Jan van Aken
Jan Paul van Aken (* 1. Mai 1961 in Reinbek) ist ein deutscher Politiker (Die Linke). Der promovierte Biologe arbeitete als Aktivist gegen biologische Kriegswaffen, von 2004 bis 2006 als Biowaffeninspekteur für die UN und war von 2009 bis 2017 und erneut ab 2025 Mitglied des Deutschen Bundestages. 2016 veröffentlichte er als Whistleblower die sogenannten TTIPleaks-Dokumente. Seit Oktober 2024 ist er gemeinsam mit Ines Schwerdtner Bundesvorsitzender der Linkspartei. Zusammen mit Heidi Reichinnek trat er bei der Bundestagswahl 2025 als Spitzenkandidat an und zog zum dritten Mal über die Landesliste in den Deutschen Bundestag ein.
Leben
Jan van Aken, Sohn einer katholischen<ref name=":0">Jung & Naiv: Parteivorsitzender Jan van Aken (Die Linke) | Bundestagswahl 2025 – Jung & Naiv: Folge 745. In: YouTube. 7. Januar 2025, abgerufen am 8. Januar 2025.</ref> Sekretärin und eines Werkzeugmachers,<ref name="Goettle">Gabriele Goettle: Übers Brunnenvergiften. Zusammenkunft mit einem Biowaffen-Experten. In: Die Tageszeitung. 26. Mai 2003, S. 13–15 (taz.de).</ref> wuchs in Glinde-Wiesenfeld bei Hamburg auf. Während seiner Jugend war van Aken Ministrant<ref name=":0" /> und früh politisch aktiv. Nach seinem Abitur an der Reinbeker Sachsenwald-Oberschule im Jahr 1980 campierte er in der Republik Freies Wendland gegen das atomare Endlager in Gorleben. Im Anschluss an seinen Zivildienst im Hamburger Karolinenviertel studierte van Aken Biologie an der Universität Hamburg. 1983 gründete er dort die studentische Arbeitsgruppe „Risiken der Gentechnologie“.<ref>Gabriele Goettle: Übers Brunnenvergiften. In: taz. 26. Mai 2003, abgerufen am 6. August 2025.</ref> Nach dem Abschluss als Diplom-Biologe (1989) und seiner Promotion über die Fixierung pflanzlicher Proben im Weltraum (1993)<ref>Jan van Aken: Entwicklung und Erprobung von Fixierungsverfahren für Experimente an Pflanzen unter Mikrogravitation. Dissertationsschrift. Universität Hamburg, ebenda 1993.</ref> arbeitete er von 1997 bis 1998 als Gentechnikexperte und Aktivist bei Greenpeace.
Im Jahr 1999 gründete er zusammen mit dem US-amerikanischen Biosicherheitsaktivisten Edward Hammond und der kolumbianischen Rechtsanwältin Susana Pimiento die NGO Sunshine Project<ref>the sunshine project. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 13. April 2016 (letzte Aktualisierung der damaligen Homepage: 2. April 2010).</ref> für Recherchen zu möglichen Verstößen gegen die internationale Biowaffenächtung.<ref name="Goettle" /> Diese mobilisierte erfolgreich gegen den von den Vereinigten Staaten geplanten Einsatz genetisch modifizierter Schimmelpilze der Art Fusarium oxysporum, genannt „Agent Green“, zur Vernichtung pflanzlicher Drogen.<ref name="Goettle" /><ref>Pablo Felipe Perez: USA planen biologische Kriegsführung in Kolumbien. In: FriedensForum. Netzwerk Friedenskooperative / Förderverein Frieden e. V., Bonn, Mai 2000, abgerufen am 24. Februar 2025.</ref>
2003 gründete er die „Forschungsstelle Biowaffen und Rüstungskontrolle“ an der Universität Hamburg. Von 2004 bis 2006 war Jan van Aken Biowaffeninspekteur für die Vereinten Nationen.
Nach der Rückkehr nach Hamburg im Anschluss an seine Tätigkeit für die UN trat van Aken der Linkspartei bei und wurde zwei Jahre später deren Spitzenkandidat bei der Bundestagswahl 2009 in Hamburg. Von 2012 bis 2013 war er stellvertretender Vorsitzender der Partei und von 2016 bis 2022 Mitglied des 44-köpfigen Bundesvorstandes. Im Jahr 2017 meldete er die größte Demonstration gegen den G20-Gipfel in Hamburg an.<ref>Max Holscher, Vanessa Steinmetz: G20-Gipfel in Hamburg: Ein Überblick über die größten Proteste. In: Der Spiegel. 24. Juni 2017 (spiegel.de [abgerufen am 7. Januar 2025]).</ref>
Im Januar 2025 gab er im Format „Spitzengespräch“ des Spiegels an, 2016 rechtswidrig die Geheimdokumente der Verhandlungen zum Freihandelsabkommen TTIP geleakt zu haben (→ Siehe: TTIPleaks).<ref name="LEAK">Jan van Aken: Linkenchef gibt zu, TTIP-Dokumente geleakt zu haben. In: Der Spiegel. 16. Januar 2025 (spiegel.de [abgerufen am 16. Januar 2025]).</ref> Dies stelle zwar unter Umständen eine Straftat dar, strafrechtliche Konsequenzen habe er aber nach eigenen Angaben nicht zu fürchten, da bereits Verjährung eingetreten sei.<ref name="LEAK" />
Nach dem freiwilligen Ausscheiden aus dem Bundestag 2017 arbeitete van Aken freiberuflich für verschiedene internationale Organisationen, darunter 2019 ein Jahr lang für die Weltgesundheitsorganisation. 2022 wurde er Referent für internationale Konflikte bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung.<ref>Droht ein neues Wettrüsten? - Rosa-Luxemburg-Stiftung. In: rosalux.de. 22. April 2024, abgerufen am 22. August 2024.</ref> Dafür lebte er zunächst in Tel Aviv, bis er drei Tage nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel im Oktober 2023 ausfliegen konnte.<ref>Ines Wallrodt: Linke-Politiker Jan van Aken fordert Alternativen zu Waffengewalt. In: nd-aktuell.de. 4. September 2024.</ref><ref>Jens Meyer-Wellmann: „Rassistisch, rechts“: Bald-Linken-Chef Aken keilt gegen BSW. 25. August 2024, abgerufen am 27. August 2024.</ref><ref>Anna Sauerbrey, Mark Schieritz: Nahostkonflikt: Soll Deutschland Palästina anerkennen? In: Die Zeit. Hamburg 27. Mai 2024 (zeit.de [abgerufen am 27. August 2024]).</ref>
Jan van Aken betreibt zusammen mit Linda Peikert einmal im Monat den Podcast dis:arm.<ref>dis:arm – Friedensgespräche der Rosa-Luxemburg-Stiftung mit Linda Peikert und Jan van Aken. Rosa-Luxemburg-Stiftung, abgerufen am 19. August 2024.</ref>
Er ist verheiratet und Vater dreier Kinder.<ref>Jan van Aken und Heidi Reichinnek (Linke). In: tagesschau.de. 23. Januar 2025, abgerufen am 9. Oktober 2025.</ref>
Politische Ämter
Bundestagsabgeordneter
Mandate und Ausschusszugehörigkeit
Jan van Aken zog nach der Bundestagswahl 2009 über die Hamburger Landesliste der Partei Die Linke in den 17. Deutschen Bundestag ein. Von 2009 bis 2011 war er stellvertretender Vorsitzender der Linksfraktion und seit 2012 deren außenpolitischer Sprecher. Für die Bundestagswahl 2013 war van Aken Direktkandidat der Linken für den Bundestagswahlkreis Hamburg-Altona. Er zog wieder über die Landesliste in den 18. Deutschen Bundestag ein und war zunächst stellvertretendes Mitglied des Hauptausschusses,<ref>Deutscher Bundestag: Jan van Aken, LINKE. Abgeordnete 18. WP (2013-2017). In: Webarchiv des Deutschen Bundestages. Deutscher Bundestag, abgerufen am 6. Oktober 2017.</ref> der aufgrund der langwierigen Koalitionsverhandlungen eingerichtet wurde und bis zur Konstituierung der ständigen Ausschüsse bestand.<ref>Deutscher Bundestag: Hauptausschuss. Ausschüsse 18. WP. In: Webarchiv des Deutschen Bundestages. Deutscher Bundestag, abgerufen am 6. Oktober 2017.</ref>
In beiden Wahlperioden war van Aken ordentliches Mitglied des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages und stellvertretendes Mitglied in dessen Unterausschuss für Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung,<ref>Deutscher Bundestag: Jan van Aken, LINKE. Abgeordnete 17. WP (2009-2013). In: Webarchiv des Deutschen Bundestages. Deutscher Bundestag, abgerufen am 6. Oktober 2017.</ref> in der 18. Wahlperiode zusätzlich stellvertretendes Mitglied im Verteidigungsausschuss und ordentliches Mitglied im Gremium nach § 23c Absatz 8 Zollfahndungsdienstgesetz.<ref>Deutscher Bundestag: Gremium nach § 23c Absatz 8 des Zollfahndungsdienstgesetzes (ZFdG). Ausschüsse der 18. WP. In: bundestag.de. Deutscher Bundestag, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 14. September 2017.</ref>
Im Juni 2016 kündigte van Aken an, bei der Bundestagswahl 2017 nicht mehr anzutreten, weil er für eine generelle Mandatszeitbegrenzung von Abgeordneten eintrete.<ref name="Verzicht_BTW17">Geli Tangermann: Jan van Aken: „Einige hassen mich richtig“. In: welt.de. WeltN24 GmbH, Berlin, 21. Juni 2016, abgerufen am 24. Februar 2025.</ref>
Am 10. November 2024 wurde angekündigt, dass van Aken und Heidi Reichinnek als Spitzenkandidaten ihrer Partei bei der Bundestagswahl 2025 antreten werden.<ref>Jan Van Aken und Heidi Reichinnek sollen die Linke über die Fünfprozenthürde führen. In: Der Spiegel. 10. November 2024, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 10. November 2024]).</ref> Van Aken kandidierte dabei auf Platz eins der Hamburger Landesliste, über die er bei der Wahl am 23. Februar in den 21. Deutschen Bundestag einzog.<ref>Diese Abgeordneten aus Hamburg ziehen in den Bundestag ein. In: NDR.de. Abgerufen am 24. Februar 2025.</ref>
Van Aken ist im 21. Deutschen Bundestag Mitglied des Auswärtigen Ausschusses<ref>Deutscher Bundestag - Armin Laschet (CDU) leitet Auswärtigen Ausschuss. Abgerufen am 21. Mai 2025.</ref> und stellvertretendes Mitglied im Verteidigungsausschuss.<ref>Deutscher Bundestag - Jan van Aken. Abgerufen am 9. Juni 2025.</ref>
Aufhebung der Immunität
Am 29. November 2012 hob der Deutsche Bundestag aufgrund einer Vorlage des Immunitätsausschusses die Immunität van Akens und dreier weiterer Abgeordneter der Linken auf. Sie hatten sich 2010 beim Castor-Transport in Niedersachsen an einem Aufruf zum Schottern – also zum strafbaren Entfernen von Steinen unter Bahngleisen – beteiligt. Im April 2013 wurde er deshalb vom Amtsgericht Lüneburg wegen einer öffentlichen Aufforderung zu Straftaten zu einer Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu je 150 Euro verurteilt.<ref>Lüneburger Gericht verurteilt Bundestagsmitglied Jan van Aken. In: Hamburger Abendblatt. Hamburger Abendblatt der Zeitungsgruppe Hamburg GmbH, 10. April 2013, abgerufen am 10. April 2013.</ref><ref>Verurteilt wegen „Schotter“-Aufrufs. In: Die Tageszeitung. 10. April 2013, abgerufen am 10. April 2013.</ref> Zwei Wochen danach verurteilte das Landgericht Lüneburg Sevim Dağdelen, Inge Höger und Christel Wegner wegen ihrer Beteiligung an dem Aufruf zum Schottern zu Geldstrafen.<ref>Anti-Atom-Protest: Linken-Politikerinnen wegen Aufruf zum „Schottern“ verurteilt. In: Der Spiegel. 23. April 2013, abgerufen am 7. Oktober 2017.</ref>
Ko-Parteivorsitzender
Im August 2024 verkündete van Aken – neben Ines Schwerdtner, die unabhängig von ihm antrat – seine Kandidatur für den Bundesparteivorsitz der Linken.<ref>Linke: Jan van Aken und Ines Schwerdtner wollen Parteiführung übernehmen. In: Spiegel Online. 20. August 2024, abgerufen am 20. August 2024.</ref> Zwei Tage zuvor hatten die Parteivorsitzenden Janine Wissler und Martin Schirdewan erklärt, auf dem Parteitag in Halle im Oktober 2024 nicht erneut kandidieren zu wollen. Am 19. Oktober 2024 wurden sowohl van Aken mit einem Gegenkandidaten als auch Schwerdtner zu Parteivorsitzenden gewählt.<ref>Ines Schwerdtner und Jan van Aken als neue Linkenvorsitzende gewählt. In: Zeit Online. 19. Oktober 2024, abgerufen am 17. September 2025.</ref> Im April 2026 gab van Aken bekannt, beim Bundesparteitag im Juni 2026 aus gesundheitlichen Gründen nicht erneut für den Parteivorsitz zu kandidieren.<ref>Alexander Budweg, ARD-Hauptstadtstudio: Van Aken tritt nicht erneut als Linken-Chef an. In: tagesschau.de. 15. April 2026, abgerufen am 15. April 2026.</ref>
Politische Positionen
Van Aken kritisierte 2024, dass Diskurse um das Thema Migration mittlerweile auf rassistische Weise geführt würden.<ref name=":1">Interview mit Jan van Aken: Linken-Chef: „Klare Kante bei Migration und Rassismus“. In: Stuttgarter Zeitung. Abgerufen am 31. Januar 2025.</ref> Dabei kritisierte er insbesondere die Position des CDU-Chefs Friedrich Merz wiederholt als rassistisch. Etwa als dieser eine Ausbürgerung in jenen Fällen forderte, in denen Menschen mit mehrfacher Staatsbürgerschaft nach Erhalt der deutschen Staatsbürgerschaft wiederholt straffällig werden,<ref>Asyl- und Migrationspolitik: Kritik an Merz-Äußerung zur Staatsbürgerschaft. In: tagesschau.de. 6. Januar 2025, abgerufen am 7. Januar 2025.</ref> oder nachdem Merz Kinder von Zugewanderten als „kleine Paschas“ bezeichnete.<ref name=":1" /> Seiner Ansicht nach sind die Probleme, die der Migration zugeschrieben werden, bewusst durch die Politik herbeigeführt. Um die Integration zu verbessern fordert er etwa, dass geflüchtete Menschen sofort eine Arbeitserlaubnis erhalten sollten.<ref name=":1" /> Auf die Nachfrage, ob er für unbegrenzte Zuwanderung sei, sagte van Aken: „Eine Grenze der Belastbarkeit gibt es immer. Aber liegt sie in Deutschland bei 100.000, einer Million oder zehn Millionen Migranten im Jahr? [...] Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine sind mehr als eine Million Kriegsflüchtlinge zu uns gekommen. Das ist eine völlig überschaubare Zahl.“<ref>Berliner Tageszeitung - Linken-Chef fordert deutlich höhere Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland. In: berlinertageszeitung.de. 1. Februar 2025, abgerufen am 25. Juli 2025.</ref>
