Kemlas
Kemlas Gemeinde Issigau
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(109)&title=Kemlas 50° 24′ N, 11° 44′ O
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| Höhe: | 500 (450–553) m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 2,3 km²<ref name="Gemarkung"/> | |||||
| Einwohner: | 109 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 47 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1975 | |||||
| Postleitzahl: | 95188 | |||||
| Vorwahl: | 09293 | |||||
Lage von Kemlas in Issigau
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Kemlas ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Issigau im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Kemlas hat eine Fläche von 2,298 km². Sie ist in 233 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 9862,52 m² haben.<ref name="Gemarkung">Gemarkung Kemlas (091863). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 17. April 2025.</ref><ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 17. April 2025.</ref> Die Einöden Oberkemlas und Unterer Kemlas zählen zum Gemeindeteil Kemlas.
Geografie
Die Dorf besteht aus einer Hauptsiedlung und sieben weiteren Siedlungen im Umkreis von einem Kilometer verstreut. Einige Anwesen liegen an der Kreisstraße HO 8, die nach Unterwolfstein (2,3 km westlich) bzw. nach Eisenbühl verläuft (1,4 km östlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Issigau (2,4 km südlich). Der Zottelbach bildet die nordöstliche Gemarkungsgrenze. Der thüringische Ort Blankenberg liegt rechts der Saale, ist jedoch über Verkehrswege nicht direkt erreichbar.<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 17. April 2025 (Die gemessenen Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Nach Kretschmann gab es die Bergwerke „Geduld“ und „Reicher Segen Gottes“ mit dem Abbau von Eisen, Kupfer. In Letzterem wurde auch Schwefelkies abgebaut.<ref> Johann Wilhelm Kretschmann: Sammlung zu einer Berg-Historia des Markgraftums Brandenburg-Bayreuth. Hof 1741. S. 96,111. </ref> Oberhalb des Ortes gibt es Hinweise auf eine Wüstung namens „Perücke“.<ref>Datenbank über Wüstungen im Landkreis Hof auf www.kulahof.de (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />PDF ( vom 27. Dezember 2015 im Internet Archive))</ref> Der Ort gehörte anfangs den Herren von Blanckenberg. 1442 verkaufte Hans von Blankenberg zu Harra seine Ansprüche an die Herren von Reitzenstein. 1464 wurde der Ort verwüstet. 1679 bestand Kemlas aus acht Höfen und einer Mühle. Später wurde Kemlas zum Rittergut erhoben.<ref>O. Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland, Sp. 267f.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Kemlas aus 17 Anwesen (7 Güter, 8 Gütlein, 1 Haus, 1 Tropfhaus). Die Hochgerichtsbarkeit und die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das bayreuthischen Stadtvogteiamt Hof. Das Rittergut Kemlas war Grundherr sämtlicher Anwesen.<ref name="Kö290">M. Körner: Naila, S. 290.</ref>
Von 1797 bis 1810 unterstand Kemlas dem Justiz- und Kammeramt Hof. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Kemlas dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Issigau zugewiesen.<ref name="OV 1820"/> Zugleich entstand die Ruralgemeinde Kemlas. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Naila zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Lichtenberg (1919 in Finanzamt Lichtenberg umbenannt, seit 1955 Finanzamt Naila). Ab 1862 gehörte Kemlas zum Bezirksamt Naila (1939 in Landkreis Naila umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Naila (1879 in Amtsgericht Naila umgewandelt). 1964 hatte die Gemeinde eine Gebietsfläche von 2,296 km².<ref name="OV 1961"/> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Kemlas am 1. Januar 1975 nach Issigau eingemeindet.<ref> </ref><ref>Issigau > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 17. April 2025.</ref>
Bodendenkmal
- Burgstall Blankeneck<ref>Denkmalliste für Issigau (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
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Einwohnerentwicklung
| Jahr | 1799 | 1819 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 | 1950 | 1952 | 1961 | 1970 | 1987 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 73 | 85 | 123 | 152 | 151 | 146 | 133 | 161 | 151 | 150 | 162 | 149 | 129 | 147 | 139 | 152 | 141 | 141 | 158 | 147 | 205 | 191 | 178 | 138 | 131 | 109 |
| Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1799 werden diese als Häuser bezeichnet, von 1871 bis 1987 als Wohngebäude.</ref> | 15 | 24 | 22 | 22 | 23 | 22 | 30 | 31 | 34 | |||||||||||||||||
| Quelle | <ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 78.</ref> | <ref name="OV 1820">Vorlage:Ober-Mainkreis 1820</ref> | <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 153, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> | <ref name="HGV" /> | <ref name="HGV" /> | <ref>Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 918, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> | <ref>
Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 143 (Digitalisat). </ref> || <ref name="OV 1875">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1092, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1039 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1090 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1125 (Digitalisat). </ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV" /> || <ref name="HGV" /> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 972 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 715 (Digitalisat).</ref> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 156 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 306 (Digitalisat).</ref> |
Religion
Kemlas ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Jakobus (Berg) gepfarrt,<ref name="Kö290"/> seit den 1870er Jahren ist die Pfarrei St. Simon und Judas (Issigau) zuständig.<ref name="OV 1875"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Kemmlas. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 78 (Digitalisat).
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- Vorlage:Körner Naila
- Vorlage:Lippert Landkreis Naila
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Kemlas in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Kemlas im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
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