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European Film Market

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 30. März 2025 um 14:25 Uhr durch imported>Jedermann999 (man kennt ja solche Fachmessen - im Detail: https://www.efm-berlinale.de/media/pdf_word/copro/75_copro/bcpm_2025_programme_web.pdf).
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European Film Market
Branche Film und Medien
Veranstaltungsort Martin-Gropius-Bau
Website www.efm-berlinale.de
Letzte Veranstaltung
Datum 15. Feb. 2024 bis
21. Feb. 2024
Besucher über 11.500
Aussteller über 600
Nächste Veranstaltung
Datum 13. Feb. 2025 bis
19. Feb. 2025

Der European Film Market (kurz EFM) ist eine Fachmesse für Produzenten, Verleiher, Einkäufer und andere Akteure der internationalen Filmindustrie. Dort werden insbesondere Lizenzrechte gehandelt. Der European Film Market geht historisch auf die Filmmesse Berlin zurück und wird jährlich im Rahmen der Berlinale veranstaltet.<ref>Ruprecht Hammerschmidt: Das Geschäft abseits des Glamours. In: Berliner Zeitung. 8. Februar 2023, S. 2.</ref> Die Fachmesse zählt zu den wichtigen Treffen der Branche.<ref>Deike Diening: Mit Bärenkräften. In: Der Tagesspiegel. 10. Februar 2016, S. 3.</ref>

Geschichte

Datei:European Film Market Berlinale 2017 02.jpg
European Film Market 2017 im Martin-Gropius-Bau

Gründung der Filmmesse Berlin

In den 1950er und 1960er Jahren etablierten sich die Internationalen Filmfestspiele Berlin als Handelsplatz für Filmrechte. Daraus entwickelte sich die Berliner Filmmesse als kommerzielles Gegenstück zum künstlerisch ausgerichteten Filmwettbewerb. 1978 verlegte Wolf Donner die Filmfestspiele vom Herbst ins Frühjahr.

1980 übergab Moritz de Hadeln die Verantwortung für die Filmmesse an Aina Bellis. Auf sie folgte 1988 die Festivalkuratorin Beki Probst.<ref>Christian Schröder: Abseits der Majors. Kunst als Ware: Beki Probst managt den Europäischen Filmmarkt. In: Der Tagesspiegel. 17. Februar 1996.</ref> Bellis schuf die strukturellen Grundlagen einer modernen Messe, Probst baute sie zu einem internationalen Handelsplatz aus. Spätestens in den 1990er Jahren stieg das Interesse des Fachpublikums an der Berlinale, nicht zuletzt aufgrund der Filmmesse.<ref>Andrang zur Berlinale. Immer mehr Fachpublikum und ein Mammutangebot: Filmfestspiele vor neuem Rekord. In: Nürnberger Nachrichten. Feuilleton. 1. Februar 1990.</ref>

Internationale Ausrichtung

Aufgrund von Etatkürzungen im Kultursektor der Stadt war die Filmmesse Berlin zeitweise gefährdet.<ref>Ulrich Zawatka: Dankkonzert: Symphoniker gerettet, Kunsthalle geschlossen, Filmmesse gefährdet. In: Der Tagesspiegel. 26. November 1993.</ref> Nach Schließung der Kunsthalle im Jahr 1993 fand sie in wechselnden Räumlichkeiten statt.

Die Verschiebung des American Film Market (AFM) auf einen späteren Zeitraum im Jahresverlauf eröffnete der Berlinale die Möglichkeit, die Filmmesse Mitte der 2000er Jahre stark zu erweitern und ein noch größeres Publikum anzuziehen.<ref>Lutz Meier: Berlinale-Manager tüfteln an Konzept für große Filmmesse. Konkurrenz zu bislang führenden Handelsplattformen. In: Financial Times Deutschland. 6. Februar 2004, S. 5.</ref> Bereits 1998 war der Name der Filmmesse in European Film Market geändert worden.

