Paul Weller
Paul Weller (* 25. Mai 1958 in Woking, Surrey, England als John William Weller<ref>Biografie Paul Weller. IMDb.</ref>) ist ein britischer Sänger, Musiker und Komponist, der Ende der 1970er Jahre mit seiner Band The Jam Bekanntheit erlangte. Er gilt gemeinhin als „Godfather of Britpop“<ref>„Godfather of Britpop“ – Paul Weller wird 64. Augsburger Allgemeine, abgerufen am 1. Juli 2023.</ref> und Ikone der Mod-Bewegung.<ref name="Oehmsen" />
Leben
Paul Weller wurde bekannt als Sänger und Gitarrist der englischen Band The Jam (1972–1982).<ref>The Jam. Discogs, abgerufen am 28. Juni 2023.</ref> Nach deren Auflösung gründete er zusammen mit Mick Talbot die Band The Style Council (1983–1989), später ergänzt um den Schlagzeuger Steve White.<ref>The Style Council Musik. Discogs, abgerufen am 28. Juni 2023.</ref> Seit 1992 arbeitet er als Solokünstler<ref>Paul Weller. Discogs, abgerufen am 28. Juni 2023.</ref>; seine bekanntesten Soloalben sind Wild Wood<ref>Paul Weller – Wild Wood. Discogs, abgerufen am 28. Juni 2023.</ref> (1993) und Stanley Road<ref>Paul Weller – Stanley Road. Discogs, 1995, abgerufen am 28. Juni 2023.</ref> (1995), das in Großbritannien Vierfach-Platin-Status errang.<ref>Musikdatenbank - Musiker. Radio Swiss Pop, abgerufen am 28. Juni 2023.</ref>
Die weiteren Veröffentlichungen waren nicht mehr ganz so erfolgreich, erreichten im Vereinigten Königreich aber weiterhin gute Chartplatzierungen.<ref>Chart Entries. tsort.info</ref> 2004 erschien das Album Studio 150<ref>Paul Weller – Studio 150. Discogs, 2004, abgerufen am 28. Juni 2023.</ref>, das ausschließlich aus Coverversionen bestand. Mit seinem 2005 veröffentlichten Album As Is Now<ref>Paul Weller – As Is Now. Discogs, 2005, abgerufen am 28. Juni 2023.</ref> lieferte Weller wieder Eigenkompositionen, die durchgängig sehr gute Kritiken erhielten.
Bei den BRIT Awards 2006 wurde Paul Weller für seine „Outstanding Contribution to British Music“ geehrt. Der Preis gilt als die höchste Auszeichnung, die die britische Plattenindustrie vergeben kann.<ref>Paul Weller: Modfather, Modestyler, Britpop-Ikone. In: Spiegel Online. 26. Februar 2019, abgerufen am 28. Juni 2023.</ref> 2009 wurde Paul Weller als bester männlicher Solokünstler erneut mit einem BRIT Award ausgezeichnet.<ref name="Oehmsen">Heinrich Oehmsen: Paul Weller: Man nennt ihn „Modfather“. Hamburger Abendblatt, 13. Dezember 2012, abgerufen am 28. Juni 2023.</ref>
Paul Weller ist wegen seiner oftmals harschen Kritik am britischen Establishment – er war schon in den 1980er Jahren einer der schärfsten Kritiker der Fuchsjagd<ref>Paul MacInnes: Readers recommend songs about hunting: The results. In: The Guardian. 5. August 2010 (theguardian.com [abgerufen am 28. Juni 2023]).</ref> –, seiner scharfzüngigen, öffentlich geäußerten Kommentare zu den Missständen in seinem Heimatland, wegen seiner radikalpazifistischen Ansichten und wegen seiner kompromisslos sozialistisch geprägten politischen Meinung in Großbritannien nicht unumstritten. In den 1980er Jahren gründete er gemeinsam mit Billy Bragg das Projekt „Red Wedge“, dessen Ziel es war, Jugendliche für (sozialdemokratische) Politik und politisches Engagement zu interessieren.<ref>Red Wedge – Essay – Back to the future: 1979–1989. National Library Scotland, abgerufen am 28. Juni 2023.</ref>
