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Barbara

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 14. April 2026 um 04:52 Uhr durch imported>Van.ike (S: Barbara Stauffacher Solomon).
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Barbara ist ein weiblicher Vorname, selten auch Familienname.

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Herkunft und Bedeutung des Namens

Das Wort Barbara ist ein lautmalerisches Wort für die Barbaren, sprich die Fremden, welche für die Griechen unverständliche Worte und Laute benutzten, gleich einem Brabbeln: Brabrabrabara. Das griechische Wort heißt auf Deutsch „die Fremde“, das lateinische barbarus bedeutet entsprechend „fremd, ausländisch, wild“.<ref>Rosa Kohlheim, Volker Kohlheim: Duden. Lexikon der Vornamen. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Zürich 2013, ISBN 978-3-411-04946-2, S. 67.</ref> Der Begriff ist mit dem Sanskrit-Wort barbarāh (Plural) ‚Stammler, Laller‘ zur Bezeichnung fremdartiger Völker verwandt (siehe: Barbar). Zur Verbreitung des Namens hat die Verehrung der heiligen Barbara beigetragen.

Verbreitung

Im ausgehenden 19. Jahrhundert war der Name Barbara mäßig beliebt in Deutschland. Seine Popularität steigerte sich ab Ende der 1920er Jahre. Ende der 1940er und Anfang der 1950er Jahre gehörte der Name in einigen Jahrgängen zu den zehn am häufigsten vergebenen weiblichen Vornamen. Danach nahm die Beliebtheit des Namens wieder ab.<ref>Barbara. In: Beliebte-Vornamen.de. Knud Bielefeld, abgerufen am 3. September 2025.</ref> In den letzten 10 Jahren wurde der Name rund 470 Mal vergeben. Der Name gehört in der Schweiz zu den geläufigen Mädchennamen. Er wird seit 1930 bis heute durchgehend bei der Namenswahl berücksichtigt. Besonders beliebt war der Name von 1959 bis 1981, als er zu den 10 beliebtesten Vornamen zählte. Von 1930 bis 2023 wurde er rund 27.700 Mal vergeben.<ref name=":0">Barbara. In: Baby-Vornamen.de. Baby Vornamen, abgerufen am 3. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In Österreich befand sich der Name Barbara von 1984 bis 1991 in den Top-30. Seit 2004 befindet er sich nicht mehr in den Top-100.<ref>Vornamen der Geborenen. In: STATISTIK AUSTRIA. Bundesanstalt Statistik Österreich, abgerufen am 3. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Von 1984 bis 2023 wurde der Name etwa 8.100 Mal gewählt.<ref name=":0" />

In Ungarn lag der Name von 2000 bis 2007 in den Top-30, seitdem geht seine Beliebtheit zurück.<ref>Popularity in Hungary. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 3. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Name liegt in Polen seit der Jahrtausendwende zwischen Platz 33 und 54.<ref>Popularity in Poland. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 3. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In Slowenien kam der Name von 1992 bis 2012 stets in den Hitlisten vor.<ref name=":0" /> In Tschechien war der Name von 1960 bis 2008 dauerhaft in den Top-200 anzutreffen.<ref>Popularity in Czechia. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 3. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Der Name Barbara lag in Frankreich von Mitte der 1940er Jahre bis kurz nach der Jahrtausendwende stets in den Top-500. Von Ende der 1960er bis Ende der 1970er Jahre befand er sich sogar in den Top-100.<ref>Popularity in France. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 3. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In den Niederlanden kommt der Name seit 1930 regelmäßig in den Hitlisten vor. Seine Hochphase hatte er zwischen Mitte der 1960er bis Ende der 1970er Jahre. Insgesamt wurde er von 1930 bis 2023 circa 14.000 Mal gewählt. Der Name kommt in Belgien seit 1995 fast jedes Jahr in der Namensgebung vor, er ist aber nicht sonderlich beliebt.<ref name=":0" />

In den nordischen Ländern Dänemark, Norwegen und Schweden ist die Vergabe bereits seit dem 14. und 15. Jahrhundert nachgewiesen.<ref>Barbara. In: Nordicnames.de. Judith Ahrholdt, abgerufen am 3. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Der Name wird in England seit 1996 jährlich vergeben. Auch in Schottland wird er seit 1974 fast jedes Jahr berücksichtigt. In Irland gehörte der Name von 1964 bis 1981 zu den 100 beliebtesten Mädchennamen. Danach ging seine Popularität zurück.<ref name=":0" /> Der Vorname befindet sich in den USA seit 1880 jedes Jahr in den Vornamenscharts der Top-1000. Von 1927 bis 1958 lag er durchgehend in den Top-10. Danach ging seine Beliebtheit stetig zurück.<ref>Popularity in the United States. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 3. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Name befand sich in Kanada von 1920 bis Ende der 1970er Jahre dauerhaft in den Top-100. Zwischen 1929 und 1956 belegte er sogar stets einen Platz in den Top-10.<ref>Popularity in Canada. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 3. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In Australien lag der Name von 1952 bis Ende der 1960er Jahre in den Top-100.<ref>Popularity in Australia (NSW). In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 3. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Varianten

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Weitere:
Baba, Babe, Babi, Babina, Babra, Babs, Bäbs, Babschi, Babsi, Bäbsi, Babsili, Babsl, Babsy, Baby, Bacha, Baha, Bar, Barb, Barbarella, Barbarina, Barbarita, Barbel, Barbet(h)a, Barbi, Bärbi, Bärbla, Barby, Bari, Bobbel, Bobbie, Bobsi, Wara, Wawa, Wetl, Wetty, Barbossa, Bimbolina, Baronella

Namenstag

4. Dezember, „Barbaratag

Bekannte Namensträgerinnen

Vorname

Barbara

A
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Bárbara

Barbra

  • Barbra Banda (* 2000), sambische Fußballspielerin und ehemalige Boxerin
  • Barbra Fontana (* 1965), US-amerikanische Beachvolleyballspielerin
  • Barbra Lica (* 1988), kanadische Jazzsängerin und Songwriterin
  • Barbra Ring (1870–1955), norwegische Schriftstellerin und Literaturkritikerin
  • Barbra Streisand (* 1942), US-amerikanische Sängerin und Schauspielerin

Familienname

Künstlername

  • Ana Bárbara (* 1971), mexikanische Sängerin, Schauspielerin und Model
  • Barbara (1930–1997), französische Chanson-Sängerin und -Komponistin
  • Barbara, deutsche Streetart- und Aktionskünstlerin

Fiktive Namensträgerinnen

Schiffsnamen

  • Barbara (1908): Die zwischen England und den Niederlanden verkehrende britische Fähre hieß zunächst Munich, dann St. Denis. Sie wurde 1940 von der Wehrmacht und auch nach dem Zweiten Weltkrieg als Wohnschiff Barbara genutzt.
  • Barbara (1915): Das Schiff diente zuerst als britischer Minensucher Zinnia im Ersten Weltkrieg, anschließend als Fischereischutzschiff in Belgien und wurde nach der Beschlagnahme durch die Deutschen 1940 zum Flakschulschiff Barbara umgebaut.
  • Barbara (1926): Die Barbara war ein 1926 gebautes deutsches Frachtschiff und das zweite Schiff, das mit Flettner-Rotoren ausgerüstet wurde.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Wiktionary: Barbara – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

ksh:Barbaradaach