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Koreaner

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Datei:Middle Class in Joseon.jpg
Koreaner in der Joseon-Dynastie

Die Koreaner (Hangeul: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); Hanja: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); RR: Hanminjok in Südkorea; alternativ Chosŏn’gŭl: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); Hancha: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); RR: Joseonminjok in Nordkorea, wörtlich: „Koreanisches Volk“) sind ein Volk in Ost- bzw. Nordostasien. Die meisten Koreaner leben auf der Koreanischen Halbinsel und sprechen die koreanische Sprache. Weltweit leben ungefähr 83 Millionen Koreaner.

Im Jahr 2013 gab es über 7,4 Millionen Übersee-Koreaner, des Weiteren leben etwa 150.000 bis 200.000 als Kinder adoptierte Personen koreanischer Abstammung in etwa 14 Staaten außerhalb Koreas. Sie werden in Südkorea mittlerweile gesetzlich als „Landsleute im Ausland“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) bezeichnet.<ref>국가지표체계. Abgerufen am 29. August 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die koreanische Minderheit in Japan wird Zainichi 在日 genannt. Die Koreaner auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion bezeichnen sich selbst als Korjo-Saram, in Korea werden sie als Koryoin {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) bezeichnet. Die koreanische Minderheit in dem Bezirk Yanbian, China nennt sich Joseonjok 조선족.

Mythologie

Laut dem Ursprungsmythos wurden die ersten Koreaner von einem Bären geboren. In der Geschichte lebten ein Tiger und ein Bär zusammen in einer Höhle und baten den Himmelskönig Hwanung sie in Menschen zu verwandeln. Hwanung hörte ihre Gebete und gab ihnen 20 Knoblauchzehen, einen Bund Beifuß und befahl ihnen sich von der Sonne fernzuhalten und 100 Tage nur diese Nahrung zu essen. Aufgrund von Hunger verließ der Tiger nach 20 Tagen die Höhle, während der Bär verblieb. Am 21 Tag verwandelte sich der Bär in eine Frau.

Herkunft

Datei:O1b2 M176.jpg
Haplogruppe O1b2-M176

Koreaner sind die Nachfahren der Urkoreaner, dessen Ursprung meist in Südsibirien vermutet wird.<ref>Nelson, Sarah M. The Archaeology of Korea.</ref><ref>한민족. (naver.com [abgerufen am 29. August 2018]).</ref><ref>Ahn, Sung-Mo (June 2010). "The emergence of rice agriculture in Korea: archaeobotanical perspectives". Archaeological and Anthropological Sciences. 2 (2): 89–98. doi:10.1007/s12520-010-0029-9. ISSN 1866-9557.</ref><ref>Vovin, Alexander. 2008. "高句麗에서 耽羅까지ᅳ韓国祖語를 말한 騎馬人들과 함께 南쪽을 향하여 천천히 내려오면서ᅳ" ("From Koguryo to Tamna: Slowly Riding South with the Speakers of Proto-Korean"). Lecture at the Seoul National University on May 15, 2008. Travel fully funded by the Seoul National University.</ref> Alternativ wird auch eine frühere Ansässigkeit im Norden der koreanischen Halbinsel vermutet.<ref>Kim, Jangsuk; Park, Jinho (2020). "Millet vs rice: an evaluation of the farming/language dispersal hypothesis in the Korean context". Evolutionary Human Sciences. Cambridge University Press. 2. doi:10.1017/ehs.2020.13. ISSN 2513-843X.</ref>

Die kleinste genetische Distanz weisen sie zu den ansonsten linguistisch unverwandten Japanern auf.<ref name=":0">N. Saha, J. S. Tay: Origin of the Koreans: a population genetic study. In: American Journal of Physical Anthropology. Band 88, Nr. 1, Mai 1992, ISSN 0002-9483, S. 27–36, doi:10.1002/ajpa.1330880104, PMID 1510113.</ref><ref>Soon Hee Kim, Myun Soo Han, Wook Kim, Won Kim: Y chromosome homogeneity in the Korean population. In: International Journal of Legal Medicine. Band 124, Nr. 6, 17. August 2010, ISSN 0937-9827, S. 653–657, doi:10.1007/s00414-010-0501-1.</ref><ref>Cavalli-Sforza, L.L., Menozzi, P. & Piazza, A. (1994). The History and Geography of Human Genes. New Jersey: Princeton University Press.</ref> Weiterhin zeigt sich stärkere Kontinuität zu den neolithischen Vorfahren matrilinearer Abstammung.<ref>Siska, Veronika et al. “Genome-wide data from two early Neolithic East Asian individuals dating to 7700 years ago.” Science advances vol. 3,2 e1601877. 1 Feb. 2017, doi:10.1126/sciadv.1601877</ref> Auf Hauptkomponentenanalysen-Charts bilden sie ein isoliertes Cluster, sind jedoch auch nah zu anderen Ostasiaten verwandt. Schädelvermessungen zeigen Ähnlichkeiten zu Mongolen und Zentralasiaten.

