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Dionysia

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Dionysia
Datei:Dionysia aretioides1.jpg

Dionysia aretioides

Systematik
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Ordnung: Heidekrautartige (Ericales)
Familie: Primelgewächse (Primulaceae)
Unterfamilie: Primuloideae
Gattung: Dionysia
Wissenschaftlicher Name
Dionysia
Fenzl

Dionysia ist eine Pflanzengattung in der Familie der Primelgewächse (Primulaceae).

Beschreibung

Datei:Botanischer Garten München-Nymphenburg 2017 51.jpg
Habitus von Dionysia tapetodes

Vegetative Merkmale

Dionysia-Arten wachsen als Halbsträucher mit verholzter Basis. Sie bilden lockere Kissen und Büsche oder dichte Polster aus. Die Sprossachsen sind verzweigt. Bei manchen Arten werden Blattquirle an den Nodien ausgebildet. Meist bilden die Laubblätter aber endständige Rosetten. Die Laubblätter sind sehr unterschiedlich ausgebildet, von winzig kleinen bis primelartigen, meist wechselständigen bis zu in Knäueln stehenden. Bei einigen Arten werden zwei verschiedene Blatttypen ausgebildet: Die an den blühenden Trieben sind kleiner und stark revolut, die an den vegetativen Trieben sind größer und flach.

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von Januar bis Mai. Der Blütenstand kann bei den einzelnen Arten stark variieren. Entweder ist er langschäftig mit mehreren Quirlen oder kurzschäftig mit nur einem Quirl oder einer Einzelblüte. Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig mit einer doppelten Blütenhülle. Es sind fünf Kelchblätter vorhanden. Die fünf Kronblätter sind oft mit einer langen Kronröhre verwachsen. Die Kapselfrucht enthält ein bis vier Samen.

Verbreitung und Systematik

Die Gattungsname Dionysia wurde durch Eduard Fenzl aufgestellt. Der Gattungsname Dionysia leitet sich von dem griechischen Gott des Weines, Dionysos, ab. Nach molekulargenetischen Untersuchung gehören die Arten der Gattung Dionysia in die Gattung Primula eingegliedert, damit diese monophyletisch ist.<ref name="Triftad2002" /><ref name="Kovtonyuk2009" /><ref name="GRIN" /> Doch wird dies kontrovers diskutiert. Möglicherweise wurden manche Dionysia-Arten wie etwa Dionysia diapensiaefolia Boiss. im Mittelalter als Pes columbinus („Taubenfuß“) und Amomum (arabisch Hamama)<ref>Otto Beßler: Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart. Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 212 (zu Pes columbinus – duben fuße).</ref> bezeichnet.

Die Gattung Dionysia beinhaltet etwa 41 Arten, die in der Türkei, in Iran, Afghanistan, West-Pakistan, Tadschikistan und Oman beheimatet sind:<ref name="Triftad2002" /><ref name="Kovtonyuk2009" /><ref name="GRIN" />

Quellen

Literatur

  • Hans Simon (Hrsg.): Die Freiland-Schmuckstauden. Handbuch und Lexikon der Gartenstauden. Begründet von Leo Jelitto, Wilhelm Schacht. 5. völlig neu bearbeitete Auflage. Band 2: I bis Z, Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2002, ISBN 3-8001-3265-6.

Einzelnachweise

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Kovtonyuk2009"> N. K. Kovtonyuk, A. A. Goncharov: Phylogenetic relationships in the genus Primula L. (Primulaceae) inferred from the ITS region sequences of nuclear rDNA. In: Russian Journal of Genetics. Volume 45, Number 6, Juni 2009, S. 663–670. doi:10.1134/S1022795409060052. </ref> <ref name="Triftad2002"> Ida Triftad, Mari Källersjöb, Arne A. Anderberg: The Monophyly of Primula (Primulaceae) Evaluated by Analysis of Sequences from the Chloroplast Gene rbcL. In: Systematic Botany. Volume 27, Issue 2, 2002, S. 396–407. doi:10.1043/0363-6445-27.2.396. </ref> </references>

Weblinks

Commons: Dionysia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien