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Kieler Thesen

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Broschüre: Kieler Thesen

Die Kieler Thesen waren das Grundsatzprogramm der FDP von 1977 bis 1985. Die Thesen wurden auf dem 28. Ordentlichen Bundesparteitag im November 1977 verabschiedet.<ref name="KT1977">Kieler Thesen der Freien Demokratischen Partei (PDF; 2,8 MB) auf der Website des Archivs des Liberalismus.</ref> Sie ergänzten die sozial-liberalen, ökologisch orientierten Freiburger Thesen von 1971.<ref name="FT1971">Freiburger Thesen zur Gesellschaftspolitik der Freien Demokratischen Partei (PDF; 3,1 MB).</ref>

Hintergrund

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden. Der Liberalismus ist die älteste der modernen politischen Bewegungen. Er entstammt der Epoche der Aufklärung. Die Freie Demokratische Partei (FDP) steht in der Tradition des klassischen Liberalismus, sie ist jedoch eine politische Neugründung der Nachkriegszeit in den drei westlichen Besatzungszonen.

Die „Kieler Thesen“ waren der Höhepunkt einer Programmdebatte und bedeuteten eine wirtschaftsliberale Neuausrichtung der FDP. Ziel der Kieler Thesen war die Verbesserung der Beschäftigungssituation hin zur Vollbeschäftigung.

Programmkommissionen

Die Perspektivkommission tagte unter dem Vorsitz von Werner Maihofer und Gerhart Baum mit folgenden Mitgliedern: Dieter Biallas, Hans Friderichs, Liselotte Funcke, Helmut Haussmann, Burkhard Hirsch, Heino Kaack, Hanspeter Knirsch, Georg Letz, Hermann Marx, Hans Wolfgang Rubin, Theo Schiller, Andreas von Schoeler, Rolf Schroers, Rolf Vieten und Hans-Herbert Wilhelmi.

Die Wirtschaftskommission hatte unter Leitung von Hans Friderichs folgende Mitglieder: Hermann Ferdinand Arning, Gerhart Baum, William Borm, Dieter Fertsch-Röver, Liselotte Funcke, Karl-Heinrich Hansmeyer, Friedrich-Wilhelm Hölscher, Klaus-Jürgen Hoffie, Peter Hürner, Victor Kirst, Jürgen Kunze, Ulrich Krüger, Ingrid Matthäus, Otto Graf Lambsdorff, Uwe Ronneburger, Hansheinrich Schmidt, Helga Schuchardt und Walter Peters.

Inhalt

Die Debatte resultierte aus zwei unterschiedlichen Papieren: Aktuelle Perspektiven des sozialen Liberalismus von der Perspektivkommission um Gerhart R. Baum und Grundzüge liberaler Wirtschaftspolitik von der Wirtschaftskommission um Hans Friderichs. Zum einen lassen sich die Kieler Thesen als Kompromiss beider Richtungen verstehen, gestärkt wurde jedoch der Wirtschaftskurs, was eine Annäherung an die Union bedeutete. Die Kieler Thesen stellten die programmatischen Weichen in Richtung einer schwarz-gelben Koalition, die fünf Jahre später nach der „Wende“ 1982 zustande kam.<ref>Andreas Schulze: Kleinparteien in Deutschland. Aufstieg und Fall nicht-etablierter politischer Vereinigungen. Wiesbaden 2004, ISBN 3-8244-4558-1, S. 259.</ref>

Siehe auch

Literatur

  • Jürgen Dittberner: Die FDP. Geschichte, Personen, Organisation, Perspektiven. Eine Einführung. Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2005, ISBN 3-531-14050-7.
  • Freie Demokratische Partei (Hrsg.): Kieler Thesen zur Wirtschaft im sozialen Rechtsstaat, zu Bürger, Staat, Demokratie, zu Bildung und Beschäftigung der jungen Generation, beschlossen auf dem 28. Ordentlichen Bundesparteitag der F.D.P. vom 6. bis 8. November 1977 in Kiel. Bonn 1977.
  • Günter Verheugen (Hrsg.): Das Programm der Liberalen. Zehn Jahre Programmarbeit der F.D.P. 1969–1979. Nomos, Baden-Baden 1980.

Weblinks

Wiktionary: Manifest – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

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