Brenner-Nordzulauf
| Osterseeon–Kundl–Baumkirchen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Streckennummer (DB): | 5608 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckennummer (ÖBB): | 330 01 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Kursbuchstrecke (ÖBB): | 300 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckenlänge: | Osterseeon–Ostermünchen: 15,7 km<ref name="dbn20220713"/> Ostermünchen–Radfeld: ~74 km Radfeld–Baumkirchen: 40,236 km | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Spurweite: | 1435 mm (Normalspur) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Stromsystem: | 15 kV, 16,7 Hz ~ | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Maximale Neigung: | 12 ‰ Ostermünchen–Schaftenau: 8 ‰ | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckengeschwindigkeit: | Osterseeon–Radfeld: 230 km/h<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Schaftenau – Knoten Radfeld, viergleisiger Ausbau (PDF) ( vom 1. Juli 2019 im Internet Archive)</ref> Radfeld–Baumkirchen: 220 km/h | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Zweigleisigkeit: | durchgehend | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Der Brenner-Nordzulauf,<ref>Brennernordzulauf. DB Netz, ÖBB-Infrastruktur, abgerufen am 7. Januar 2023.</ref> im Tiroler Abschnitt auch neue Unterinntalbahn genannt, ist eine teilweise fertiggestellte Eisenbahn-Hochleistungsstrecke zwischen Innsbruck und München im Tiroler Unterland und oberbayerischen Alpenvorland. Sie stellt die nördliche Zulaufstrecke des Brennerbasistunnels dar und ist somit Teil der TEN-Achse Nr. 1 Berlin–Palermo. Ihr erster Abschnitt (Kundl–Baumkirchen) wird mit Geschwindigkeiten bis 220 km/h befahren und wurde am 29. November 2012 eröffnet.<ref name="öbb-2012-11-26-b" />
Im Endausbau wird sie die aus den Bahnstrecken München–Rosenheim, Rosenheim–Kufstein und Kufstein–Innsbruck bestehende Trasse weitgehend um zwei neue Gleise ergänzen. Auf der bereits viergleisigen Strecke Trudering-Grafing ist lediglich eine Blockverdichtung vorgesehen.<ref>Trudering–Grafing – Kapazitätserhöhung im viergleisigen System. Abgerufen am 29. Dezember 2024.</ref> Teilweise werden auch die Truderinger Kurve und die Truderinger Spange (Ausbau von einem auf zwei Gleise) sowie der Ausbau Daglfing-Johanneskirchen (Ausbau von zwei auf vier Gleise) als Teil des Brenner-Nordzulaufs gesehen.<ref>Knoten München – 4-gleisiger Ausbau Daglfing – Johanneskirchen. Abgerufen am 29. Dezember 2024.</ref><ref>Zugstrecke Daglfing – Johanneskirchen: Stadtrat fordert Tunnellösung. Abgerufen am 29. Dezember 2024.</ref>
In Zukunft soll durch diese und andere Baumaßnahmen (z. B. den Brennerbasistunnel) die Reisezeit auf der Relation München–Innsbruck von 1:50 auf 0:55 und auf der Relation München–Verona von 5:20 auf 2:20 reduziert werden.<ref name="beg-2007-10" /> In erster Linie handelt es sich jedoch um eine Güterverkehrsstrecke.<ref>Bahnprojekt Brenner-Nordzulauf – Häufig gestellte Fragen. Abgerufen am 29. Dezember 2024.</ref>
Streckenbeschreibung
Baumkirchen – Radfeld
Bei Baumkirchen fädelt die Neubaustrecke aus der Bestandsstrecke aus und wird dann nordostwärts zunächst im Unterflurbereich parallel zu dieser geführt, ehe sie im Terfener Tunnel im nördlichen Tiroler Mittelgebirge unter Vomperberg angelegt (und damit auch Schwaz nördlich umfahren wird), bei Stans wieder mit der Bestandsstrecke am Talboden verknüpft wird. Abermals im Unterflurbereich des Inntals unter Jenbach geführt, verbleibt die Strecke weiter nordostwärts im Münsterertunnel unter dem Haupttal und verschwenkt lediglich südlich von Brixlegg in das Gebirgsmassiv, ehe bei Radfeld wiederum aufgetaucht und in die Altstrecke eingeschert wird.