Für die englische Traditionsmarke Fred Perry entwarf er Polohemden. Sie erinnern an Shirts, die Weller in den 1970er Jahren als Mitglied von The Jam trug. Hergestellt werden die limitierten Modelle auf den Original-Webstühlen von damals.<ref>Dave B: Paul Weller Designs A Brand New Ltd. Fred Perry Shirt! In: Paul Weller News! 1. April 2008, abgerufen am 28. Juni 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Für Pretty Green, das Modelabel des befreundeten Sängers Liam Gallagher, entwarf Paul Weller 2011 seine erste eigene Kollektion.<ref>Condé Nast: Personal Style: Paul Weller. In: gq-magazine.co.uk. 13. Februar 2014, abgerufen am 28. Juni 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Von 1985 bis 1998 war Weller mit der britischen Sängerin Dee C Lee verheiratet, die von 1982 bis 1983 für Wham! und von 1985 bis 1987 für The Style Council die Backing-Vocals sang.<ref>Meet Paul Weller’s family here. In: Hello Magazine. 19. Juni 2021, abgerufen am 28. Juni 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Weller und Lee haben gemeinsam einen Sohn (Natt) und eine Tochter (Leah). Eine weitere Tochter (Dylan) geht aus der Kurzzeitbeziehung mit der Visagistin Lucy hervor.<ref>Paul Weller: Sein erster Enkel ist da. RTL, 7. September 2021, abgerufen am 28. Juni 2023.</ref> Zwei weitere Kinder verbinden ihn mit Samantha Stock, mit der Weller von Mitte der 1990er Jahre bis 2008 liiert war.<ref>Paul Weller breaks up with partner of 13 years… and moves in with backing singer less than half his age. In: dailymail.co.uk. 13. Dezember 2008, abgerufen am 28. Juni 2023.</ref> Im September 2010 heiratete Weller Hannah Andrews, die als Backing-Sängerin auf dem Album 22 Dreams zu hören ist.<ref>Paul Weller hat geheiratet! Universal Records, 2010, abgerufen am 28. Juni 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das Paar hat Zwillings-Söhne (* 2012) und eine Tochter (* 2017).<ref>Jennifer Ruby: Paul Weller welcomes daughter Nova as he becomes father for eighth time. standard.co.uk, 12. Juli 2017.</ref>
Im September 2025 trat Paul Weller bei dem Konzert Together for Palestine in der Londoner OVO Arena Wembley auf, dessen Umsatz vollständig an palästinensische Hilfsorganisationen geflossen sei.<ref>Zahlreiche Stars bei "Together for Palestine". In: Stern. 18. September 2025, abgerufen am 8. Februar 2026.</ref><ref>Andreas Borcholte: (S+) »Together for Palestine«-Konzert in London: Ein Konflikt, den selbst Pop nicht vereinfachen kann. In: Der Spiegel. 18. September 2025, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 8. Februar 2026]).</ref><ref>Michael Hann: Together for Palestine concert: Benedict Cumberbatch, Damon Albarn and Neneh Cherry take stage at galvanising and star-studded gig for Gaza. In: The Guardian. 18. September 2025, ISSN 0261-3077 (theguardian.com [abgerufen am 8. Februar 2026]).</ref>
Diskografie
Aufgezählt werden hier nur die Soloveröffentlichungen ab 1992. Die Veröffentlichungen mit The Jam und Style Council sind in den jeweiligen Bandartikeln zu finden. Vorlage:Eingebundene Diskografie
Weblinks
- Offizielle Website
- Ausführliches biografisches Essay in Telepolis
- Paul Weller bei AllMusic (englisch)Vorlage:Abrufdatum
- Paul Weller bei Discogs
Belege
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Weller, Paul |
| ALTERNATIVNAMEN | Weller, John William (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | britischer Musiker |
| GEBURTSDATUM | 25. Mai 1958 |
| GEBURTSORT | Woking, Surrey, England |