Zum Inhalt springen

Marie Burchard

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 28. April 2026 um 16:11 Uhr durch ~2026-25730-28 (Diskussion) (Update ab 2025).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:MKr348637 Marie Burchard (Bayern-Empfang, Berlinale 2024).jpg
Marie Burchard (2024)

Marie Burchard (* 6. Oktober 1982 in Bonn) ist eine deutsche Schauspielerin.

Datei:Marie Burchard .jpg
Marie Burchard (2020)

Leben

Burchard wuchs in Chavenay in der französischen Region Île-de-France auf. Nach dem Abitur zog sie nach Berlin und studierte von 2004 bis 2008 an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“.<ref>Marie Burchard bei filmportal.de

, abgerufen am 3. Dezember 2021</ref> Erste Engagements und Arbeiten führten sie unter anderem an das Bat-Studiotheater (Drei Schwestern, Personenkreis 3.1.) und das Maxim-Gorki-Theater (Die Reiherkönigin). Die Regisseurin Andrea Breth besetzte Burchard 2008 als Dunja in ihrer Dostojewski-Bearbeitung Verbrechen und Strafe für die Salzburger Festspiele und ließ sie in der Rolle der Eve im Zerbrochnen Krug als Protagonistin ihrer Inszenierung für die Ruhrtriennale 2009 in Essen in Erscheinung treten. Für diese Darstellung erhielt Burchard überwiegend Lob seitens der Kritiker.<ref name="mueller" />

Von 2008 bis 2010 war Marie Burchard Ensemblemitglied des Deutschen Nationaltheaters Weimar, wo sie unter anderem in Nora Schlockers Inszenierung von Grillparzers Drama Das goldene Vlies die Rolle der Medea spielte.<ref name="keim" /> 2013 stand sie als Beatrice in der spartenübergreifenden Oper- und Schauspielproduktion Benedict et Beatrice erneut auf der Bühne des DNT Weimar. 2014 übernahm sie zum ersten Mal eine Rolle am Renaissance-Theater Berlin: In der Produktion Die ideale Frau von Somerset Maugham spielte sie Marie Louise Durham. Regie führte Antoine Uidehaag.

Burchard arbeitet neben ihrer Theaterkarriere auch für Film und Fernsehen. So spielte sie eine Hauptrolle im 2010 entstandenen Spielfilm Die letzte Lüge von Jonas Grosch und trat in Formaten wie Zwischen den Zeilen (ARD), Der Kriminalist (ZDF) und Notruf Hafenkante (ZDF) auf. 2015 war sie in der Hauptrolle in der SAT1-Body-Switch-Komödie Verliebt Verlobt Vertauscht zu sehen und sie übernahm eine der Hauptrollen in Marius von Mayenburgs Komödie Stück Plastik. An der Schaubühne Berlin spielte sie unter anderem auch in Produktionen wie Ungeduld des Herzens unter der Regie von Simon Mc Burney oder Italienische Nacht von Thomas Ostermeier mit.

Mittlerweile ist sie Ensemblemitglied der Schaubühne und dreht in den Theater-Pausen für Kino und TV. So war sie 2020 im Kino sowohl in Oskars Kleid als auch in Meinen Hass bekommt ihr nicht zu sehen. 2021 folgten dann Jagdsaison, wo sie neben Rosalie Thomass und Almila Bagriacik eine der Hauptrollen spielte, und Tausend Zeilen von Michael Bully Herbig. 2023 spielte sie an der Seite von Maren Kroymann und Barbara Sukowa im Kinofilm Enkel für Fortgeschrittene mit. Außerdem war sie in einer Hauptrolle im ZDF-Weihnachtsfilm Zwei Weihnachtsmänner sind einer zu viel zu sehen sowie im Münchner Tatort Game Over.

Seit 2024 ist Marie Burchard Botschafterin von „Women for Women International“<ref>Marie Burchard. In: WFW International. Abgerufen am 10. Dezember 2024.</ref> und unterstützte die faminism-Kampagne<ref>Faminism. Abgerufen am 10. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> der Hilfsorganisation. Im Juni 2024 war die Schauspielerin gemeinsam mit David Wnendt und Rosa Maria Hopp Teil der dreiköpfigen Wettbewerbsjury des Bundesfestivals junger Film in St. Ingbert. Zudem war sie in der Mord mit Aussicht-Folge Minigolf Mafia in der ARD zu Gast sowie in der sechsteiligen ZDF-Serie Uncivilized zu sehen.