Aus dem Bahnhof Wörgl Kundl heraus wird die Bestandsstrecke um ein Beschleunigungsgleis ergänzt und zur viergleisigen Verknüpfung Radfeld aufgefächert. Die Neubaustrecke sinkt anschließend zwischen den Bestandsstreckengleisen ab und verläuft ab Radfeld nach einer kurzen Unterflurwanne in den Münsterertunnel. Nach Unterquerung des Inns und des Bahnhofs Jenbach taucht dieser im Verknüpfungsbauwerk Stans wieder zwischen den Bestandsstreckengleisen auf. Danach sinkt die Trasse abermals ab und führt in den etwa 15,8 km langen Terfener Tunnel, der sich aus zwei Tunneln und einer Galerie zusammensetzt. In einem Teil des Tunnels wurde ein drittes Gleis errichtet, um Überholfahrten zu ermöglichen und damit die Streckenkapazität zu erhöhen, welches aber noch nicht in Betrieb genommen wurde. Nachdem die Strecke den Bahnhof Fritzens-Wattens und den Fritzener Bogen unterquert hat taucht sie in der Verknüpfung Baumkirchen mittig zwischen den Bestandsgleisen auf und teilt sich in Richtung Brenner/Verona (Umfahrung Innsbruck) bzw. Innsbruck/Arlberg (Bestandsstrecke).
Die Entwurfsgeschwindigkeit der Neubaustrecke beträgt 250 km/h.<ref name="beg-2007-10" /> Die anfangs vorgesehene Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h wurde auf 220 km/h erhöht.<ref>Verfahren Ausbau Unterinntal: Verhandlungsschrift vom 27. September 2011. Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie, 3. Oktober 2011 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />online ( vom 28. Mai 2013 im Internet Archive) [abgerufen am 31. März 2023]).</ref> Seit der Fahrplanperiode 2013/14 fahren die Railjet-Züge auf der Neubaustrecke mit bis zu 220 km/h. Bei Probefahrten zwischen Baumkirchen und Stans wurden 250 km/h erreicht.
Radfeld – Schaftenau
Die rund 19 km lange Trasse wird bei der Verknüpfungsstelle Schaftenau in Langkampfen aus der Bestandsstrecke ausgeleitet und in mehreren kürzeren Tunneln und Wannen entlang der Inntal Autobahn A 12 geführt. In einem fast zehn Kilometer langen Tunnel verläuft die Strecke anschließend entlang des südlichen Angerbergs, unterquert den Inn, die A 12 sowie den Bahnhof Kundl und taucht danach in Mittellage zwischen den Bestandsstreckengleisen auf, um in die Verknüpfung Radfeld/Kundl einzumünden.<ref name="541Brennerachse"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref><ref name="Trassenverlauf 2">Siehe auch: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Trassenverlauf des 2. Abschnittes ( vom 23. September 2015 im Internet Archive) (JPG, auf der BEG-Website).</ref>
Vorlage:Maplink
Schaftenau – Niederaudorf – Ostermünchen
