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Swiss Household Services

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Swiss Household Services AG

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Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1958/1959
Sitz Oberbüren, Schweiz<ref name="hr-eintrag">Swiss Household Services AG. In: Handelsregister Kanton St.Gallen. Abgerufen am 17. Februar 2026.</ref>
Leitung Thomas Spichtig
(CEO)
Daniel Stucker
(VR-Präsident)<ref name="hr-eintrag" />
Mitarbeiterzahl 2'060 / 1'992 VZÄ (31. Dez. 2025)<ref name="zahlen-2025">Dokumentation zur Bilanzmedienkonferenz der Coop-Gruppe. (PDF) In: coop.ch. 17. Februar 2026, abgerufen am 17. Februar 2026.</ref>
Umsatz 940 Mio. CHF (2025)<ref name="zahlen-2025"/>
Branche Detailhandel
Website www.fust.ch

Die Swiss Household Services AG (ehemals Dipl. Ing. Fust AG) mit Sitz in Oberbüren betreibt unter der Marke Fust eine Schweizer Fachgeschäftskette für Elektrohaushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik und Computer. Darüber hinaus bietet das Unternehmen auch professionelle Geräte für die Gastronomie und die Betriebsverpflegung.

Das zweite grosse Geschäftsfeld von Fust umfasst die Bereiche Neubau, Umbau und Renovationen von Eigenheimen mit Fokus unter anderem auf alters- und behindertengerechtes Bauen sowie Küchen- und Badezimmerrenovationen.

Das Unternehmen verfügt schweizweit über rund 130 Filialen und erwirtschaftete 2025 mit rund 2'000 Mitarbeitern einen Umsatz von 940 Millionen Schweizer Franken. Seit 2007 gehört das Unternehmen zur Coop-Gruppe.

Geschichte

August Fust (1913–2001)<ref>Todesanzeigen. In: Thurgauer Zeitung. Band 203, Nr. 91, 20. April 2001, S. 22 (online [abgerufen am 17. Februar 2026]).</ref>, der ursprünglich Fabrikarbeiter und später bei Grossenbacher Vertreter war, zog 1947 von Gossau nach Niederuzwil um.<ref name=":2">Walter Fust – vom Arbeitersohn zum Grossunternehmer. In: St.Galler Tagblatt. 10. April 2017 (tagblatt.ch [abgerufen am 9. April 2018]).</ref> Im Nachbarort Oberbüren gründete er 1958/1959 die August Fust AG, die mit Haushaltsgeräten handelte. Sein erster Mitarbeiter und dann Teilhaber war Albert Hauser, der spätere Ehemann der ersten Tochter Ursula.<ref name=":3">Walter Fust: Autobiographie von Walter Fust. Abgerufen am 9. April 2018 (Eigenbeleg).</ref>

Das zweite Kind, Walter Fust (1941–2025), betrieb als Maschinenbau-Student an der ETH 1960–1964 selbst einen kleinen Versandhandel für Haushaltsgeräte. Nach dem Ingenieurstudium wurde ihm der Einstieg in die Firma des Vaters verwehrt.<ref>Dipl. Ing. Walter Fust zu Besuch in unserer Bibliothek. In: Rorschacher Echo. 5. April 2017 (rorschacherecho.ch [abgerufen am 9. April 2018]).</ref><ref name=":2" /> Er eröffnete daraufhin aus eigenem Antrieb im November 1966 mit einem Startkapital von 15'000 Franken, die er beim Versandhandel erwirtschaftet hatte, am Eigerplatz in Bern ein Weisswaren-Geschäft. Erfolg hatte er vor allem durch Hausbesuche in ländlichen Gebieten, in denen sein Vater nicht aktiv war, er verkaufte dabei Waschmaschinen. Er erwirtschaftete im ersten Jahr 1,45 Millionen Franken. Daraufhin eröffnete Walter in Olten eine weitere Filiale, im Gegenzug eröffnete sein Vater August Fust eine Filiale in Winterthur.

