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Fimberpass

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Vorlage:Österreichbezogen

Fimberpass - Cuolmen d’Fenga
Datei:Blick vom Fimberpass nach Osten 2025b.jpg
Blick vom Fimberpass nach Osten mit Piz Tschütta (links)
Blick vom Fimberpass nach Osten mit Piz Tschütta (links)
Himmels­richtung Nordwest Südost
Passhöhe Vorlage:Höhe/Fmt m ü. M. <ref name="Swiss" />
Kanton Kanton GraubündenDatei:CHE Graubünden COA.svg Graubünden Schweiz Schweiz
Wasser­scheide FimbabachTrisannaSannaInn Aua ChögliasBranclaInn (En)
Talorte Ischgl, Gem. Ischgl Ramosch (Remus), Gem. Valsot
Ausbau Wanderweg
Gebirge Samnaungruppe (NO) Silvretta (SW)
Besonder­heiten Historischer Verbindungsweg
Karte
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Vorlage:Karte in einer Ecke
Koordinaten 816324 / 197827Koordinaten: 46° 53′ 47″ N, 10° 16′ 41″ O; CH1903: 816324 / 197827
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Der Fimberpass, bündnerromanisch Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden., ist ein Vorlage:Höhe/Fmt m ü. M.<ref name="Swiss" /> hoher Pass, im Schweizer Kanton Graubünden, der das Unterengadin mit dem Tiroler Paznaun verbindet und die Silvretta von der Samnaungruppe trennt.

Lage und Landschaft

Der Fimberpass verbindet das Fimbatal (Fimbertal, Val Fenga), ein südliches Nebental des Paznaun, und das Val Chöglias und Val Sinestra, eine nördliche Nebentalung des Engadin. Der Bach nach Norden ist der Fimbabach (Aua da Fenga), der Bach nach Süden der Aua Chöglias.

Der Pass liegt östlich des Fluchthorns, im Kamm zwischen Piz Tasna (Vorlage:Höhe/Fmt m ü. M.) am Talschluss des Fimbatals südlich, und Piz Val Gronda (Vorlage:Höhe/Fmt m ü. M.), über den die Staatsgrenze verläuft, nördlich, im Fimbatal also an der orographisch rechten Talseite. Dadurch dreht sich die allgemeine Weg-Richtung Süd–Nord hier auf Ost–West. Der Gipfel direkt südlich ist der Piz Mottana (Vorlage:Höhe/Fmt m ü. M.). Nördlich liegt der Stock des Ils Calchogns (Vorlage:Höhe/Fmt m ü. M.), wo zum Piz Davo Sassè mit dem Pass dal Gips (Vorlage:Höhe/Fmt m ü. M.) noch ein weiterer Übergang zwischen den beiden Tälern liegt. Vom Fimberpass geht es Richtung Schweiz erst nordostwärts, bevor an der Alp Chöglias der Talweg wieder Richtung Süden schwenkt.

Der Pass ist neben dem Schlappiner Joch einer der wenigen guten Übergänge über den RätikonSilvrettaSamnaun-Kamm (die historischen Verwallalpen) und gehört zu der Linie Fimbatal – Val Sinestra, an der man letztere beide abgrenzt.

Geschichte und Erschliessung

Grabungen im Fimbatal haben eine Alpsiedlung des ersten vorchristlichen Jahrtausends belegt, es wird aber angenommen, dass der Pass schon seit der Bronze- oder gar Jungsteinzeit in Gebrauch war.<ref>Heidis Vorfahren. in: Der Spiegel. Hamburg 2009, 34, 111. Skriptfehler: Ein solches Modul „URIutil“ ist nicht vorhanden.</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref><ref name="Reitmaier 2012">Ausführlich etwa Thomas Reitmaier: Letzte Jäger, erste Hirten. Hochalpine Archäologie in der Silvretta. Südostschweiz Buchverlag 2012, ISBN 978-3-906064-05-5.</ref> Reste eines Altweges sind auch im hinteren Val Chöglias erhalten.<ref>Fimberpass = Cuolmen Fenga. In Untervazer Burgenverein Untervaz: Texte zur Dorfgeschichte von Untervaz – Lesehilfe und Glossarium für Urkunden und Protokolle: Erläuterung ungewöhnlicher historischer Ausdrücke; Sachwortregister und Personenverzeichnis. o. n. A., S. 129 (pdf, 3,3 MB, burgenverein-untervaz.ch)</ref> Der eigentlich niedrigere Pass dal Gips ist zur Alp Chöglias sehr unwegsam und wird bis heute kaum begangen.

