Lehelitz
Lehelitz Gemeinde Krostitz
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(30)&title=Lehelitz 51° 28′ N, 12° 28′ O
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| Fläche: | 35 ha | |||||
| Einwohner: | 30 (2015)<ref>Lehelitz, Krostitz, Sachsen, Deutschland. In: de.city-facts.com. Abgerufen im November 2025.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 86 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 20. Juli 1950 | |||||
| Postleitzahl: | 04509 | |||||
| Vorwahl: | 034295 | |||||
Lage von Lehelitz in Sachsen
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Lehelitz ist ein Ortsteil der Gemeinde Krostitz im sächsischen Landkreis Nordsachsen in Deutschland.
Geografie
Lehelitz liegt nördlich des Hauptortes Krostitz zwischen den Städten Eilenburg und Delitzsch. Der Ort liegt an keiner klassifizierten Straße, jedoch gibt es Ortsverbindungen nach Krostitz und zur Bundesstraße 2, die westlich am Ort vorbeiführt. In der Flur von Lehelitz liegt die Ortswüstung Seereisen.
Geschichte
Lehelitz ist von der Siedlungsform her ein Straßendorf. Der Ort gehörte bis 1815 zum kursächsischen Amt Delitzsch.<ref>Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 56 f.</ref> Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kam er zu Preußen und wurde 1816 dem Kreis Delitzsch im Regierungsbezirk Merseburg der Provinz Sachsen zugeteilt, zu dem er bis 1952 gehörte.<ref>Der Landkreis Delitzsch im Gemeindeverzeichnis 1900. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. September 2024; abgerufen am 16. August 2025.</ref>
Am 20. Juli 1950 wurde die Landgemeinde Lehelitz nach Krostitz eingemeindet und ist seither ein Ortsteil der Gemeinde.<ref name="2VO-LSA-1950" /> Im Zuge der Kreisreform in der DDR von 1952 wurde Krostitz mit Lehelitz dem neu zugeschnittenen Kreis Delitzsch im Bezirk Leipzig zugeteilt, welcher 1994 im Landkreis Delitzsch aufging.
Einwohnerentwicklung
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1818 | 127 |
| 1880 | 143 |
| 1895 | 149 |
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1925 | 139 |
| 1939 | 144 |
| 1946 | 202 |
Die Einwohnerzahl von Lehelitz lag 1818 bei etwas über 100. 1895 gab es mit 149 einen kleinen Ausschlag. Bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges stieg die Einwohnerzahl auf knapp 140. Nach Ende des Krieges stieg die Einwohnerzahl stark an. 1946 lebten knapp über 200 Einwohner in Lehelitz.<ref>Angaben zur Geschichte von Lehelitz im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen</ref>
Religion
In Lehelitz steht keine Kirche. Vor der Reformation gehörte Lehelitz zur Pfarrei Hohenleina im Archidiakonat Halle/S. des Erzbistums Magdeburg.<ref>Rudolf Joppen: Das Erzbischöfliche Kommissariat Magdeburg. Band 31, Teil 11, Die Zeit von der Potsdamer Konferenz bis zur Gründung der Deutschen Demokratischen Republik 1945–1949. St. Benno Verlag, Leipzig 1989, S. 129.</ref>
Evangelisch-lutherische Einwohner gehören heute zum Kirchspiel Krostitz im Kirchenkreis Torgau-Delitzsch der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.
Durch die Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa infolge des Zweiten Weltkriegs war die Zahl der Katholiken im Raum zwischen Eilenburg und Delitzsch so stark angestiegen, dass Behlitz eine Seelsorgestelle der Pfarrei Eilenburg wurde und am 8. Dezember 1945 einen eigenen Geistlichen bekam. Die katholischen Gottesdienste fanden in Behlitz in der evangelischen Dorfkirche statt, zur Errichtung eines katholischen Gotteshauses kam es in Behlitz nicht. Am 1. November 1947 wurde die Seelsorgestelle Behlitz zur Kuratie erhoben. 1954 wurde ein Baugrundstück in Hohenleina gekauft. Die dort geplante Aufstellung einer Kirchenbaracke, die der Kuratie Behlitz vom Erzbistum Paderborn, zu dem die Kuratie damals gehörte, angeboten wurde, wurde von den Behörden der DDR verhindert. Daher wurde am 1. Juli 1965 das Grundstück in Hohenleina gegen ein Grundstück in Lehelitz getauscht, und am 9. November 1965 wurde die Kuratie Behlitz nach Lehelitz transferiert. Lehelitz war damals die Ortschaft mit den meisten Katholiken in der Kuratie Behlitz. Am 3. Juli 1965 begannen in Lehelitz der Bau der Fertigteilkirche und des Pfarrhauses. Im November 1966 war die Kirche fertiggestellt,<ref>Eine Kirche, die jahrelang auf dem Acker lag. In: Tag des Herrn. Ausgabe 28/1997 vom 13. Juli 1997, S. 17.</ref> sie trug des Patrozinium Maria Königin. Am 8. Oktober 1967 folgte die Kirchweihe durch Weihbischof Friedrich Maria Rintelen.<ref>Rudolf Joppen: Das Erzbischöfliche Kommissariat Magdeburg. Band 31, Teil 11, Die Zeit von der Potsdamer Konferenz bis zur Gründung der Deutschen Demokratischen Republik 1945–1949. St. Benno Verlag, Leipzig 1989, S. 129–133.</ref> Vom 1. November 2007 an gehörte die Kuratie Lehelitz zum damals gegründeten Gemeindeverbund Bad Düben – Delitzsch – Eilenburg – Löbnitz – Lehelitz,<ref>Gründung des Gemeindeverbundes auf Internetpräsenz des Bistums Magdeburg, abgerufen am 31. März 2016.</ref> aus dem am 2. Mai 2010 die heutige Pfarrei St. Klara Delitzsch entstand.<ref>St. Klara Delitzsch: Auf dem Weg zur neuen Pfarrei. In: Tag des Herrn. Ausgabe 18/2010 vom 2. Mai 2010, S. 9.</ref> Am 8. Oktober 2011 wurde die Kirche wieder geschlossen, das Kirchengebäude wurde verkauft und zu einer Reifenwerkstatt umgebaut.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geschichte der Kirche auf Internetpräsenz der Pfarrei Delitzsch ( vom 31. März 2016 im Internet Archive)</ref><ref>Kirchenschließung auf Internetpräsenz der Leipziger Volkszeitung (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2026. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot, abgerufen am 31. März 2016.</ref>
Kultur
Jährlich am ersten Juliwochenende findet in Lehelitz ein Volksfest namens Lechelzer Abbels, der Lehelitzer Ablassmarkt, statt. Dieser Brauch geht auf eine Sage aus dem 14. Jahrhundert zurück.<ref>Informationen zum Lehelitzer Ablassmarkt auf den Seiten der Gemeinde Krostitz</ref>
Weblinks
- Lehelitz im Historischen Ortsverzeichnis von SachsenVorlage:Abrufdatum
- Lehelitz auf den Seiten der Gemeinde Krostitz
Einzelnachweise
<references> <ref name="2VO-LSA-1950">Zweite Verordnung zum Gesetz zur Änderung der Kreis- und Gemeindegrenzen zum 27. April 1950 (GuABl. S. 161). In: Landesregierung Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Gesetz- und Amtsblatt des Landes Sachsen-Anhalt. Halle (Saale) 5. August 1950, S. 275, Abs. 3 (PDF).</ref> </references>
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