2025 kehrte Marie Burchard mit dem Stück "Ex" an die Schaubühne Berlin zurück.<ref>Premiere von »Ex« an der Schaubühne. Abgerufen am 28. April 2026.</ref> Mit dem Stück „Die Wildente“ von Thomas Ostermeier auf dem Festival d’Avignon 2025 Premiere.<ref>Die Wildente. Abgerufen am 28. April 2026.</ref> Zudem war sie in einer Hauptrolle in "Die Beste zum Schluss" in der ARD zu sehen.<ref>Die Beste zum Schluss. In: ARD Degeto Film GmbH. Abgerufen am 28. April 2026.</ref>

Anfang Januar 2026 feierte Marie Burchard mit der deutschen Erstaufführung von "Egal" von Marius von Mayenburg, in dem sie gemeinsam mit Schauspieler Stefan Stern die Hauptrollen übernimmt, Premiere an der Schaubühne Berlin.<ref>Egal. Abgerufen am 28. April 2026.</ref> Im April 2026 startete mit der Schauspielerin "Kommissar Rex" in SAT.1.

Privates

Marie Burchard ist die Großnichte des Architekten Walter Gropius, Schwester der Schauspielerin Bettina Burchard<ref>Heike Hupertz: „Sankt Maik“ bei RTL: Von allen guten Geistern beseelt. In: FAZ.NET. 23. Januar 2018, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 31. Januar 2018]).</ref> und des Kunsthistorikers Wolf Burchard.<ref>Hannoversche Allgemeine Zeitung, Hannover, Niedersachsen, Germany: Made in Germany. Abgerufen am 31. Januar 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Sie ist mit ihrem Kollegen Sebastian Schwarz verheiratet, mit dem sie zwei Kinder hat und in Berlin lebt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento vom 26. April 2015 im Internet Archive)</ref>

Theaterrollen

  • 2006: Personenkreis; Bat-Studiotheater, Berlin
  • 2007: Drei Schwestern; Bat-Studiotheater, Berlin
  • 2008: Die Reiherkönigin (Anna Przecik); Maxim-Gorki-Theater
  • 2008: Verbrechen und Strafe (Dunja); Salzburger Festspiele
  • 2008: Hamlet no roof acces (Gertrud); Deutsches Nationaltheater Weimar
  • 2009: Das goldene Vlies (Medea); Deutsches Nationaltheater Weimar
  • 2009: Der Zerbrochne Krug (Eve); Ruhrtriennale Essen
  • 2010: Gerettet (Pam); Deutsches Nationaltheater Weimar
  • 2010: John Gabriel Borkmann (Fanny); Deutsches Nationaltheater Weimar
  • 2010: Die Verschwörung des Fiesco zu Genua (Leonore); Deutsches Nationaltheater Weimar
  • 2011: Ein Sommernachtstraum (Hermia); Schauspiel Frankfurt
  • 2012: Marija (Ludmilla); Düsseldorfer Schauspielhaus
  • 2013: Benedict et Beatrice (Beatrice); Deutsches Nationaltheater Weimar
  • 2014: Die ideale Frau (Marie Louise Durham); Renaissance-Theater Berlin
  • 2015: Stück Plastik (Ulrike); Schaubühne Berlin
  • 2015: Westberlin von Rainald Grebe; Schaubühne Berlin
  • 2015: Ungeduld des Herzens, Simon Mc Burney; Schaubühne Berlin
  • 2016: Wallenstein, Michael Thalheimer; Schaubühne Berlin
  • 2017: Peng, Marius von Mayenburg; Schaubühne Berlin
  • 2018: Italienische Nacht (Adele), Thomas Ostermeier; Schaubühne Berlin
  • 2019: Status quo, Marius von Mayenburg; Schaubühne Berlin
  • 2025: Ex, Marius von Meyenburg; Schaubühne, Berlin
  • 2025: Die Wildente, Thomas Ostermeier; Schaubühne, Berlin
  • 2026: Egal, Marius von Meyenburg; Schaubühne, Berlin

Filmografie

<templatestyles src="column-multiple/styles.css" />

Weblinks

Commons: Marie Burchard – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="keim"> Stefan Keim: Tragödie der Fremdheit. In: Deutschlandradio. 21. Februar 2009, abgerufen am 6. September 2009. </ref> <ref name="mueller"> Regine Müller: Saustall der Sündenfälle. In: Nachtkritik.de. Abgerufen am 27. Dezember 2015. </ref> </references>

Vorlage:Hinweisbaustein