Werner Schineller
Werner Schineller (* 20. Juni 1948 in Speyer) ist ein deutscher Politiker (CDU).
Leben
Schineller, geboren als Sohn des Juweliers und Uhrmachermeisters Erich Schineller und dessen Ehefrau Philippine, erlangte 1967 das Abitur am Altsprachigen Gymnasium in Speyer und begann noch im gleichen Jahr das Jura-Studium in Heidelberg, wo er Mitglied der katholischen Studentenverbindungen KStV Palatia Heidelberg und KStV Arminia Bonn im KV wurde,<ref>Website des Pfälzer Kartellverbandes</ref>. 1968 bis 1972 studierte er Jura in Bonn.<ref>Paul Warmbrunn, Geleitwort der Mittelungen des Historischen Vereins der Pfalz, 116. Bd., Speyer 2018, S. 5.</ref>
Nach dem Referendardienst in Rheinland-Pfalz wurde er 1975 Dezernent für Jugend, Soziales und Sport bei der Kreisverwaltung des Landkreises Pirmasens. 1976 wurde er persönlicher Referent des Regierungspräsidenten von Rheinhessen-Pfalz Hans Keller und 1980 des rheinland-pfälzischen Sozialministers Georg Gölter. Am 13. Februar 1981 wählte ihn der Speyerer Stadtrat zum hauptamtlichen Bürgermeister.
Am 12. Juni 1994 wurde Schineller in einer der ersten Direktwahlen auf Bürgermeisterebene in Rheinland-Pfalz mit 52 Prozent zum Oberbürgermeister von Speyer gewählt.<ref>Speyerer Tagespost 11. Dezember 2002</ref> 1995 trat er sein Amt an und wurde 2002 mit 59,8 Prozent wiedergewählt.<ref>Speyerer Tagespost 16. April 2002</ref> Seine Amtszeit endete am 31. Dezember 2010. Bei der fälligen Neuwahl trat er nicht mehr an.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />„Brennende Frage für Speyerer“ geklärt ( vom 4. August 2012 im Internet Archive), in Schwetzinger Zeitung 26. August 2009</ref>
Schineller engagierte sich als Vorsitzender des Historischen Vereins der Pfalz (ab 2003), des Städtetags Rheinland-Pfalz und der Planungsgemeinschaft Rheinpfalz. In seinem ehrenamtlichen, aber auch beruflichen Wirken nahm das Speyerer Judentum eine besondere Stellung ein.<ref>Warmbrunn, S. 6.</ref>
Der Verband Region Rhein-Neckar zeichnete Schineller 2011 mit der Hermann-Heimerich-Plakette aus.<ref>OB a.d. Werner Schineller erhält Hermann-Heimerich-Plakette. (PDF) In: Presseinformation. Verband Region Rhein-Neckar, Mannheim, 9. Dezember 2011, abgerufen am 20. August 2021.</ref> 2012 wurde er Ordentliches Mitglied der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften.<ref>Warmbrunn, S. 6.</ref> Von Ministerpräsident Kurt Beck erhielt er 2012 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Am 23. September 2016 wurde er vom Bund der Pfalzfreunde mit der Johann Christian von Hofenfels-Medaille ausgezeichnet<ref>Landtagspräsidentin verleiht Hofenfels-Medaille in der Pfalz (23.09.2016)</ref>.
Einzelnachweise
<references />
Weblinks
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schineller, Werner |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (CDU) |
| GEBURTSDATUM | 20. Juni 1948 |
| GEBURTSORT | Speyer |
Philipp Lichtenberger (1904–1911) | Ernst Hertrich (1911–1914) | Otto Moericke (1917–1919) | Karl Leiling (1919–1943) | Rudolf Trampler (1943–1945) | Karl Leiling (1945–1946) | Hans Hettinger (1946) | Paul Schaefer (1946–1949) | Paulus Skopp (1949–1969) | Christian Roßkopf (1969–1995) | Werner Schineller (1995–2010) | Hansjörg Eger (2011–2018) | Stefanie Seiler (seit 2019)