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Lindenhayn

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Lindenhayn
Gemeinde Schönwölkau
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(361)&title=Lindenhayn 51° 31′ N, 12° 30′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(361) 51° 31′ 2″ N, 12° 29′ 50″ O
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Höhe: 99 m
Fläche: 57 ha
Einwohner: 361 (31. Dez. 2018)<ref>Gemeinde Schönwölkau. Abgerufen am 12. Februar 2023.</ref>
Bevölkerungsdichte: 633 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1995
Postleitzahl: 04509
Vorwahl: 034295
Lage von Lindenhayn in Sachsen
Datei:Platz-Lindenhayn.jpg
Dorfplatz

Lindenhayn ist ein Ortsteil der Gemeinde Schönwölkau im Landkreis Nordsachsen in Sachsen. Er besteht aus den Orten Gollmenz und Lindenhayn.

Geografie

Lindenhayn liegt im Dreieck der Städte Eilenburg, Delitzsch und Bad Düben an der Bundesstraße 2. Zudem gibt es nicht klassifizierte Ortsverbindungen nach Wölkau, Göritz und Brinnis. Zum Ortsteil Lindenhayn gehört der Ort Gollmenz, südwestlich von Lindenhayn. Der Ortsteil liegt an der Leine.

Geschichte

Lindenhayn ist von der Siedlungsform her ein Straßenangerdorf. Der Ort wurde 1348 als Lindenhoin erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort gehörte bis 1815 als Exklave im Amt Delitzsch zum kursächsischen Amt Bitterfeld.<ref>Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas 1790. Gumnior, Chemnitz 2009, ISBN 978-3-937386-14-0, S. 22 f.</ref> Der heutige Ortsteil Gollmenz hingegen gehörte zum kursächsischen Amt Delitzsch.<ref>Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas 1790. Gumnior, Chemnitz 2009, S. 56 f.</ref>

Kurz vor der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 hielt sich Napoléon Bonaparte eine Nacht im Pfarrhaus Lindehayn auf. Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kamen Lindenhayn und Gollmenz zu Preußen und wurden 1816 dem Kreis Delitzsch im Regierungsbezirk Merseburg der Provinz Sachsen zugeteilt.<ref>Der Landkreis Delitzsch im Gemeindeverzeichnis 1900. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. September 2024; abgerufen am 16. August 2025.</ref>

Am 20. Juli 1950 wurde der Ort Gollmenz nach Lindenhayn eingemeindet.<ref name="2VO-LSA-1950" /> 1952 wurde Lindenhayn dem Kreis Delitzsch im Bezirk Leipzig zugeordnet. Seit 1990 gehörte der Ort zum sächsischen Landkreis Delitzsch. Am 1. Januar 1995 schloss sich Lindenhayn mit vier weiteren Gemeinden zur Gemeinde Schönwölkau zusammen.<ref>StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1995</ref>

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1818 233
1895 324
1925 329
1939 262
1946 460
Jahr Einwohner
1950 551
1964 484
1990 333
2004 294
2017 267

Die Einwohnerzahl Lindenhayns lag 1818 bei 233. Bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges stieg die Einwohnerzahl mit Schwankungen auf knapp über 260. Nach Ende des Krieges verdoppelte sich die Einwohnerzahl beinahe. 1950 wurde mit 551 der historische Höchststand der Einwohnerzahl gezählt. Zur Zeit der DDR nahm die Einwohnerzahl wieder ab. 1990 lebten genau 333 Menschen in Lindenhayn, 2017 ist die Einwohnerzahl auf 267 gesunken.<ref>Angaben zur Geschichte Lindenhayns im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen</ref>

Sehenswürdigkeiten

Datei:Kirche-Lindenhayn.jpg
Kirche aus dem 12. Jahrhundert

Die Kirche St. Mauritius in Lindenhayn stammt aus dem 12. Jahrhundert. Die Kirche besteht aus dem Schiff und einem Feldsteinturm; Der spätgotische Flügelaltar stammt ursprünglich aus der Dorfkirche in Kreuma, wurde später von der Nikolaikirchgemeinde Eilenburg gekauft und nach einer Restaurierung von der Lindenhayner Kirchengemeinde erworben. Die Glocke der Kirche stammt aus dem Jahr 1389 oder 1489. 1992 erfolgte eine umfassende Sanierung.<ref name="Kirchenkreis Eilenburg">Kirchenkreis Eilenburg: Spuren im Stein - Kirchen im Kirchenkreis Eilenburg, Leipzig 1997, ISBN 3-00-001722-4</ref><ref>https://www.stiftung-kiba.de/kirchen/st-mauritius-lindenhayn, abgerufen am 20. Dezember 2023</ref><ref>https://www.architektur-blicklicht.de/kirchen/lindenhayn-kirche-lindenhayn-nordsachsen/, abgerufen am 20. Dezember 2023</ref><ref>Christine Jacob: Nach Einsturzgefahr: Kirche Lindenhayn vor Wiedereröffnung. In: lvz.de. 16. März 2023, abgerufen am 24. Februar 2024.</ref>

Weblinks

Commons: Lindenhayn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="2VO-LSA-1950">Zweite Verordnung zum Gesetz zur Änderung der Kreis- und Gemeindegrenzen zum 27. April 1950 (GuABl. S. 161). In: Landesregierung Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Gesetz- und Amtsblatt des Landes Sachsen-Anhalt. Halle (Saale) 5. August 1950, S. 275, Abs. 20 (PDF).</ref> </references>

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