Das anhaltende Wachstum führte 2006 zur Verlegung der Messe in den Gropius-Bau.<ref>Lutz Meier: Berlinale wird zum wichtigen Marktplatz. In: Financial Times Deutschland. 11. Februar 2005.</ref> Damit einher ging eine Positionierung „zwischen Arthaus, Bollywood und Hollywood“.<ref>Jochen Kürten: Grenzenlose Kinofreiheit. In: Deutsche Welle. 16. Februar 2013, abgerufen am 10. Oktober 2023.</ref> 2014 übernahm Matthijs Wouter Knol die Leitung der Messe. Er modernisierte das Format und schuf neue Angebote für Gründer aus der Filmwirtschaft.<ref>Kai-Hinrich Renner, Miriam Schröder: Großes Kino für Start-ups: Die Berlinale-Messe European Film Market will sich modernisieren und bietet Gründern ein Podium. In: Handelsblatt. 18. Februar 2016, S. 20.</ref> Von 2020 bis April 2024 wurde der European Film Market von Dennis Ruh geleitet.<ref>Barbara Schuster: Dennis Ruh verlässt EFM. In: Blickpunkt Film. 12. Dezember 2023, abgerufen am 26. September 2024.</ref> Seit Mai 2024 ist Tanja Meissner die neue Direktorin.<ref>Scott Roxborough: Tanja Meissner Named Head of Berlin’s European Film Market. In: The Hollywood Reporter. 10. Mai 2024, abgerufen am 26. September 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Aufgrund der Corona-Pandemie wurde der European Film Market im Februar 2021 und 2022 online durchgeführt.<ref>Elsa Keslassy, Manori Ravindran: Berlinale’s European Film Market Set to Go Online, Festival Will Stay In-Person. In: Variety. 7. Januar 2022, abgerufen am 10. Oktober 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2023 erreichte die Messe in Präsenz wieder großes Interesse.<ref>European Film Market: Filmmesse der Berlinale zieht positive Bilanz. In: Der Tagesspiegel. 25. Februar 2023, S. 25.</ref>

Aktuelle Entwicklungen

2024 wurden der European Film Market, Berlinale Talents, der Berlinale Co-Production Market und der World Cinema Fund zur gemeinsamen Initiative Berlinale Pro* zusammengeführt.<ref>Thomas Abeltshauser: Berlinale Pro*: Alle Förderstrukturen jetzt unter einem Dach. In: Berliner Morgenpost. 12. Februar 2025, abgerufen am 20. März 2025.</ref>

Konzept

Veranstalter

Der European Film Market ist eine Fachmesse. Sie wird vom Geschäftsbereich Internationale Filmfestspiele Berlin (IFB) der Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin (KBB) durchgeführt. Der European Film Market findet über den Zeitraum von sieben Tagen während der Berlinale statt und dient als Plattform für den Verkauf von Filmrechten. Dazu vernetzt das Angebot alle relevanten Akteure der Branche.<ref>Hans-Peter Siebenhaar: Jahrmarkt und Eitelkeiten. In: Handelsblatt. 9. Februar 2006, S. 2.</ref>

Aussteller

Im Rahmen des European Film Market präsentieren sich rund 500 bis 600 Aussteller aus 100 Ländern auf 5.000 Quadratmetern. Ein Großteil der Ausstellungsfläche befindet sich im Gropius-Bau in Kreuzberg, einem der bedeutendsten Museumsbauten des Landes. Zusätzlich werden andere Gebäude wie Marriott Hotel am Potsdamer Platz und das Dokumentationszentrum für Flucht, Vertreibung und Versöhnung sowie das CinemaxX-Kino am Potsdamer Platz für Veranstaltungen und Vorführungen genutzt.

Besucher

Der European Film Market verzeichnet über 10.000 Besucher. Das Publikum setzt sich vor allem aus Vertretern großer Medienunternehmen zusammen, insbesondere Produktionsfirmen, Fernsehsendern, Kinobetreibern und Distributoren.<ref>Christian Mayer: Der janz große Bahnhof. In: Süddeutsche Zeitung. Panorama. 15. Februar 2006, S. 9.</ref> Der European Film Market fördert insbesondere den Austausch von Produzenten mit Finanziers und Start-up-Filmemachern.<ref>Annabel Wahba: Markt der Träume. Filme, Partys, Stars - und dann läuft auf der Berlinale auch noch das große Geschäft. In: Der Tagesspiegel. 18. Februar 2006, S. 3.</ref>

Programm

Das Programm des European Film Markets umfasst Marktuntersuchungen, Veranstaltungen zum Netzwerken, Podiumsdiskussionen, Workshops sowie Pitching-Sessions.<ref>EFM: Programme Formats. In: EFM. 2025, abgerufen am 30. März 2025.</ref>

Partner

Die Messe wird vom EU-Programm zur Förderung der Film- und Medienindustrie (Creative Europe Media) unterstützt.<ref>Berliner Filmfestspiele: Geldsegen aus Europa. In: Der Tagesspiegel. 9. Februar 2023, S. 19.</ref> Sie wird in Zusammenarbeit mit zahlreichen kulturellen Institutionen durchgeführt, etwa dem Medienboard Berlin-Brandenburg und dem Goethe-Institut.

Weblinks

  • Website des European Film Market (englisch)

Einzelnachweise

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