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Ottenhain

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Ottenhain
Gemeinde Kottmar
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(424)&title=Ottenhain 51° 3′ N, 14° 42′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(424) 51° 3′ 30″ N, 14° 41′ 32″ O
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Höhe: 315 (295–392) m ü. NN
Einwohner: 424 (31. März 2021)<ref>Zahlen und Fakten – Einwohnerzahlen. Gemeinde Kottmar, abgerufen am 2. Oktober 2021.</ref>
Eingemeindung: 1. Januar 1999
Eingemeindet nach: Niedercunnersdorf
Postleitzahl: 02708
Vorwahl: 03585

Ottenhain ist ein Ortsteil der Gemeinde Kottmar in der südöstlichen Oberlausitz.

Datei:Niedercunnersdorf-Ottenhain Umgebindehaus-Hauptstr 21(2).JPG
Umgebindehaus Hauptstraße 21
Datei:Niedercunnersdorf-Ottenhain Schloss1.JPG
„Schloss“

Geografie

Ottenhain erstreckt sich im Tal des Krummbachs, etwa fünf Kilometer südöstlich von Löbau. Südlich erhebt sich der Sonneberg.

Geschichte

Datei:20170326235DR Ottenhain (Kottmar) Schloß Niederottenhain.jpg
Schloss Niederottenhain

Der Ort wurde im Jahr 1317 erstmals schriftlich erwähnt. In einer Urkunde vom 3. Dezember wies Markgraf Woldemar von Brandenburg acht Dörfer des Landes Görlitz, darunter auch „Ottenhayn“, in das Gericht der Stadt Löbau. Im 16. Jahrhundert gehörte Ottenhain der Familie Gersdorf, und wurde am Ende des Jahrhunderts an Heinrich von Miltitz verkauft. 1610 kaufte Ottenhain für 7400 Taler Christoph von Gersdorff. Im 17. Jahrhundert wechselt der in Ober- und Niederottenhain geteilte Ort mehrmals den Besitzer. 1798 wird Ottenhain in 2 Orte und Rittergüter erneut geteilt, bis 1853, als der Ort vereint wurde. 1809 kaufte das Gut Niederottenhain für 42.000 Taler Johann Gottlieb Erdmann von Nostitz. 1842 wird eine neue Schule gebaut, nachdem die alte (jetzt Schulmuseum) in äußerst schlechtem, beengtem Zustand war. Ab 1844 wurde die Straße nach Niedercunnersdorf neu ausgewiesen; es war dieselbe „wie seit Menschengedenken“. Das schlossähnliche Herrenhaus von Niederottenhain wurde 1862–63 durch Christoph Ferdinand Sieland erbaut. Überhaupt erfuhr das Rittergut Niederottenhain und dessen Umgebung im 19. Jahrhundert die meisten Um- und Neubauten. 1874 brannte die Nieder-Wassermühle zum zweiten Mal ab. Im Jahr 1890 hatte Ottenhain 533 Einwohner. 1897 brannte die Obermühle ab. 1899 wurde die Kapelle erbaut. 1901 und 1906 wird die letzte Schule gebaut. Ab 1911 wurde der Ort elektrifiziert und mit Strom aus Zittau versorgt. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es in Ottenhain 122 Umsiedler. Die Zahl der Einwohner betrug 1946 654. 1957 wurde die erste LPG eingerichtet, zu Beginn der 1960er Jahre gab es in Ottenhain drei Genossenschaften. 1973 hatte Ottenhain 598 Einwohner, 1984 516, 2013 421.

Ortsnamenformen

1317: „Ottenhayn“; 1423: „Ottenhain“; 1434: „Ottynhayn“, „Ottinhayn“; 1490: „Ottenhain“; 1519: „Ottenhan“; 1657: „Ottenhain“; 1791: „Ottenhayn“<ref name="HOV">Ottenhain im Historischen Ortsverzeichnis von SachsenVorlage:Abrufdatum</ref>

Verwaltungszugehörigkeit

1777: Bautzener Kreis, 1843: Landgerichtsbezirk Löbau, 1856: Gerichtsamt Löbau, 1875: Amtshauptmannschaft Löbau, 1952: Kreis Löbau, 1994: Landkreis Löbau-Zittau<ref name="HOV" />, 2008: Landkreis Görlitz

Am 1. Januar 1999 wurde Ottenhain nach Niedercunnersdorf eingemeindet.<ref>StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1999</ref> Seit dem 1. Januar 2013 gehört der Ort zur Gemeinde Kottmar.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner<ref name="HOV" />
1777 9 besessene Mann,
15 Gärtner, 18 Häusler,
2 Wüstungen
1834 548
1871 575
1890 533
1910 565
1925 521
1939 555
1946 674
1950 734
1964 611
1990 436
2023 (1.12.) 394<ref>Gemeinde Kottmar - Zahlen und Fakten. Abgerufen am 13. August 2024.</ref>

Sehenswürdigkeiten

  • Umgebindehaus Hauptstraße 21
  • Schulmuseum
  • „Schloss“, Herrenhaus des ehemaligen Niederottenhainer Gutes

Einzelnachweise

<references />

Literatur

  • Wolfgang Fritsche: Ortschronik von Ottenhain 1317–1991. 16 S.

Weblinks

Commons: Ottenhain – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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