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Hundsrauken

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Hundsrauken
Datei:Erucastrum nastutiifolium ENBLA01.jpg

Erucastrum nasturtiifolium

Systematik
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Kreuzblütlerartige (Brassicales)
Familie: Kreuzblütler (Brassicaceae)
Tribus: Brassiceae
Gattung: Hundsrauken
Wissenschaftlicher Name
Erucastrum
C.Presl

Die Hundsrauken (Erucastrum) bilden eine Pflanzengattung, die zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) gehört.

Beschreibung

Datei:Erucastrum lamarckii Sturm36.jpg
Illustration der Französischen Hundsrauke (Erucastrum gallicum)
Datei:Erucastrum gallicum sl9.jpg
Französische Hundsrauke (Erucastrum gallicum)

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Vegetative Merkmale

Hundsrauken-Arten wachsen als einjährige bis ausdauernde krautige Pflanzen mit Wuchshöhen von 30 bis 80 Zentimetern. Sie besitzen einfache Trichome oder sind unbehaart. Während die unteren, bodennahen Blätter versetzt angeordnet sind, setzen höher ausgebildete Blätter beidseitig am Stängel an. Die Blattspreite ist einfach bis gelappt.

Generative Merkmale

Die Blüten stehen in endständigen traubigen Blütenständen zusammen.

Die zwittrigen Blüten sind vierzählig. Die Farbe der vier Blütenkronblätter reicht von kräftigem gelb über hellgelb bis weiß und zu grünlich. Der Griffel endet in einer kopfigen oder zweiästigen Narbe. Es werden meist vierkantige Schoten mit zwei gekielten Klappen ausgebildet, in denen die eiförmigen bis länglichen Samen einreihig angeordnet sind.<ref name="FoZimbabwe" />

Verbreitung

Ursprüngliche Hauptverbreitungsgebiete sind das Mittelmeergebiet, Makaronesien sowie Mittel- und Südeuropa. Weitere natürliche Vorkommen findet man im südöstlichen, nordwestlichen und nördlichen Europa, im nördlichen, östlichen und südlichen Afrika,<ref name="FoZimbabwe" /> auf der Arabischen Halbinsel und der Kaukasusregion.<ref name="Warw.2009B"></ref> Heute sind Hundsrauken in weiteren Regionen der Erde Neophyten.

Hundsrauken wachsen vornehmlich an sonnigen und nährstoffreichen Ruderalstandorten.

Systematik

Die Erstveröffentlichung des Gattungsnamens Erucastrum erfolgte 1826 durch Karl Bořiwog Presl in Flora Sicula, Band 1, S. 92.<ref name="Tropicos">Erucastrum. In: Tropicos. Missouri Botanical Garden, abgerufen am 17. Februar 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Ein Synonym ist Kibera <templatestyles src="Person/styles.css" />Adans.<ref name="GRIN" />

Weltweit sind etwa 25 Arten<ref name="GRIN" /><ref name="Warw.2009B" /> bekannt. In Mitteleuropa vorkommende Arten sind:

  • Französische Hundsrauke (Erucastrum gallicum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Willd.) O.E.Schulz): 30–60 cm groß, Blätter fiederlappig mit 4–8 Seitenabschnitten, Blüten gelb, auf Äckern und an Flussufern<ref name="Hundsrauke">BlumeninSchwaben.de</ref>
  • Stumpfkantige Hundsrauke oder Brunnenkressenblättrige Hundsrauke (Erucastrum nasturtiifolium <templatestyles src="Person/styles.css" />(Poir.) O.E.Schulz): 40–80 cm groß, Blätter fiederlappig mit 4–8 stumpfen Seitenabschnitten, Blüten gelb, auf Äckern und Schutt<ref name="Hundsrauke" />

Die weiteren Arten sind:

  • Erucastrum abyssinicum <templatestyles src="Person/styles.css" />(A.Rich.) O.E.Schulz: Sie kommt in Äthiopien, Eritrea und im Jemen vor.<ref name="GRIN" />
  • Erucastrum arabicum <templatestyles src="Person/styles.css" />Fisch. & C.A.Mey.: Sie kommt in Afrika und auf der Arabischen Halbinsel vor.<ref name="GRIN" />
  • Erucastrum austroafricanum <templatestyles src="Person/styles.css" />Al-Shehbaz & Warwick: Sie kommt im südlichen Afrika vor.<ref name="GRIN" />
  • Erucastrum brevirostre <templatestyles src="Person/styles.css" />(Maire) Gomez-Campo: Sie kommt in Marokko vor.<ref name="GRIN" />
  • Kanaren-Hundsrauke (Erucastrum canariense <templatestyles src="Person/styles.css" />Webb & Berthel.): Sie kommt auf den Kanaren vor.<ref name="GRIN" />
  • Erucastrum cardaminoides <templatestyles src="Person/styles.css" />(Webb ex Christ) O. E. Schulz: Sie kommt auf den Kanaren vor.<ref name="GRIN" />
  • Erucastrum elatum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Ball) O.E.Schulz: Sie kommt in vier Varietäten in Marokko vor.<ref name="GRIN" />
  • Erucastrum elgonense <templatestyles src="Person/styles.css" />Jonsell
  • Erucastrum erigavicum <templatestyles src="Person/styles.css" />Jonsell
  • Erucastrum griquense <templatestyles src="Person/styles.css" />(N.E.Br.) O.E.Schulz
  • Erucastrum ifniense <templatestyles src="Person/styles.css" />Gómez-Campo: Sie kommt in Marokko vor.<ref name="GRIN" />
  • Erucastrum leucanthum <templatestyles src="Person/styles.css" />Coss. & Durieu: Sie kommt in Marokko und in Algerien vor.<ref name="GRIN" />
  • Erucastrum littoreum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Pau & Font Quer) Maire: Sie kommt in drei Unterarten in Marokko vor.<ref name="GRIN" />
  • Erucastrum meruense <templatestyles src="Person/styles.css" />Jonsell
  • Erucastrum pachypodum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Chiov.) Jonsell
  • Erucastrum palustre <templatestyles src="Person/styles.css" />(Pirona) Vis.
  • Erucastrum rostratum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Balf.f.) Gómez-Campo
  • Erucastrum strigosum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Thunb.) O.E.Schulz: Sie kommt im südlichen Afrika vor.<ref name="GRIN" />
  • Erucastrum takhtajanii <templatestyles src="Person/styles.css" />V.I.Dorof.
  • Erucastrum varium <templatestyles src="Person/styles.css" />(Durieu) Durieu: Sie kommt in Marokko, Algerien und Libyen vor. Man kann drei Unterarten unterscheiden.<ref name="GRIN" />
  • Erucastrum virgatum <templatestyles src="Person/styles.css" />C.Presl: Sie kommt in Spanien und in Italien vor. Man kann vier Unterarten unterscheiden.<ref name="GRIN" />
  • Erucastrum woodiorum <templatestyles src="Person/styles.css" />Jonsell

Literatur

  • Oskar Sebald, Siegmund Seybold, Georg Philippi (Hrsg.): Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs. Band 2, Eugen Ulmer, Stuttgart 1990, ISBN 3-8001-3312-1.
  • Anthony G. Miller, Thomas A. Cope, J. A. Nyberg: Flora of the Arabian Peninsula and Socotra. Volume 1, Edinburgh University Press, 1996, ISBN 0-7486-0475-8: Erucastrum. S. 390–392: Google-Books (online)

Weblinks

Commons: Hundsrauken (Erucastrum) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references responsive> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="FoZimbabwe"> Flora of Zimbabwe: Cultivated plants. </ref> </references>