Die Weiterführung der Strecke Richtung München wird derzeit geplant und in einem grenzüberschreitenden Prozess umgesetzt. In einem Bürgerbeteiligungsverfahren wird von ÖBB und DB der als Brennernordzulauf bezeichnete Abschnitt zwischen den geplanten Verknüpfungsstellen Schaftenau, Niederaudorf BAB und Ostermünchen untersucht und eine Trasse herausgearbeitet. Für die optimale Situierung der Knoten und die Planung der weiteren Ausbauschritte in Richtung München/Mühldorf am Inn und Salzburg sollen die bestehenden Bahnachsen sowie mehrere Korridore untersucht werden. Die Strecke München–Mühldorf wird dabei als zukünftige TEN-Achse ebenso berücksichtigt wie die direkte Strecke München–Rosenheim und die für den ÖBB-Inlandsverkehr wichtige, aber derzeit nur mit 160 km/h befahrbare Strecke Rosenheim–Salzburg.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Protokoll 2. Sitzung Regionaler Projektbeirat ( vom 2. Mai 2016 im Internet Archive)</ref>
Im Juli 2019 wurden fünf mögliche Streckenführungen durch das bayerische Inntal bei Rosenheim vorgestellt.<ref>Brenner-Nordzulauf der Bahn: Fünf mögliche Trassen – und viel Kritik. tagesschau.de, 1. Juli 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 1. Juli 2019; abgerufen am 4. April 2024.</ref>
Im deutschen Bundesverkehrswegeplan 2030 werden als vordringlicher Bedarf die Errichtung einer Neubaustrecke von Grafing bei München bis Großkarolinenfeld sowie die Westumfahrung Rosenheim von Großkarolinenfeld bis Brannenburg und zwei zusätzliche Gleise von Brannenburg über Kiefersfelden bis zur Grenze bei Kufstein vorgesehen.<ref>BT-Drs. 18/9350</ref><ref>Unterrichtung durch die Bundesregierung: Bundesverkehrswegeplan 2030. Lfd. Nr. 7, Projekt-Nr. 2-009-V03. 5. August 2016, abgerufen am 12. April 2026.</ref><ref>Laut der ursprünglich möglichen – westlich von Rosenheim verlaufenden – Planungsvarianten.</ref> Zusätzlich soll eine Blockverdichtung zwischen München-Trudering und Grafing umgesetzt werden.<ref>ABS/NBS München - Rosenheim - Kiefersfelden - Grenze D/A (- Kufstein). Abgerufen am 1. November 2024.</ref>
Am 13. April 2021 stellte die Deutsche Bahn die Variante „Violett“ als favorisierte Variante für den Abschnitt nördlich von Schaftenau vor. Die 54 Kilometer lange Strecke soll Rosenheim östlich umfahren und zu 60 % unterirdisch verlaufen. Zwischen Fischbach und Niederaudorf soll die Bestandstrecke Rosenheim–Kufstein nach Osten zur Bundesautobahn 93 verschwenkt werden, wo eine Verknüpfung zur Neubaustrecke hergestellt wird. Die Einfädelung in die Bahnstrecke München–Rosenheim wird bei Ostermünchen erfolgen, wozu die Bestandsstrecke dort nach Süden verlegt und ein neuer Bahnhof gebaut wird.<ref>Variante Violett liegt vorne: Streckenverlauf steht fest. In: brennernordzulauf.eu. DB Netze, 13. April 2020, abgerufen am 13. April 2020.</ref> Zur Variante Violett gehören sowohl die dargestellte Untervariante Violett 1 mit offener Streckenführung zwischen den Tunneln Ringelfeld und Steinkirchen im Bereich Riedering/Rohrdorf als auch die ungefähr einen halben Kilometer kürzere Untervariante Violett 2 mit durchgehender Tunnelführung in diesem Bereich, bei der diese beiden Tunnel durch einen 23.640 m langen Tunnel Steinkirchen-Ringelfeld ersetzt werden.