1969 bot ihm sein Vater an, zusammen mit Albert Hauser dessen Haushaltsgeräte-Unternehmen August Fust AG am heutigen Hauptsitz in Oberbüren zu übernehmen, was er annahm.<ref name=":1">Dieter Bachmann: Dipl. Schlaumeier. In: Neue Zürcher Zeitung. 31. Oktober 2016, ISSN 0376-6829 (nzz.ch [abgerufen am 9. April 2018]).</ref> Die August Fust AG wurde in Dipl. Ing. Fust AG umbenannt, diese übernahm die Berner Firma.<ref name=":3" /> In den darauf folgenden zwei Jahrzehnten entwickelte sich Fust AG zu einer führenden Fachgeschäftskette der Schweiz für Elektrohaushaltsgeräte.

1973 verstarb der Fust-Teilhaber Albert Hauser 37-jährig. Als neue Teilhaberin wurde die hinterbliebene Ehefrau Ursula Hauser-Fust, die Walter Fusts Schwester ist, bestimmt. Seither gehörte die Firma den beiden Geschwistern alleine.<ref name=":3" /> 1982 stieg der Umsatz auf über 100 Millionen Franken.<ref>Die Dipl. Ing. Fust AG mit Sitz in Oberbüren wächst weiter. In: Thurgauer Zeitung. Band 187, Nr. 213, 14. September 1985, S. 2 (online [abgerufen am 17. Februar 2026]).</ref> Die Teilhaberschaft ermöglichte es Ursula Hauser, den Grundstein für die spätere Hauser & Wirth Collection zu legen.

1987 ging Fust an die Börse.<ref name=":0">Adrian Sulc: Er kam fürs Militär – und blieb für die Haushaltsgeräte. In: Der Bund. 13. April 2016, ISSN 0774-6156 (derbund.ch [abgerufen am 9. April 2018]).</ref> 1994 verkaufte Walter Fust seine Aktienmehrheit an die Jelmoli Holding und wurde so Grossaktionär der Jelmoli, er blieb aber Chef der Fust-Kette. Zwei Jahre später gelangte das Unternehmen wieder in den Besitz von Walter Fust, der mit der Übernahme der Aktienmehrheit an der Jelmoli Holding die Kontrolle über den Gesamtkonzern erlangte. 1998 trat Walter Fust vom Chefposten zurück, blieb aber Verwaltungsratspräsident.<ref name=":0" /> Über die Jahre wurden unter dem Dach der Jelmoli Holding Firmen wie Rediffusion<ref>Rediffusion künftig in der Fust-Kette. In: Thurgauer Zeitung. Band 204, Nr. 194, 23. August 2002, S. 7 (online [abgerufen am 17. Februar 2026]).</ref> oder Eschenmoser<ref>Eschenmoser gehört neu zu Fust. In: Thurgauer Zeitung. Band 208, Nr. 112, 16. Mai 2006, S. 8 (online [abgerufen am 17. Februar 2026]).</ref><ref name="hr-eintrag" /> übernommen.

Im Zuge der Neuausrichtung der Jelmoli Holding und ihrem schrittweisen Rückzug aus dem Detailhandel wurde die Dipl. Ing. Fust AG nach Zustimmung der Wettbewerbskommission per Ende November 2007 an Coop verkauft. Dort wurde sie als eigenständig am Markt auftretende Tochtergesellschaft in die Coop-Gruppe eingegliedert.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Weko bewilligt die Übernahme von Fust durch Coop unter Auflagen.] In: admin.ch. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 25. Januar 2025.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Im September 2019 eröffnete Fust ein neues Logistikzentrum in Oberbüren.<ref>Coop-Tochter Fust weiht XXL-Logistikzentrum ein. In: blick.ch. 12. September 2019, abgerufen am 15. September 2019.</ref>

Im Dezember 2021 wurde die Dipl. Ing. Fust AG in Swiss Household Services AG umfirmiert. Fust besteht jedoch weiterhin als Marke. Seit Anfang 2023 wird das Unternehmen vom bisherigen Jumbo-CEO Thomas Spichtig geleitet.<ref>Joël Orizet: Fust ernennt neuen Unternehmensleiter. In: cetoday.ch. 4. Januar 2023, abgerufen am 11. November 2023.</ref> Im November 2023 wurde ein Abbau von 90 Stellen verkündet.<ref>Robin Wegmüller: Beben im Heimelektronikmarkt: Fust überprüft Filialen und baut 90 Jobs ab. In: blick.ch. 10. November 2023, abgerufen am 11. November 2023.</ref>

Einzelnachweise

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