Obersteben
Obersteben Markt Bad Steben
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(323)&title=Obersteben 50° 22′ N, 11° 37′ O
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| Höhe: | 602 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 323 (31. Dez. 2013)[Ohne Beleg] | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1971 | |||||
| Postleitzahl: | 95138 | |||||
| Vorwahl: | 09288 | |||||
Obersteben ist ein Gemeindeteil des Marktes Bad Steben im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Obersteben hat eine Fläche von 5,601 km². Sie ist in 1113 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 5032,74 m² haben.<ref>Gemarkung Obersteben (091858). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 29. April 2025.</ref> In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Fichten und Lochau.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 29. April 2025.</ref>
Geografie
Im Dorf, das allseits von Acker- und Grünland umgeben ist, entspringt der Pfarrbach, dem linken Oberlauf des Stebenbachs. Im Süden wird der Ort von der Kreisstraße HO 31 tangiert, die nach Bad Steben zur Staatsstraße 2196 (1,6 km östlich) bzw. nach Steinbach bei Geroldsgrün verläuft (2,3 km westlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Bad Steben zur Kreisstraße HO 29 (1,4 km südwestlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 29. April 2025 (Die gemessenen Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Obersteben wurde 1410 erstmals urkundlich erwähnt. Es gehörte damals zur Herrschaft Lichtenberg.<ref>O. Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland, Sp. 457.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Obersteben aus 85 Anwesen (4 Gütlein, 20 Halbhöfe, 56 Viertelhöfe, 3 Tropfhäuser, 2 halbe Tropfhäuser) und einer Wehrzollstätte. Die Hochgerichtsbarkeit, die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen hatte das bayreuthische Kasten- und Richteramt Lichtenberg.<ref name="Kö299">M. Körner: Naila, S. 299.</ref>
Von 1797 bis 1810 unterstand Obersteben dem Justiz- und Kammeramt Naila. Nachdem im Jahr 1810 das Königreich Bayern das Fürstentum Bayreuth käuflich erworben hatte, wurde der Ort bayerisch. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Obersteben dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Untersteben zugewiesen.<ref name="OV 1820"/> Zugleich entstand die Ruralgemeinde Obersteben. Zu dieser gehörten Fichten und Lochau. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Naila zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Lichtenberg (1919 in Finanzamt Lichtenberg umbenannt, seit 1955 Finanzamt Naila). Ab 1862 gehörte Obersteben zum Bezirksamt Naila (1939 in Landkreis Naila umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Naila (1879 in Amtsgericht Naila umgewandelt). Die Gemeinde Obersteben hatte 1964 eine Gebietsfläche von 5,673 km².<ref name="OV 1961"/> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Obersteben am 1. Januar 1971 nach Bad Steben eingemeindet.<ref> </ref><ref>Bad Steben > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 29. April 2025.</ref>
Baudenkmäler
- Weberweg 5 (=Haus Nr. 36): Wohnstallhaus mit Halbwalmdach (Baujahr 1837), mit Anbau<ref>Denkmalliste für Bad Steben (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
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- ehemalige Baudenkmäler
- Haus Nr. 7: Zweigeschossiges Wohnstallhaus mit Halbwalmdach, vermutlich Ende des 18. Jahrhunderts; Erdgeschoss verputzt massiv, die Fenstergewände im späten 19. Jahrhundert erneuert, Obergeschoss, zwei zu fünf Achsen, Fachwerk, südliche Traufseite verputzt, nördliche verbrettert, Giebel verschiefert; hölzernes, profiliertes Traufgesims.<ref name="L51">K.-L. Lippert: Landkreis Naila, S. 51f. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Ursprüngliche Hausnummerierung.</ref>
- Haus Nr. 10: Zweigeschossiges Wohnstallhaus mit Halbwalmdach, drei zu fünf Achsen; Erdgeschoss verputzt massiv; Fachwerkobergeschoss verputzt, Giebel und nördliche Traufseite verschiefert, über Stall massiv erneuert; der Sturz über der Wohnungstür bezeichnet „1800“. Backofenanbau an der nördlichen Traufseite.<ref name="L51"/>
- Haus Nr. 28: Eingeschossiges, verputzt massives Wohnstallhaus mit Halbwalmdach, wohl spätes 18. Jahrhundert; Giebeltrapez verbrettert; hölzernes, profiliertes Traufgesims.<ref name="L51"/>
Einwohnerentwicklung
Gemeinde Obersteben
| Jahr | 1819 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 | 1950 | 1952 | 1961 | 1970 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 308 | 373 | 382 | 394 | 410 | 408 | 395 | 388 | 365 | 352 | 317 | 315 | 308 | 307 | 319 | 324 | 320 | 323 | 312 | 373 | 389 | 399 | 371 | 356 |
| Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1799 werden diese als Häuser bezeichnet, von 1871 bis 1987 als Wohngebäude.</ref> | 55 | 60 | 56 | 56 | 59 | 63 | 74 | |||||||||||||||||
| Quelle | <ref name="OV 1820">Vorlage:Ober-Mainkreis 1820 Für die Gemeinde Obersteben inklusive Lochau mit Fichten (S. 72).</ref> | <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 153, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> | <ref name="HGV" /> | <ref name="HGV" /> | <ref name="OV 1861">Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 920, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> | <ref>
Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 143 (Digitalisat). </ref> || <ref name="OV 1875">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1093, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref name="OV 1885">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1041 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1900">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1092 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1925">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1127 (Digitalisat). </ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV" /> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1950">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 974 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 716 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1970">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 155 (Digitalisat).</ref> |
Ort Obersteben
| Jahr | 1799 | 1819 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 | 2013 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 196 | 212 | 321 | 305 | 271 | 236 | 260 | 323 | 294 | 271 | 307 | 323 |
| Häuser<ref name="Häuser" /> | 30 | 46 | 43 | 47 | 50 | 60 | 97 | |||||
| Quelle | <ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 4, Sp. 226.</ref> | <ref name="OV 1820" /> | <ref name="OV 1861" /> | <ref name="OV 1875" /> | <ref name="OV 1885" /> | <ref name="OV 1900" /> | <ref name="OV 1925" /> | <ref name="OV 1950" /> | <ref name="OV 1961" /> | <ref name="OV 1970" /> | <ref>Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 304 (Digitalisat).</ref> |
Religion
Obersteben ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Walburga (Untersteben) gepfarrt (seit 1910 ist die Lutherkirche (Bad Steben) die Hauptkirche).<ref name="Kö299"/><ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Obersteben. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 226–227 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
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- Vorlage:Körner Naila
- Vorlage:Lippert Landkreis Naila
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Obersteben in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Obersteben im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Bad Steben | Bobengrün | Carlsgrün | Christusgrün | Dürrnberg | Erlaburg | Fichten | Gerlas | Horwagen | Krötenmühle | Lochau | Mordlau | Obersteben | Oberzeitelwaidt | Schafhof | Schleeknock | Schöne Aussicht | Thierbach | Thierbacherhammer | Thierbachermühle | Zeitelwaidt (untere)
Sonstige Wohnplätze: Gerlaser Forsthaus | Hölzle | Sachsenruhe | Ziegelhütte
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- Geographie (Bad Steben)
- Ort im Landkreis Hof
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Hof)
- Gemeindegründung 1812
- Gemeindeauflösung 1970
- Gemarkung im Landkreis Hof
- Ersterwähnung 1410