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Kongomaskeneule

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Kongomaskeneule
Systematik
Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Eulen (Strigiformes)
Familie: Schleiereulen (Tytonidae)
Gattung: Maskeneulen (Phodilus)
Art: Kongomaskeneule
Wissenschaftlicher Name
Phodilus prigoginei
Schouteden, 1952

Die Kongomaskeneule (Phodilus prigoginei), auch Prigogine-Eule genannt, ist eine Art aus der Gattung der Maskeneulen, die nur in einem verhältnismäßig kleinen Gebiet in Afrika vorkommt. Über die Art ist ausgesprochen wenig bekannt. Die Beschreibungen stammen von einem Vogelbalg, zwei Feldbeobachtungen und einem gefangenen Individuum.<ref name="kö229">König et al., S. 229.</ref> Die Eule wurde nach Alexandre Prigogine benannt.

Merkmale

Die Kongomaskeneule erreicht eine Körperlänge von 24 Zentimetern und wiegt 195 Gramm.<ref>König et al., S. 230.</ref> Die Augen sind verhältnismäßig klein, insbesondere wenn man sie mit Augen der Maskeneulen-Arten vergleicht. Auch die Füße und der Schnabel sind kleiner. Die Körperunterseite ist hell rostfarben mit einigen weißen Flecken, die schwarz umrandet sind. Die Farbe der Körperoberseite ist dunkel rostfarben. Über die Stimme ist nichts Gesichertes bekannt.

Verbreitungsgebiet

<mapframe text="Fundorte der Kongomaskeneule aus den Jahren 1951 (1) und 1997 (2) und möglicher Fundort in Burundi (3) sowie Lage des Nyungwe-Waldes (4) als weiterer möglicher Fundort" latitude="-3.2" longitude="28.9" zoom="7" width="290" height="250" align="right"> {

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Die wenigen Beobachtungen der Kongomaskeneule wurden alle in einem verhältnismäßig kleinen Gebiet östlich des Hauptwaldgebietes des Itombwe-Gebirges (in der heutigen Provinz Süd-Kivu im Osten der DR Kongo) gemacht. Der erste Fund aus dem Jahr 1951 stammt von einer Graslichtung aus Muusi (3° 04' S, 28° 48' O

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  }}). Erst 1996 wurde ein weiteres Exemplar der Art etwa 95 Kilometer südlicher im äußersten Südosten des Itombwe-Waldes etwa einen Kilometer westlich des Dorfes Kabembwe beobachtet (nahe 3° 52' S, 28° 56' O
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   |name=Zweiter Fund (1996)
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  }}). 1990 wurden zudem Tonaufnahmen im Nyungwe-Wald in Ruanda gemacht, von denen vermutet wird, dass sie von einer Kongomaskeneule stammen.<ref name="Butynski1997"></ref> Eine weitere unbestätigte Beobachtung wurde 1974 auf einer Teeplantage im Nordwesten Burundis gemacht (nahe 3° 10' S, 29° 35' O
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   |name=Mögliche Beobachtung in Burundi (1974)
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  }}).<ref></ref> Die Region der bekannten und möglichen Fundorte im Ostkongo, Südwesten Ruandas und Nordwesten Burundis ist Teil der Ökoregion der Bergwälder im Westlichen Rift. Trotz einiger gezielter Suchen konnten keine weiteren Kongomaskeneulen beobachtet werden, sodass diese in den untersuchten Waldhabitaten vermutlich nicht häufig oder weit verbreitet auftreten.<ref name="iucn">[[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2025.2. Eingestellt von: BirdLife International, 2024. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref><ref name="Butynski1997" /> Laut Séguin Caziga Bisuro, dem Leiter des Institut Congolais pour la Conservation de la Nature (ICCN), das das Itombwe-Reservat verwaltet, gäbe es jedoch Beobachtungen von Mitgliedern der lokalen Bevölkerung, sodass nicht davon ausgegangen würde, dass die Art ausgestorben sei.<ref name="mongabay">Malavika Vyawahare: The Itombwe owl: Two birds and an identity crisis. Mongabay, 10. September 2024, abgerufen am 14. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Lebensraum und Lebensweise

Zwei einstöckige Häuser auf einem grasbewachsenen Plateau und dichtbewaldete Hügel in der Ferne
Blick auf den Itombwe-Wald

Basierend auf den zwei Beobachtungen sind der Lebensraum der Art Galeriewälder in Höhenlagen zwischen 1.830 und 2.430 Metern über NN. Weder über die Fortpflanzungsbiologie noch das Nahrungsspektrum liegen nähere Erkenntnisse vor.