Das Samnaun, das gegen das Inntal durch die Trisannaschlucht abgeriegelt ist, wurde vor rund 1000 Jahren von Rätoromanen aus dem Engadin und wieder im 13. Jahrhundert von den Westschweizer Walsern besiedelt. Es gehörte gerichtlich wie kirchlich lange zum Engadin. St. Peter zu Sins (Sent) war bis ins 15. Jahrhundert die Mutterkirche, und die Toten mussten dorthin zur Beerdigung gebracht werden.<ref name="gem_ischgl">Gemeinde Ischgl: Ortsteile und Kirchen: Zur Pfarrgeschichte von Ischgl, beide ischgl.tirol.gv.at.</ref> Da das Paznaun eine sehr arme Gegend war, erhielt Ischgl 1460 von Landesfürst Siegmund das Privileg zollfreien Viehexports und Getreideimports, und 1505 auch das Mautrecht am Fimberpass.<ref name="koeck">galtuer.gv.at: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. (Memento vom 24. September 2015 im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden., Einträge 1505, 1622 und 1794.</ref> Getrieben wurden hauptsächlich Ziegen in die eine Richtung, und auf Packtieren Grundnahrungsmittel in die andere geführt.

Das ursprünglich zu Tirol gehörende österreichische Gericht Unterengadin wurde calvinistisch und kam laut Vertrag der Drei Bünde mit Österreich am Westfälischen Frieden 1652 an die Eidgenossenschaft. Die Engadiner Gemeinden kauften sich frei und behielten sich auch Weidegründe im hinteren Fimbatal, das darum heute zur Schweiz gehört. Der Handel kam in Folge aber weitgehend zum Erliegen, weil in der kleinen „Eiszeit“ im Paznaun die Erträge nicht einmal mehr für den Eigenbedarf reichten. Die Engadiner schrieben noch 1794 über die Walser als „Vorlage:Str trim“.<ref name="koeck" />

Der Pass war auch militärisch bedeutend. Am 29. Juli 1622 zogen in den Bündner Wirren 28 Kompanien kaiserlicher Truppen zu einer Vergeltungsmission für Prättigauer Brandschatzungen in Galtür in das Engadin.<ref name="koeck" /> Am 22. April 1799 zog im Ersten Napoleonischer Krieg im Feldzug Feldmarschall Bellegardes gegen General Lecourbe, der sich im Engadin verschanzt hatte, ein Detachement Tiroler Landesschützen (etwa zwei Bataillone) über den Pass, wurde in Remüs in Kämpfe verwickelt und – weil es durch Schneefall isoliert war – aufgerieben. Bei der Offensive am 30. April ging der ganze rechte Flügel der Armee über den Fimberpass. Diese Kampagne war letztlich in der Schlacht bei Zürich im Juni erfolgreich.<ref>H. Zähringer: Der Gebirgskrieg in der Schweiz 1798 und 1799. In: Jahrbuch des Schweizer Alpen-Club, 8. Jg., 1872–73, S. 440 f. (ganzer Artikel S. 411–490; online archive.org).</ref>

1889 wurde mit der Heidelberger Hütte die Gegend für den Fremdenverkehr erschlossen. Während das vordere Fimbatal heute vom Schigebiet Silvretta Arena geprägt ist, sind hinteres Fimbatal und Val Sinestra weitestgehend naturbelassen.

Bilder

Weblinks

Vorlage:Wikidata-Registrierung

Einzelnachweise

<references> <ref name="Swiss">SwissTopo (Karten der Schweiz)</ref> </references>