Im Russisch-Ukrainischen Krieg lehnt van Aken Waffenlieferungen an die Ukraine ab, denn man könne „Friedensverhandlungen nicht durch Waffenlieferungen herbeiführen“. Gleichzeitig betont er aber, nicht jegliche Unterstützung einstellen zu wollen. Ein „Diktatfrieden“ zu den Bedingungen Russlands sei ebenso keine gute Lösung. Stattdessen sollten diplomatische Initiativen gestartet werden, außerdem befürwortet er konsequentere Sanktionen gegen Russland und die finanzielle Unterstützung der Ukraine. Dabei betonte er, dass er auf der Seite der Menschen in der Ukraine stehe.<ref> Bernhard Clasen: Krieg in der Ukraine – Van Aken: »Der Wiederaufbau muss jetzt angegangen werden«. In: ND. 21. Juni 2024, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 6. November 2024.</ref><ref>Ferdinand Otto, Katharina Schuler, Hanna Wiedemann: Jan van Aken: Wieso glaubt der Linken niemand mehr, Herr van Aken? In: Die Zeit. 17. Januar 2025, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 31. Januar 2025]).</ref><ref name=":2">Elsa Koester: Jan van Aken: „Es ist wichtig, Zweifel an Waffenlieferungen zuzulassen“. In: Der Freitag. ISSN 0945-2095 (freitag.de [abgerufen am 31. Januar 2025]).</ref>
Van Aken forderte 2025 eine Übergewinnsteuer für Rüstungskonzerne. Es sei unmoralisch, Gewinne „mit Krieg und Leid anderer Menschen“ zu erzielen. Als Beispiel nannte er eine Aktie des Rüstungskonzerns Rheinmetall, welche er nach eigenen Angaben vor acht Jahren für den Zutritt zu Aktionärsversammlungen gekauft hatte, die sich seit dem im Wert vervielfachte.<ref>dpa, AFP: Aktionär beim Rüstungskonzern: Linken-Chef empört sich über eigene Kursgewinne mit Rheinmetall. In: Tagesspiegel.de. 10. Mai 2025, abgerufen am 16. Mai 2025.</ref>
Um den steigenden Mieten entgegenzuwirken, forderte van Aken 2024, nicht nur einen Mietendeckel einzuführen, sondern einen Schritt weiter zu gehen und dafür zu sorgen, dass Boden nicht mehr privatisiert wird. Boden solle stattdessen in Gemeinschaftshand liegen und dann lediglich an Genossenschaften verpachtet werden.<ref name=":2" />
Schärfere Sanktionen gegen Bürgergeldempfänger lehnt er ab und bezeichnete die Diskussion um dieses Thema Anfang 2025 als „Phantomdiskussion“, da die meisten Leistungsbezieher in einer schwierigen Lage seien oder ohnehin schon einer Arbeit nachgehen, die ihnen aber nicht zum Leben reiche. Vielmehr sieht er es als Problem, dass reiche Erben schon von Beginn an so viel Geld besitzen, dass sie in ihrem Leben nicht mehr arbeiten müssen.<ref>"Der hat keinen Tag gearbeitet": Linken-Chef fordert gemeinnützige Arbeit für Aldi-Erben. 22. Januar 2025, abgerufen am 2. Februar 2025.</ref> Allgemein fordert er, ein Vermögensregister einzuführen, die Vermögensteuer wieder einzusetzen und Lücken bei der Erbschaftsteuer zu schließen, durch die Millionenerben sich von der Steuerpflicht befreien können. Dies sei vor allem eine Frage der Gerechtigkeit.<ref>Susanne Ködel: Vermögen in Deutschland: Linkenvorsitzender fordert Einführung von Vermögensregister. In: Die Zeit. 27. Januar 2025, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 2. Februar 2025]).</ref> Im Zuge dessen prägte Van Aken während des Bundestagswahlkampf 2025 die Losung „Milliardäre abschaffen“.
