Dillheim
Dillheim Gemeinde Ehringshausen
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(892)&title=Dillheim 50° 36′ N, 8° 22′ O
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| Höhe: | 200 m ü. NN | |||||
| Fläche: | 2,84 km²<ref name="DF" /> | |||||
| Einwohner: | 892 (30. Juni 2017)<ref name="DF">Gemeinde Ehringshausen und Ortsteile. In: Webauftritt. Gemeinde Ehringshausen, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen im Februar 2019.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 314 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 31. Dezember 1970 | |||||
| Postleitzahl: | 35630 | |||||
| Vorwahl: | 06443 | |||||
Lage von Dillheim in Ehringshausen
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Dillheim ist ein Ortsteil der Gemeinde Ehringshausen im mittelhessischen Lahn-Dill-Kreis.
Geografie
Die Ortschaft liegt auf einer Anhöhe des Himmbergs oberhalb des Dilltals, am Westrand des Gladenbacher Berglands. Dillheim ist inzwischen mit dem Kernort Ehringshausen, der südöstlich liegt, zusammengewachsen. Den markantesten Punkt bildet der Kirchplatz mit der Evangelischen Pfarrkirche auf einem Felssporn.
Geschichte
Ortsgeschichte
Das Dorf wurde erstmals im Jahr 1226 als Dilnheim im Zusammenhang mit der dort befindlichen Pfarrei urkundlich erwähnt.<ref name="lagis" /> Zum großen Dillheimer Kirchspiel mit zwölf Dörfern gehörte auch das etwa fünf Kilometer entfernt liegende Edingen.<ref>Geschichtliches. Gemeinde Ehringshausen, abgerufen im Februar 2024.</ref> Der Ort besaß auch ein Centgericht, das wohl als Gerichtsbezirk etwa die gleiche Ausdehnung wie das Kirchspiel hatte.
Dillheim kam schließlich in den Besitz der Grafen von Solms-Greifenstein und gehörte zu deren Amtsbezirk Greifenstein. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde der Ort preußisch und Teil der Bürgermeisterei zu Aßlar.
Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Dillheim auf freiwilliger Basis zum 31. Dezember 1970 nach Ehringshausen eingegliedert.<ref>Eingliederung der Gemeinde Dillheim in die Gemeinde Ehringshausen, Landkreis Wetzlar vom 6. Januar 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 4, S. 143, Punkt 190 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 6,3 MB]).</ref> Für Dillheim wurde wie für alle nach Ehringshausen eingegliederten Gemeinden und die Kerngemeinde wurde ein Ortsbezirk eingerichtet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 125 kB) § 5. In: Webauftritt. Gemeinde Ehringshausen, abgerufen im Februar 2024.</ref> Sitz der Gemeindeverwaltung ist Ehringshausen.
Verwaltungsgeschichte im Überblick
Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Dillheim angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
- vor 1806: Heiliges Römisches Reich, Fürstentum Solms-Braunfels, Anteil der Grafschaft Solms, Amt Greifenstein
- ab 1806: Herzogtum Nassau, Amt Greifenstein<ref group="Anm.">1815: Abtrennung der Justiz (standesherrliches Justizamt Greifenstein).</ref>
- ab 1816: Königreich Preußen, Provinz Großherzogtum Niederrhein, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Braunfels<ref name="PR"/>
- ab 1822: Königreich Preußen, Rheinprovinz, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Wetzlar<ref group="Anm.">1848: Endgültige Trennung zwischen Justiz (Kreisgericht Wetzlar) und Verwaltung.</ref>
- ab 1866: Norddeutscher Bund, Königreich Preußen, Rheinprovinz, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Wetzlar
- ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Rheinprovinz, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Wetzlar
- ab 1918: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Rheinprovinz, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Wetzlar
- ab 1932: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Wetzlar
- ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Nassau, Kreis Wetzlar
- ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Wetzlar
- ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Wetzlar
- ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Wetzlar
- ab 1968: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Wetzlar.
- ab 1970: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Wetzlar, Gemeinde Ehringshausen
- ab 1977: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Lahn-Dill-Kreis, Gemeinde Ehringshausen
- ab 1981: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Gießen, Lahn-Dill-Kreis, Gemeinde Ehringshausen
Bevölkerung
Einwohnerstruktur 2011
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Dillheim 846 Einwohner. Darunter waren 81 (9,6 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 168 Einwohner unter 18 Jahren, 384 zwischen 18 und 49, 147 zwischen 50 und 64 und 147 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 342 Haushalten. Davon waren 84 Singlehaushalte, 96 Paare ohne Kinder und 132 Paare mit Kindern, sowie 27 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 69 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 237 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />
Einwohnerentwicklung
| Dillheim: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2017 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1834 | 186 | |||
| 1840 | 199 | |||
| 1846 | 230 | |||
| 1852 | 222 | |||
| 1858 | 227 | |||
| 1864 | 237 | |||
| 1871 | 225 | |||
| 1875 | 232 | |||
| 1885 | 246 | |||
| 1895 | 261 | |||
| 1905 | 289 | |||
| 1910 | 297 | |||
| 1925 | 312 | |||
| 1939 | 339 | |||
| 1946 | 463 | |||
| 1950 | 477 | |||
| 1956 | 445 | |||
| 1961 | 433 | |||
| 1967 | 565 | |||
| 1970 | 858 | |||
| 1980 | ? | |||
| 1990 | ? | |||
| 2000 | ? | |||
| 2011 | 846 | |||
| 2014 | 926 | |||
| 2017 | 892 | |||
| Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />; Gemeinde Ehringshausen<ref name="DF" /> | ||||
Historische Religionszugehörigkeit
| • 1834: | 186 evangelische Einwohner<ref name="lagis" /> |
| • 1961: | 370 evangelische (= 85,45 %), 62 katholische (= 14,32 %) Einwohner<ref name="lagis" /> |
Politik
Für Dillheim besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Dillheim) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung.<ref name="HS" /> Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 47,79 %. Dabei wurden gewählt: ein Mitglied der CDU und je zwei Mitglieder der SPD und der „Freien Wählergemeinschaft Ehringshausen“ (FWG).<ref>Ortsbeiratswahl Dillheim. In: Votemanager. Gemeinde Ehringshausen, abgerufen im Februar 2024.</ref> Der Ortsbeirat wählte Stefan Wahl (FWG) zum Ortsvorsteher.<ref>Ortsbeirat Dillheim. In: Bürgerinformationssystem. Gemeinde Ehringshausen, abgerufen im Februar 2024.</ref>
Kulturdenkmäler
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Ehemaliges Back- und Gemeindehaus
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Hofanlage mit Scheune
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Alte Postkartenansicht
Trivia
Da sich der Friedhof von Ehringshausen innerhalb der Gemarkung von Dillheim befindet, gibt es die Redensart, dass jeder Ehringshäuser mindestens einmal (im Leben) nach Dillheim kommen muss, auch wenn er dann getragen wird.
Literatur
Weblinks
- Gemeinde Ehringshausen und Ortsteile. In: Webauftritt. Gemeinde Ehringshausen
- Dillheim, Lahn-Dill-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
Anmerkungen und Einzelnachweise
Anmerkungen <references group="Anm." />
Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">Dillheim, Lahn-Dill-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 8. Juni 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).</ref> <ref name="PR"> Vorlage:BibOCLC </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,0 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 12 und 56, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020. </ref> </references>
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