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Directed Infrared Counter Measures

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Directed Infrared Counter Measures (DIRCM, auch: Directional Infrared Counter Measures; deutsch etwa: geführte bzw. gerichtete Infrarot-Gegenmaßnahmen) ist die Bezeichnung für Schutzsysteme, die militärische und zivile Flugzeuge in die Lage versetzen sollen, mit IR-Suchköpfen ausgestattete anfliegende Lenkflugkörper abzuwehren. Besonders bei Starts und Landungen sind Luftfahrzeuge durch tragbare Ein-Mann-Boden-Luft-Raketen (z. B. Stinger) gefährdet. DIRCM wird zu den abstandsaktiven Schutzmaßnahmen gezählt.

Moderne Suchköpfe können in der Lage sein, DIRCM-Systeme zu unterdrücken oder sie sogar zur Zielverfolgung nutzen (Home-On-Jam).<ref>William D. Caplan: Requirements for laser countermeasures against imaging seekers, DOI:10.1117/12.2067264</ref>

Verfahren

DIRCM verwendet eine aktive Methode zur Störung der Infrarot-Suchköpfe anfliegender Raketen. Dicht aufeinander folgende auf den Suchkopf gerichtete Impulse hoher Energie sollen das Raketenleitsystem stören oder sogar zerstören. Das System kann sowohl zum Schutz militärischer als auch ziviler großer Starrflügel-Transportflugzeuge (z. B. Air Force One) bis hin zum kleinen Hubschrauber eingesetzt werden.

Aufbau

Das System besteht prinzipiell aus den Komponenten

Der Zerstörlaser blendet den IR-Detektor des anfliegenden Flugkörpers mit Hochenergiepulsen oder zerstört diesen. Der Ablauf der Zielerfassung und -zerstörung erfolgt in sehr kurzer Zeit und in sicherer Entfernung vom zu schützenden Flugzeug.

Systeme

Datei:C-17 missile countermeasures laser turret.jpg
Northrop Grumman AN/AAQ-24 in einem Flugzeugrumpf eingebaut

Weblinks

Commons: AN/AAQ-24 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />