität. In: tagesspiegel.de. 22. Juni 2024, abgerufen am 13. Juli 2024.</ref>

Kontroversen

Im Mai 2013 erhielt Lindemann Kritik aus der eigenen FDP-Jugendorganisation (Junge Liberale), welche ihm Lobbyismus vorwarf. Lindemann gab erst eine Woche nach seiner Wahl auf Listenplatz 2 für die Bundestagswahl 2013 bekannt, den Beruf des Hauptgeschäftsführers des Spitzenverbandes Fachärzte Deutschlands anzunehmen. Außerdem arbeitete er in einer Anwaltskanzlei, die sich auf „Mandanten aus der Medizintechnik- und Gesundheitsbranche spezialisiert“ habe. Die JuLis sahen darin einen Interessenkonflikt zu Lindemanns Mitgliedschaft im Gesundheitsausschuss des Bundestages.<ref>Berliner Tagesspiegel: Julis halten FDP-Mann für Lobbyisten Bundestagsabgeordneter Lindemann in der Kritik, vom 29. Mai 2013</ref>

Im Juni 2013 forderte Lindemann, den Tierpark Berlin aus Kostengründen zu schließen, was auf heftige Kritik stieß. Eberhard Diepgen (CDU) bezeichnete die Forderung als „Quatsch“. Thomas Ziolko (CDU) sagte, es sei „unerträglich, wie ein Berliner Bundestagsabgeordneter, der sich in der Vergangenheit weder um den Zoo noch um den Tierpark bemüht hat, sich voller Unkenntnis über die Hauptstadtzoos“ äußerte.<ref>Berliner Zeitung: Politiker fordert: Tierpark muss schließen, vom 30. Juni 2013</ref><ref>Berliner Woche: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />FDP-Politiker Lars Lindemann fordert: Tierpark schließen (Memento vom 9. Juli 2013 im Internet Archive), vom 3. Juli 2013</ref><ref>Berliner Morgenpost: Finanzprobleme des Tierparks bringen auch Zoo in Bedrängnis, vom 17. Juli 2013</ref><ref>Neues Deutschland: Seilbahn durch den Tierpark, vom 2. Juli 2013</ref><ref>Tagesspiegel: Von Tag zu Tag, vom 2. Juli 2013</ref>

Im August 2013 verglich Lindemann den Vorschlag von Bündnis 90/Die Grünen, einen freiwilligen Veggieday in Kantinen einzuführen, mit der Politik des Nationalsozialismus. Er postete auf seiner Facebook-Seite ein NS-Propagandabild mit dem Parteilogo von Bündnis 90/Die Grünen. Die Fotomontage wurde als „geschmacklos“ bis „skandalös“ empfunden. Steffi Lemke, Bundesgeschäftsführerin der Grünen, verlangte eine umgehende Entschuldigung. Wer mit Nazi-Vergleichen hantiere, habe „nicht nur keine Argumente, sondern hat auch offensichtlich den Boden der politischen Auseinandersetzung verlassen“, so Lemke. Nach Aufforderung der FDP-Bundeszentrale entfernte Lindemann den Eintrag wieder.<ref>Berliner Zeitung: Lars Lindemann kritisiert Grüne mit Nazi-Bild, vom 6. August 2013</ref><ref>Der Tagesspiegel: Veggie-Day: FDP-Politiker greift zu Nazi-Vergleich, vom 6. August 2013</ref><ref>Focus online: FDPler vergleicht grünen Veggie-Day mit Nazi-Kampagne, vom 7. August 2013</ref><ref>Stern: FDP-Abgeordneter reizt Grüne mit Nazi-Plakat, vom 6. August 2013</ref>

Im Juni 2017 lehnte der Ausschuss für Gesundheit des Deutschen Bundestages Lindemann einstimmig als unparteiisches Mitglied des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) ab. Die Ärzte Zeitung schrieb daraufhin, dass dies das erste Mal in der Geschichte des G-BA gewesen sei, dass der Ausschuss für Gesundheit von seinem Recht auf Ablehnung von Kandidaten Gebrauch gemacht hätte. Der Ausschuss äußerte Zweifel an der Unparteilichkeit und Unabhängigkeit.<ref>Bundestag lässt erstmals Kandidaten abblitzen. 28. Juni 2017, abgerufen am 12. Oktober 2022.</ref><ref>Gemeinsamer Bundesausschuss: Streit um Chefposten im wichtigsten Gesundheitsgremium. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 13. Oktober 2022]).</ref>

Im Januar 2018 kam Kritik auf, als bekannt wurde, dass Lindemann einer geringfügigen Beschäftigung beim Bundestagsabgeordneten Christoph Meyer nachging. Zu der Zeit war Lindemann gleichzeitig als Cheflobbyist beim Spitzenverband der Fachärzte tätig. Im Nachgang der Veröffentlichung durch die Bild-Zeitung wurde das Beschäftigungsverhältnis aufgelöst.<ref>Apotheke Adhoc: Lindemann: Lobbyist im FDP-Büro. Abgerufen am 13. Oktober 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Berliner Morgenpost - Berlin: FDP-Abgeordneter beschäftigt Lobbyist im Bundestag. 29. Januar 2018, abgerufen am 13. Oktober 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Als Bundeskanzler Scholz im Mai 2022 im Verteidigungsausschuss zu Gast war, gehörte Lindemann zu den FDP-Abgeordneten, die die Sitzung aus Protest vorzeitig verließen. Diese Reaktion stieß auf öffentliche und auf innerparteiliche Kritik. Infolgedessen musste der verteidigungspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Marcus Faber, von seinem Amt zurücktreten.<ref>Eklat in Ukraine-Sitzung mit Scholz? FDP-Mann zeigt sich erst „irritiert“, kündigt dann Konsequenzen an. Abgerufen am 12. Oktober 2022.</ref><ref>Thorsten Jungholt: Waffen für Ukraine: ein FDP-Affront gegen den Kanzler. In: Die Welt. 13. Mai 2022 (welt.de [abgerufen am 13. Oktober 2022]).</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

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