Schriften (Auswahl)
- Entwicklung und Erprobung von Fixierungsverfahren für Experimente an Pflanzen unter Mikrogravitation. Dissertation. Universität Hamburg, 1993, DNB 940943395.
- (Hrsg.): Das NGO-Handbuch: non-governmental organisations. Greenpeace Media, Hamburg 2007, ISBN 978-3-9811689-0-7.
- Made in Hamburg – tödlich weltweit: Rüstungsindustrie in Hamburg. Selbstverlag, Hamburg 2011 (uni-hamburg.de [PDF; 819 kB]).
- «Kein Panzer geht in Kriegsgebiete»: Irrtümer und Mythen über Waffenexporte – und warum wir ihr Verbot brauchen (= Luxemburg-Argumente. Band 16). Rosa-Luxemburg-Stiftung, Berlin 2018 (rosalux.de [PDF; 10,2 MB]).
- mit Cornelia Ihl: Droht ein neues Wettrüsten? (= Online-Studie. Nr. 5/2024). Rosa-Luxemburg-Stiftung, Berlin April 2024 (rosalux.de [PDF; 1,5 MB]).
- Worte statt Waffen: Wie Kriege enden und Frieden verhandelt werden kann. Econ-Verlag, Berlin 2024, ISBN 978-3-430-21115-4.
Literatur
- Aljoscha Kertesz: Jan van Aken MdB (Die Linke). In: Bundestag adieu! 2017: Interviews – Fakten – Statements. Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2017, ISBN 978-3-96008-994-0, S. 11–36.
- Jan van Aken In: Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 02/2018 vom 9. Januar 2018, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar).
Weblinks
- Eigene Internetpräsenz
- Biografie beim Deutschen Bundestag
- Jan van Aken auf abgeordnetenwatch.de
- Kurzbiografie und Rezensionen zu Werken von Jan van Aken bei Perlentaucher
- Wir müssen klare Positionen haben. Gespräch mit Jan van Aken auf Deutschlandfunk Kultur, 2. Februar 2018
Einzelnachweise
<references />
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Parteivorsitzende: Jan van Aken | Ines Schwerdtner
Stellvertretende Parteivorsitzende: Ates Gürpinar | Luise Neuhaus-Wartenberg | Sabine Ritter | Maximilian Schirmer
Schatzmeister: Sebastian Koch
Bundesgeschäftsführer: Janis Ehling
Jugendpolitische Sprecherin: Lisa Pfitzmann | Sprecherin des Studierendenverbands: Margarita Kavali
Weitere Mitglieder: Sabine Berninger | Katharina Dahme | Ulrike Eifler | Nina Eumann | Olga Fritzsche | Margit Glasow | Kathrin Gebel | Naisan Raji | Lorenz Gösta Beutin | Candy Boldt-Händel | Wulf Gallert | Theo Glauch | Thies Gleis | Hennis Herbst | Alexander Kauz | Markus Pohle
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Aken, Jan van |
| ALTERNATIVNAMEN | Aken, Jan Paul van (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Biologe und Politiker (Die Linke), MdB |
| GEBURTSDATUM | 1. Mai 1961 |
| GEBURTSORT | Reinbek |
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- Umweltaktivist
- Person (Greenpeace)
- Politiker (21. Jahrhundert)
- Verurteilte Person
- Bundestagsabgeordneter (Hamburg)
- Mitglied des Auswärtigen Ausschusses (Deutscher Bundestag)
- Parteivorsitzender von Die Linke
- Absolvent der Universität Hamburg
- Person (Rosa-Luxemburg-Stiftung)
- Whistleblower
- Deutscher
- Geboren 1961
- Mann