Zum Inhalt springen

Echternacher Meister

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 16. Dezember 2023 um 00:21 Uhr durch imported>InternetArchiveBot (InternetArchiveBot hat 1 Archivlink(s) ergänzt und 0 Link(s) als defekt/tot markiert.) #IABot (v2.0.9.5).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Coperta del codex aureus, treviri, 985-987, 02.JPG
Einband des Codex aureus Epternacensis, des Evangeliar von Echternach, mit der Elfenbeintafel des Christus in der Mitte

Als Echternacher Meister wird ein im frühen 10. Jahrhundert tätiger frühromanischer Elfenbeinschnitzer bezeichnet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Echternacher Meister (Memento des Vorlage:IconExternal vom 22. Dezember 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.beyars.com. In: P. W. Hartmann: Das grosse Kunstlexikon. BeyArs 1996.</ref> Er schuf wohl in einer Klosterwerkstätte die aus Elfenbein geschnitzte Tafel des Einbandes des Evangeliars von Echternach.

Sein Werk ist ein Beispiel dafür, wie sich unter der Herrschaft der Ottonen die Kunst von den in der karolingischen Zeit bevorzugten spätantiken römischen Vorbildern löst und unter dem Einfluss byzantinischer Formensprache<ref>vgl. z. B. A. M. Cust: The Ivory-workers of the Middle Ages. Bell and Sons, 1902, S. 120 (englisch)</ref> eine eigenständige, strengere, einfachere Richtung entwickelt<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ottonische Kunst (Memento des Vorlage:IconExternal vom 22. Januar 2020 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.beyars.com. In: P. W. Hartmann: Das grosse Kunstlexikon. BeyArs 199.6</ref>. Bei diesem Stilwandel orientieren sich die bildschnitzenden Künstler wie der Echternacher Meister an der Buchmalerei ihrer Zeit, so z. B. den Miniaturen der Reichenauer Schule<ref> D. H. Turner: Early Gothic Illuminated Manuscripts in England. British Museum 1965 (englisch)</ref> oder dann auch denen der Echternacher Malerschule selbst.

Werke (Auswahl)

  • Kreuzigung Christi mit Longinus. Buchdeckel aus Elfenbein, Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum
  • Thronender Christus mit vier Evangelisten. Buchdeckel aus Elfenbein, Berlin, Staatliche Museen, Preußischer Kulturbesitz

Literatur

  • Uwe Geese: Mittelalterliche Skulptur in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Imhof, Petersberg 2007, ISBN 978-3-86568-153-9, (Imhof-Kulturgeschichte), S. 22 ff.
  • Hardo Hilg: Die Handschriften des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg. Band 2: Die lateinischen mittelalterlichen Handschriften. Teil 2: Hs 22922-198390. Anhang. Harrassowitz, Wiesbaden 1986, ISBN 3-447-02600-6, HS 156122.
  • Hans Jantzen: Ottonische Kunst. Münchner Verlag, München 1947.
  • Karl Oettinger: Der Elfenbeinschnitzer des Echternacher Codex Aureus und die Skulptur unter Heinrich III. (1039–56). In: Jahrbuch der Berliner Museen. Neue Folge Band 2, 1960, ISSN 0075-2207, S. 34–54.
  • Wilhelm Vöge: Ein deutscher Schnitzer des 10. Jahrhunderts. In: Jahrbuch der preussischen Kunstsammlungen. Band 20, 1899, ZDB-ID 217867-9, S. 117–124; wiederabgedruckt in: Erwin Panofsky (Hrsg.): Bildhauer des Mittelalters. Gesammelte Studien von Wilhelm Vöge. Gebr. Mann, Berlin 1958, S. 1–10.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />