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Kathrin Vogler

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Datei:Kathrin Vogler Pressefoto 2020.jpg
Kathrin Vogler, MdB (2020)

Kathrin Vogler (* 29. September 1963 in München) ist eine deutsche Politikerin der Partei Die Linke.<ref name=links>Kathrin Vogler. In: www.linksfraktion.de. Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 14. März 2011; abgerufen am 17. Dezember 2025.</ref> In den Jahren 2009 bis 2025 war sie Mitglied des Deutschen Bundestages.<ref>Bundeswahlleiter.de: Gewählte auf Landeslisten der Parteien</ref>

Leben

Im Jahr 1979 trat Kathrin Vogler in die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) ein. 1983 legte sie das Abitur am Gymnasium Martinum Emsdetten ab, trat der SPD bei und nahm ein Studium der Soziologie, Geschichte und Politikwissenschaft an der Universität Münster auf (bis 1990), ohne dieses jedoch abzuschließen.<ref>Markus Wehner: Deutsche Spitzenpolitiker verschleiern ihre Studienabbrüche. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 26. Mai 2013, abgerufen am 30. April 2019.</ref> Während dieser Zeit engagierte sie sich im Landesvorstand der Jugendorganisation der DFG-VK, dem Jugendclub Courage, in Nordrhein-Westfalen. Von 1988 bis 1990 war Vogler außerdem Referentin für Kultur und Frieden im AStA der Uni Münster.

Nach ihrem Studienabbruch arbeitete sie von 1990 bis 1994 als Landesgeschäftsführerin des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen der DFG-VK und zwischen 1995 und 1999 als Bundesgeschäftsführerin der DFG-VK. In den Jahren 1995 bis 2001 gehörte sie dem Bundessprecherinnenkreis der DFG-VK an. Nach ihrer Elternzeit von 1999 bis 2002 war sie bis 2009 als eine von drei Bundesgeschäftsführern des Bundes für Soziale Verteidigung (BSV) angestellt.<ref name="HP">kathrin-vogler.de: Das bin ich</ref>

Vogler ist verheiratet und Mutter eines Kindes.<ref>Abgeordnete. In: www.bundestag.de. Deutscher Bundestag, abgerufen am 1. Februar 2021.</ref>

Partei

Vogler gehörte seit 1983 aktiv der SPD an. Am 25. November 2001 trat sie aus der Partei aus; als Anlass nannte sie die „geschlossene Unterstützung der SPD-Fraktion im Bundestag für den Krieg gegen Afghanistan und die geplante Entsendung von Bundeswehreinheiten in diesen Krieg“. Sie war zugleich mit weiteren Entwicklungen in ihrer Partei nicht einverstanden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Austritt aus der SPD Kathrin Vogler, Münster (Memento vom 29. September 2005 im Internet Archive) Austritt aus der SPD – Kathrin Vogler, Münster: Die SPD verabschiedet sich aus der Friedensbewegung – ich verabschiede mich aus der SPD</ref>

Im Jahr 2005 trat Vogler der WASG bei und fungierte bis zum Zusammenschluss dieser Partei mit der PDS im Jahr 2007 als Sprecherin des Kreisverbands Steinfurt. In der Partei DIE LINKE arbeitete sie als Kreisvorstandsmitglied und auf Landesebene mit. Von April 2009 bis Februar 2013 war sie Sprecherin des Kreisverbandes Steinfurt. Bei der Bundestagswahl 2009 kandidierte Vogler auf Platz 11, bei der Bundestagswahl 2013 auf Platz 7 der Landesliste in Nordrhein-Westfalen und bei der Bundestagswahl 2017 ebenfalls auf Listenplatz 7. Zur Bundestagswahl 2021 trat sie auf Platz 5 der nordrhein-westfälischen Landesliste an und erhielt erneut ein Mandat.<ref>Gewählte in Landeslisten der Parteien. In: www.bundeswahlleiter.de. Der Bundeswahlleiter, abgerufen am 31. Oktober 2022.</ref>

Am 29. Oktober 2022 wurde sie zusammen mit Sascha H. Wagner zur Landessprecherin von Die Linke Nordrhein-Westfalen gewählt.<ref>NRW-Linke: Überall Spalter. In: www.nd-aktuell.de. nd.Genossenschaft eG, abgerufen am 31. Oktober 2022.</ref>

Sie tritt zur Kommunalwahl 2025 als Landratskandidatin für den Kreis Steinfurt an.<ref>Kathrin Vogler, Gerrit Bresch, Larissa Bauland: ST soll für sozial & tolerant stehen! In: Die Linke Kreis Steinfurt. Die Linke Kreis Steinfurt, 25. Juni 2025, abgerufen am 21. Juli 2025.</ref>

Abgeordnete

Kathrin Vogler ist seit 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages. Sie trat bei der Bundestagswahl 2009 sowie bei der Bundestagswahl 2013 auf der Landesliste sowie als Direktkandidatin ihrer Partei im Wahlkreis Steinfurt III an. Bei beiden Wahlen zog sie als Listenkandidatin der LINKEN in Nordrhein-Westfalen in den Deutschen Bundestag ein. Während der 17. Wahlperiode war Vogler Mitglied im Gesundheitsausschuss und dessen stellvertretende Vorsitzende sowie stellvertretendes Mitglied im Verteidigungsausschuss und Mitglied im Unterausschuss Zivile Krisenprävention und vernetzte Sicherheit.

Sie war in der 18. Legislaturperiode des Deutschen Bundestages Obfrau im Unterausschuss für Zivile Krisenprävention, Konfliktbearbeitung und vernetztes Handeln sowie ordentliches Mitglied im Ausschuss für Gesundheit. Bis zu ihrem Ausscheiden aus dem Bundestag war sie seit dem 15. Dezember 2015 gesundheitspolitische Sprecherin und seit dem 20. Januar 2022 queerpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag<ref>Kathrin Vogler zur Sprecherin der LINKEN Bundestagsfraktion für Queer- und Gesundheitspolitik gewählt. In: kathrin-vogler.de. 20. Januar 2022, abgerufen am 14. Januar 2023.</ref> sowie außerdem stellvertretende Vorsitzende der deutsch-indischen Parlamentariergruppe.

In der 19. Legislaturperiode des Deutschen Bundestages war Kathrin Vogler friedenspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE.<ref>Sprecherinnen und Sprecher. In: www.linksfraktion.de. Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. August 2016; abgerufen am 17. Dezember 2025.</ref>, ordentliches Mitglied im Auswärtigen Ausschuss und im Parlamentarischen Beirat für nachhaltige Entwicklung, Obfrau im Unterausschuss Zivile Krisenprävention und stellvertretendes Mitglied im Verteidigungsausschuss. Außerdem war sie stellvertretende Vorsitzende der deutsch-ukrainischen Parlamentariergruppe, stellvertretende Vorsitzende der Parlamentariergruppe der arabischsprachigen Staaten des Nahen und Mittleren Ostens und Mitglied der deutsch-iranischen Parlamentariergruppe<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Kathrin Vogler, Die Linke.] In: www.bundestag.de. Deutscher Bundestag, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 6. Juni 2019.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>. Sie war seit Dezember 2019 Mitglied der Kommission für Angelegenheiten von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Abgeordneten und seit Februar 2020 Mitglied des Parlamentarischen Beirats für nachhaltige Entwicklung.

Kathrin Vogler setzt sich gegen Bundeswehreinsätze im Ausland, Rüstungsexporte und höhere Rüstungsausgaben ein. Sie engagiert sich für Abrüstung, für eine neue Entspannungspolitik sowie für die zivile, gewaltfreie Konfliktbearbeitung internationaler Krisen und Konflikte. Vogler war zudem Mitbegründerin und eine der Gründungssprecher der Kooperation für den Frieden. Im Bundestag hat sie den fraktionsübergreifenden Parlamentskreis Atomwaffenverbot mitinitiiert, der sich für den Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag einsetzt.

Beim Antisemitismusbeschluss der Bundestagsfraktion am 21. Mai 2011 gehörte Vogler zu den Abweichlern innerhalb ihrer Fraktion, die sich nicht an der Abstimmung beteiligten.<ref>Bruno Engelin: Linkspartei. Einstimmig mit Abweichlern. Bundestagsfraktion streitet über Antisemitismusbeschluss. In: Jüdische Allgemeine. 14. Juni 2011, abgerufen am 19. Mai 2025.</ref>

Zu der vorgezogenen Bundestagswahl 2025 trat Vogler nicht mehr an.<ref>Michael Hagel: Kathrin Vogler über 15 Jahre Bundestag: „Freue mich auf mein neues Leben“. In: Westfälische Nachrichten. 21. Januar 2025, abgerufen am 19. Mai 2025.</ref> Seit dem 1. April 2025 ist sie Mitglied des Kreistags im Kreis Steinfurt. Sie rückte für einen Parteikollegen nach, der sein Mandat niedergelegt hatte.<ref>Instagrambeitrag von Kathrin Vogler. 28. März 2025, abgerufen am 19. Mai 2025.</ref>

Schriften (Auswahl)

Berichterstattung in den Medien

Weblinks

Commons: Kathrin Vogler – Sammlung von Bildern und Videos

Einzelnachweise

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Baden-Württemberg: Sahra Mirow, Elwis Capece | Bayern: Martin Bauhof, Kathrin Flach-Gomez | Berlin: Kerstin Wolter, Maximilian Schirmer | Brandenburg: Katharina Slanina | Bremen: Anna Fischer, Christoph Spehr | Hamburg: Sabine Ritter, Thomas Iwan | Hessen: Desiree Becker, Jakob Migenda | Mecklenburg-Vorpommern: Hennis Herbst | Niedersachsen: Franziska Junker, Thorben Peters | Nordrhein-Westfalen: Kathrin Vogler, Sascha H. Wagner | Rheinland-Pfalz: Natalie Brosch, Stefan Glander | Saarland: Florian Spaniol | Sachsen: Marco Böhme, Anja Eichhorn | Sachsen-Anhalt: Janina Böttger, Hendrik Lange | Schleswig-Holstein: Marianne Kolter, Hanno Knierim | Thüringen: Katja Maurer, Ralf Plötner

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