Ostermünchen – Grafing
Im Dezember 2021 wurden vier mögliche Grobtrassen zwischen Verknüpfung Ostermünchen und Grafing Bahnhof vorgestellt. Sie verlaufen alle westlich der Bestandstrecke und enthalten jeweils mindestens einen Tunnel und mehrere Brücken. Im März 2022 wurde eine weitere größtenteils bestandsnahe Grobtrasse vorgestellt.<ref>Vier mögliche Trassenverläufe zwischen Grafing und Ostermünchen in der Auswahl. In: Brenner-Nordzulauf. DB Netz, 2. Dezember 2021, abgerufen am 2. Dezember 2021.</ref><ref>Bürgervorschläge und Grobtrassen. In: Brenner-Nordzulauf. DB Netz, 2. Dezember 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 2. Dezember 2021; abgerufen am 14. Juli 2022.</ref><ref>Fünfte Grobtrasse für den Abschnitt Grafing–Ostermünchen. In: Brenner-Nordzulauf. DB Netz, 17. März 2022, abgerufen am 17. März 2022.</ref> Vorlage:Maplink Im Juli 2022 wurde die Variante „Limone“ ausgewählt, die von der Verknüpfungsstelle Ostermünchen unter anderem über zwei Brücken und einen Tunnel nach Grafing Bahnhof führt, ab da direkt neben der Strecke München–Rosenheim verläuft, um wenige Kilometer weiter bei Kirchseeon höhenfrei in diese einzufädeln.<ref name="dbn20220713">Meilenstein beim Brenner-Nordzulauf: Gesamtverlauf der Neubaustrecke steht fest. In: Brenner-Nordzulauf. DB Netz, 13. Juli 2022, abgerufen am 14. Juli 2022.</ref><ref name="infografing">Bürgervorschläge und Grobtrassen. In: Brenner-Nordzulauf. DB Netz, 13. Juli 2022, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 13. Juli 2022; abgerufen am 14. Juli 2022.</ref>
Grafing – München-Johanneskirchen
Zwischen Grafing und Trudering behält die Strecke ihren Verlauf bei, es erfolgt jedoch eine Blockverdichtung. Die Truderinger Spange als Teil des Münchner Nordrings soll zweigleisig ausgebaut werden. Die Strecke verläuft dann viergleisig weiter über Daglfing bis Johanneskirchen. Mit dem Ausbau auf mehr Gleise sind jeweils auch Trassenänderungen verbunden.
Baufortschritt
Baumkirchen – Radfeld
Der Abschnitt Kundl – Baumkirchen<ref name="Trassenverlauf 1">Siehe auch: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Trassenverlauf des 1. Abschnittes ( vom 6. Juli 2011 im Internet Archive) (PDF; 2,5 MB; auf der BEG-Website).</ref> wurde am 26. November 2012 eröffnet. Die Kosten für den ersten Bauabschnitt beliefen sich auf 2,358 Mrd. Euro.<ref name="tt-2011-12-16" /> Die Länge der neuen Strecke beträgt 40 km, wovon 34,5 km in Tunneln und Wannen verlaufen.<ref name="öbb-2012-11-26-a" />
Das Kernstück dieses Abschnitts, der knapp 16 Kilometer lange Münsterertunnel Radfeld – Jenbach, wurde 2006 bis 2009 aufgefahren<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Erste Tunnelbohrmaschine für die Unterinntalbahn. ( vom 3. September 2014 im Internet Archive) ÖBB News, 19. Dezember 2006</ref> und mit seiner Fertigstellung zum damals längsten Tunnel in Österreich. Während des Baus war dieser Tunnel in mehrere Abschnitte unterteilt, den 11,5 Kilometer langen Abschnitt Radfeld – Wiesing und den 4,5 km langen Bereich Wiesing – Jenbach.
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Fertiger Rohbau der Galerie Terfens
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Blick nach Westen zwischen Kundl und Radfeld: abgetragener Bestand rechts, Neubau als vorübergehende Betriebsstrecke links
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Tunnelbaustelle bei Radfeld
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Verknüpfung Stans, Blick nach Osten auf den Münsterertunnel
- Mittelgleise: Neubaustrecke,
- Außengleise: seit 15. August 2011 angepasste Bestandsstrecke -
Neue Bestandsstrecke mit Hst. Stans, im Hintergrund alte Bestandsstrecke
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Alte Bestandsstrecke mit ehemaliger Hst. Stans
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Teilweise abgetragene alte Bestandsstrecke, östlich von Stans
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Blick nach Osten bei Stans: Altbestand links, Neubestand rechts mit provisorischem Anschluss