Gefährdung und Schutz

Gefährdungseinstufungen der IUCN<ref name="birdlife">Species factsheet: Itombwe Owl Tyto prigoginei. BirdLife International, 2025, abgerufen am 13. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Jahr Einstufung
1988 bedroht (threatened)
1994 gefährdet (vulnerable)
1996
2000 stark gefährdet (endangered)
2004
2008
2012
2016
2025 unzureichende Datenlage (data deficient)

Die IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources; deutsch „Weltnaturschutzunion“) stuft die Kongomaskeneule mit unzureichender Datenlage (data deficient) ein. Die Abholzung von Wäldern für Landwirtschaftsflächen bedroht den Lebensraum der Art. So ist beispielsweise der Itombwe-Wald in der Provinz Süd-Kivu im Osten der Demokratischen Republik Kongo gefährdet, insbesondere nach einer Maisfäule in den 1990er Jahren, die eine Ausweitung der Landwirtschaftsflächen verursachte.<ref name="iucn" /> Der Itombwe-Wald ist als Naturreservat anerkannt, jedoch ist aufgrund der politisch unsicheren Situation im Ostkongo die Durchsetzung des Naturschutzes auf der großen Fläche in der Praxis gegenüber Wilderern, dem handwerklichen Bergbau und der Ausbreitung der Landwirtschaft kaum möglich. Dennoch verzeichnet der Wald nach Satellitenaufnahmen einen geringeren Flächenrückgang als beispielsweise der Virunga-Nationalpark mit 3 % in den letzten zwei Jahrzehnten gegenüber 12 %. Durch das Fehlen an Straßen ist er kaum erreichbar.<ref name="iucn" /><ref>Itombwe. In: berggorilla.com. Abgerufen am 27. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="mongabay" /> Der Nyungwe-Wald, indem die Kongomaskeneule möglicherweise ebenfalls vorkommt, steht als Nationalpark unter Naturschutz.<ref>Important Bird Area factsheet: Nyungwe National Park. BirdLife International, 2025, abgerufen am 27. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="birdlife" />

Die Kongomaskeneule ist seit 2013 in Anhang II des Washingtoner Artenschutzübereinkommens gelistet.<ref name="iucn" />

Systematik

Die taxonomische Klassifizierung der Kongomaskeneule ist schwierig. Sie weist Ähnlichkeiten mit der Maskeneule (Phodilus badius) auf, weswegen sie auch häufig in die Gattung Phodilus gestellt wird. Claus König vertritt die Ansicht,<ref name="kö229"/> dass diese Ähnlichkeit auch durch eine konvergente Entwicklung entstanden sein kann und ordnet sie den Schleiereulen zu, deren charakteristischen herzförmigen Gesichtsschleier sie aufweist. Dieser Einschätzung folgte die Howard and Moore Complete Checklist of the Birds of the World im Jahr 2013, während die meisten anderen Checklisten, darunter Clements, International Ornithological Congress, BirdLife International oder das Handbook of the Birds of the World weiterhin an der Einordnung in die Gattung Phodilus festhalten. Möglicherweise könnte die Kongomaskeneule auch einer eigenen Gattung angehören. Das Artepitheton ehrt den belgisch-russischen Ornithologen Alexandre Prigogine.

Literatur

  • Claus König, Friedhelm Weick: Owls of the World. Christopher Helm, London 2008, ISBN 978-0-7136-6548-2.

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:All Coordinates“ ist nicht vorhanden.