Porschdorf
Porschdorf Stadt Bad Schandau
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(330)&title=Porschdorf 50° 57′ N, 14° 7′ O
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| Höhe: | 205 m ü. NN | |||||
| Fläche: | 3,71 km²<ref name="Gindex">Gemarkung Porschdorf, Stadt Bad Schandau. In: GEOindex. Abgerufen im November 2025.</ref> | |||||
| Einwohner: | ca. 330 (15. Mai 2022) HW<ref name="EZ2022">Porschdorf: Ortsteil von Bad Schandau. (Aus 100 Meter-Gitter sowie Geometrien für "Ortslagen" berechnet). In: www.citypopulation.de - Population Statistics. Online-Dienst für Statistiken, abgerufen im Februar 2026.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 89 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 2012 | |||||
| Postleitzahl: | 01814 | |||||
| Vorwahl: | 035022 | |||||
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Porschdorf ist ein Stadtteil der sächsischen Stadt Bad Schandau im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Der Stadtteil hat eine Ortschaftsverfassung nach der Sächsischen Gemeindeordnung und damit einen Ortschaftsrat und Ortsvorsteher.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 408 kB) § 17. In: Webauftritt. Stadt Bad Schandau, abgerufen im Februar 2026.</ref>
Geographie
Das Quellreihendorf (Waldhufendorf)<ref>Richard Vogel, Dieter Beeger: Werte unserer Heimat: Gebiet Königstein, Sächsische Schweiz. Hrsg.: Akademie der Wissenschaften der DDR - Institut für Geografie und Geoökologie - Arbeitsgruppe Heimatforschung. Band 1. Akademie Verlag, Berlin 1957, S. 142.</ref> befindet sich an der Vereinigung von Polenz und Sebnitz zum Lachsbach kurz vor dessen Mündung in die Elbe und der Ort liegt auf 130 m ü. NN. Zur Gemarkung gehört auch der bekannte Lilienstein, eines der imposantesten Felsgebilde des Elbsandsteingebirges. Auf der unterhalb des Felsmassivs gelegenen Ebenheit befindet sich die von einer Pappelallee begleitete „Kaiserstraße“<ref>Kaiserstraße bei Openstreetmap</ref>, die Napoleon I. im Jahr 1813 erbauen ließ. Porschdorf weist bis zu 90 m Höhenunterschied innerhalb der besiedelten Fläche auf. Unweit des Ortes lag die Frinztalmühle.
Zur Gemeinde Porschdorf gehörten die Ortsteile Porschdorf, Waltersdorf, Neuporschdorf und Prossen.
Geschichte
Porschdorf heißt in den Urkunden 1443 Borsdorff und Borestorff, 1465 Borißdorf und 1534 Porrßdorf. Sein Name lässt sich als Dorf eines Slawen Bores oder Boras, einer Kurzform von Borislav, erklären. In der ersten Zeit des Bestehens gehörte Porschdorf den Berken von der Dubá auf Hohnstein und fiel später zusammen mit diesem Ort an die Wettiner.
Die evangelische Kirche, aus dem vor Ort massig vorhandenen Sandstein wurde 1903/04 errichtet.
Vom 3. Februar 1945 bis Mitte April 1945 vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges existierte im Ort ein Außenlager des KZ Flossenbürg, dessen 250 Häftlinge Zwangsarbeit verrichten mussten. Die Häftlinge gruben Stollen für die geplante Untertageverlagerung des Geilenberg-Stabs. Das KZ-Außenlager hatte den Tarnnamen Schwalbe III.<ref name="KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, Dr. Jörg Skriebeleit"> Webseite KZ-Gedenkstätte Flossenbürg Abgerufen am 6. Juli 2016</ref>
2009 zählte der Ort Porschdorf 426 Einwohner (1999: 496 Einwohner).<ref name="Sächsische Zeitung">Einwohnerzahl von Bad Schandau sinkt, Sächsische Zeitung (Ausgabe Pirna) vom 26. Januar 2010</ref>
Mit Jahresende 2011 endete die Eigenständigkeit der Gemeinde, sie wurde in die Stadt Bad Schandau eingemeindet, zu der nur eine sehr kurze gemeinsame Grenze bestand.<ref>Bilanz 2011: 12 freiwillige Gemeindezusammenschlüsse in Sachsen, Medienservice Sachsen</ref><ref>StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2012</ref> Beide Gemeinden erledigten seit 2000 einen Teil ihrer Verwaltungsgeschäfte in der Verwaltungsgemeinschaft Bad Schandau gemeinsam.
Verkehr
Der Haltepunkt Porschdorf (Kr Pirna) liegt an der Bahnstrecke Bautzen–Bad Schandau.
Weblinks
- Porschdorf im Historischen Ortsverzeichnis von SachsenVorlage:Abrufdatum
- Ortsteile von Bad Schandau In: Webauftritt der Stadt Bad Schandau.
Einzelnachweise
<references />
Bad Schandau | Krippen | Ostrau | Porschdorf (mit Neuporschdorf) | Postelwitz | Prossen | Schmilka | Waltersdorf