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Dieselbe Stelle, vier Monate später: Altbestand links bereits abgebaut
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Dieselbe Stelle, zwei Jahre später: alte Autobahnunterführung verfüllt und begrünt
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Anbindung Baumkirchen:
Die neue Unterinntalbahn taucht hier wieder auf. Geradeaus geht es zur Umfahrung Innsbruck, rechts zur Bestandsstrecke nach Innsbruck Hbf
Radfeld – Schaftenau
Für diesen Abschnitt haben 2016 die Trassensicherung und vertiefende Planung sowie Umweltverträglichkeitsprüfung begonnen.<ref name="orf-2016-03-10" /><ref name="541Brennerachse" /> Nach der Einreichung der Unterlagen im August 2019 wurde der Bescheid zur Umweltverträglichkeitsprüfung im November 2021 rechtskräftig.<ref>Ausbau Schaftenau – Knoten Radfeld. Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK), abgerufen am 29. November 2021.</ref> Die Einreichung der Detailplanung war für 2022[veraltet]Bitte nutze in Fällen, in denen die Jahreszahl bereits in der Vergangenheit liegt, {{Veraltet}} anstatt {{Zukunft}} geplant.<ref>ÖBB: Nächste Phase für Neubaustrecke Schaftenau-Radfeld. Abgerufen am 29. November 2021.</ref>
Die Österreichischen Bundesbahnen rechneten mit Stand Mai 2025 mit einer Inbetriebnahme im Jahr 2039.<ref>ÖBB Rahmenplan 2025 – 2030. Österreichische Bundesbahnen, 14. Mai 2025, abgerufen am 16. Mai 2025.</ref>
Stand auf deutscher Seite
Als möglicher Termin für einen Baubeginn in Deutschland wird der Anfang der 2030er Jahre genannt,<ref>Dagmar Bohrer-Glas: Brenner-Nordzulauf: Vier Varianten von Ostermünchen nach Grafing. In: BR24. Bayerischer Rundfunk, 2. Dezember 2021, abgerufen am 2. Dezember 2021.</ref> für eine Fertigstellung 2040.<ref name="infografing" />
Der Ausbau/Neubau „München-Kiefersfelden-Grenze D/A“ ist eines von 13 Infrastrukturprojekten des Deutschlandtakts, die laut dem im November 2021 vorgelegten Koalitionsvertrag der rot-grün-gelben Bundesregierung in Deutschland „beschleunigt auf den Weg“ gebracht und „mit hoher politischer Priorität“ umgesetzt werden sollen.<ref name="koalitionsvertrag-2021">Mehr Fortschritt wagen: Bündnis für Freiheit, Gerechtigkeit, und Nachhaltigkeit. (PDF) Koalitionsvertrag 2021–2025 zwischen der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD), BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN und den Freien Demokraten (FDP). SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FDP, November 2021, S. 13, abgerufen am 30. Dezember 2021.</ref>
Die Pläne der Bahn wurden im Oktober 2024 dem Verkehrsausschuss des Bundestages vorgelegt. Aufgrund des vorzeitigen Endes der rot-grün-gelben Bundesregierung ist dieser aber bis zur Neuwahl zu keinem Ergebnis gekommen. Aktuell ist vorgesehen, die Pläne dem neuen Ausschuss der aktuellen schwarz-roten Bundesregierung im Herbst oder Winter 2025[veraltet]Bitte nutze in Fällen, in denen die Jahreszahl bereits in der Vergangenheit liegt, {{Veraltet}} anstatt {{Zukunft}} vorzulegen.<ref>Durchbruch im Basistunnel, Warten in Bayern. Süddeutsche Zeitung, 16. September 2025, abgerufen am 6. November 2025.</ref>
Zugsicherung
Die neue Unterinntalbahn ist mit dem europäischen Zugbeeinflussungssystem ETCS Level 2 ausgerüstet und ermöglicht damit einen interoperablen grenzüberschreitenden Eisenbahnbetrieb. ETCS Level 2 ging 2012 zwischen Kundl und Baumkirchen in Betrieb.<ref name="sd-108-6-40" /> Die Ausstattung mit Außen-Lichtsignalisierung und punktförmiger Zugbeeinflussung (PZB) dient nur als Rückfallebene. Von 5. Dezember 2013 bis 1. Juli 2015 war die Strecke von 22:00 Uhr und 06:00 Uhr allein dem Güterverkehr vorbehalten und konnte in dieser Zeit ausschließlich mit PZB verwendet werden.<ref>Aktenvermerk - PZB-Rückbau. Schienen Control, abgerufen am 7. Mai 2023.</ref> Grund für diese Maßnahme war, dass damals noch wenige Lokomotiven mit ETCS ausgestattet waren und man eine Umleitung der Güterzüge über die Bestandstrecke aus Lärmschutzgründen vermeiden wollte.
Vier neu errichtete elektronische Stellwerke, die von der Betriebsführungszentrale Innsbruck aus ferngestellt werden, steuern den Bahnbetrieb sowohl auf der Neuen Unterinntalbahn als auch auf der Bahnstrecke Kufstein–Innsbruck.<ref>Eisenbahnsicherungstechnik. ÖBB-Infrastruktur, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 25. April 2014; abgerufen am 9. Januar 2022.</ref>
Siehe auch
Literatur
- Walter Pramstaller: Unterinntalbahn (BEG). In: LYRA. Nr. 1. Tiroler MuseumsBahnen, 2011, S. 7–12.
Weblinks
- Brennernordzulauf. DB Netz, ÖBB-Infrastruktur
- Brennerstrecke Kufstein–Brenner. ÖBB-Infrastruktur
Einzelnachweise
<references responsive> <ref name="beg-2007-10"> Die neue Unterinntalbahn – Eisenbahntechnik auf höchstem Niveau. (PDF; 2,2 MiB) Brenner Eisenbahn GmbH, Oktober 2007, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 27. September 2013; abgerufen am 27. November 2012.</ref> <ref name="öbb-2012-11-26-a"> Neue Unterinntalbahn: Zahlen – Daten – Fakten. (PDF; 141 KiB) ÖBB-Holding, 26. November 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 7. April 2014; abgerufen am 27. November 2012. </ref> <ref name="öbb-2012-11-26-b"> Neue Unterinntalbahn: Highspeed und höchste Sicherheit. (PDF; 166 KiB) ÖBB-Holding, 26. November 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 30. September 2013; abgerufen am 27. November 2012. </ref> <ref name="orf-2016-03-10"> ÖBB investieren 308 Millionen in Tirol. In: orf.at. 10. März 2016, abgerufen am 10. März 2016. </ref> <ref name="sd-108-6-40"> Roman Herunter, Gerhard Fritze: Die EU-Prüfung des GSM-R-Netzes der ÖBB-Infrastruktur AG entsprechend der TSI ZZS. In: Signal + Draht. Band 108, Nr. 6, 2015, ISSN 0037-4997, S. 40–47. </ref> <ref name="tt-2011-12-16"> Die letzte Schiene ist verlegt. In: Tiroler Tageszeitung. 16. Dezember 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 5. Februar 2013; abgerufen am 27. November 2012. </ref> </references>
<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />
Vorlage:Klappleiste/Anfang Eisenbahnen (Normalspur), in Betrieb: Unterinntalbahn | Salzburg-Tiroler-Bahn | Brennerbahn | Arlbergbahn | Außerfernbahn | Mittenwaldbahn | Umfahrung Innsbruck | nicht ausgeführt: Reschenscheideckbahn | in Bau: neue Unterinntalbahn | Brennerbasistunnel
Eisenbahnen (Schmalspur), in Betrieb: Stubaitalbahn | Straßenbahn Innsbruck | Innsbrucker Mittelgebirgsbahn (heute Teil der Straßenbahn Innsbruck) | Zillertalbahn | Wachtlbahn | eingestellt: Kufstein–Schwoich | Lokalbahn Innsbruck–Hall in Tirol
Zahnrad- und Standseilbahnen: Achenseebahn | Hungerburgbahn | Panoramabahn Kaiser Maximilian | Olympiabahn | Standseilbahn Rosshütte | Gletscherexpress | eingestellt: Alte Hungerburgbahn | Hartkaiserbahn Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang Berlin–Bitterfeld–Halle | Bitterfeld–Leipzig | Leipzig/Halle–Nürnberg | Nürnberg–Ingolstadt | Ingolstadt–München | München–Rosenheim | Rosenheim–Kufstein | Kufstein–Innsbruck (SFS) | Umfahrung Innsbruck | Innsbruck–Verona (SFS) | Mailand/Verona–Bologna | Bologna–Florenz | Florenz–Rom | Rom–Neapel | Neapel–Salerno | Salerno–Reggio di Calabria | Brücke über die Straße von Messina | Messina–Fiumetorto | Fiumetorto–Palermo Vorlage:Klappleiste/Ende
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