Datei:East Asian PCA (including Jomon samples).png
PCA-Chart von Osteurasischen Bevölkerungsgruppen, prähistorische miteingeschlossen (schwarz umrandete Formen). Koreaner abgebildet mit pinken Kreisen, größtenteils Überschneidung mit Japanern (pinke Rechtecke). Mitglieder des südostasiatischen Sprachraums bilden ein Kontinuum von Tibetern (Moosgrün) und Proto-Chinesen (schwarz umrandetes Inkarnat) bis hin zu Tai-Kadai Völkern (grau).

Der genetische Ursprung lässt sich hauptsächlich auf zwei verschiedene Komponenten zurückführen, zum einen eine aus dem örtlichen Nordostasien, die mit den archäologischen Skelettbefunden im Devil’s Gate in der Region Primorje Sibiriens zusammenhängt und neolithische Bevölkerungsgruppen, welche Landwirtschaft betrieben.<ref>Jungeun Kim, Sungwon Jeon, Jae-Pil Choi, Asta Blazyte, Yeonsu Jeon: The Origin and Composition of Korean Ethnicity Analyzed by Ancient and Present-Day Genome Sequences. In: Genome biology and evolution. Band 12, Nr. 5, 1. Mai 2020, ISSN 1759-6653, S. 553–565, doi:10.1093/gbe/evaa062, PMID 32219389, PMC 7250502 (freier Volltext).</ref>

Die Y-Chromosom-Haplogruppe O1b2-M176 tritt vorwiegend bei Koreanern, Japanern und bestimmten tungusischen Völkern wie den Ultschen und Udege auf. Hinzu kommen noch die in ganz Ostasien verbreitete Haplogruppen O2-M122 und O2a2a-M188, die in Nord- und Zentralasien und im maritimen Südostasien verbreitete Haplogruppe C-M217, die Haplogruppe N1-L735 als auch die Haplogruppe D1b-M64 als auch weitere. Y-Chromosom-Haplogruppen gelten jedoch allgemein als unzuverlässig bei der Bestimmung der Herkunft von Bevölkerungsgruppen.

Die Verteilung der mütterlicherseits vererbten mtDNA-Haplogruppen weist eine diversere Verteilung auf. Die am häufigsten vorkommende Haplogruppe ist D4, die am häufigsten in Völkern in Nordostasien, wie den Mongolen, Burjaten und Tungusen vorkommt, aber auch bei Japanern und Nordchinesen auftritt. Es gibt auch eine breite Verteilung der Haplogruppen M7, G1, N9a, Y, M8, M9, B und F, die in verschiedenen Teilen Eurasiens vorkommen.<ref>Sohyung Park, Sohee Cho, Hee Jin Seo, Ji Hyun Lee, Moon-Young Kim, Soong Deok Lee: Entire Mitochondrial DNA Sequencing on Massively Parallel Sequencing for the Korean Population. In: Journal of Korean Medical Science. Band 32, Nr. 4, 17. Februar 2017, S. 587, doi:10.3346/jkms.2017.32.4.587, PMID 28244283 (nih.gov [abgerufen am 18. Januar 2025]).</ref> M7, N9 und Y wurden in prähistorischen Skelettfunden aus dem Japan der Jomon-Zeit nachgewiesen, während G1 von Osteuropa bis Sibirien vorkommt, jedoch am häufigsten bei den paläosibirischen Chukchi und Itelmen vertreten ist. B ist im maritimen Südostasien verbreitet, während F häufiger auf dem südostasiatischen Festland auftritt.

Sprache

Das Koreanische gehört zusammen mit der Jeju-Sprache zur Koreanischen Sprachfamilie. Einige Linguisten ordnen es in die altaische Sprachfamilie ein, jedoch hat der ursprüngliche Altaische Sprachfamilienvorschlag weitgehend an Unterstützung verloren.

Die Hypothese, dass das Koreanische mit dem Japanischen verwandt sein könnte, fand einige Unterstützer aufgrund von Überschneidungen im Wortschatz und ähnlichen grammatischen Merkmalen, die von Forschern wie Samuel E. Martin<ref>Samuel E. Martin: Lexical Evidence Relating Korean to Japanese. In: Language. Band 42, Nr. 2, 1966, ISSN 0097-8507, S. 185–251, doi:10.2307/411687.</ref> und Roy Andrew Miller<ref>Roy Andrew Miller: Languages and history: Japanese, Korean, and Altaic (= Instituttet for Sammenlignende Kulturforskning Serie B, Skrifter. Nr. 93). 1. publ Auflage. White Orchid Press [u. a.], Bangkok 1996, ISBN 978-974-8299-69-3.</ref> näher untersucht wurden. Sergei Starostin (1991) fand etwa 25 % potenzieller Kognaten in der 100-Wort-Swadesh-Liste für Japanisch und Koreanisch.<ref></ref> Einige Linguisten, die sich mit der Beziehung zwischen Japanisch und Koreanisch befassen, darunter Alexander Vovin, argumentieren, dass die angegebenen Ähnlichkeiten nicht auf eine genetische Verwandtschaft zurückzuführen sind, sondern vielmehr auf den Einfluss eines Sprachbundes und intensiven Sprachkontakts, insbesondere vom Alt-Koreanischen ins Westliche Altjapanisch.<ref>Alexander Vovin: Seltsame Wörter in der Man'yoshū und der Fudoki und die Verteilung der Ainu Sprache auf den Japanischen Inseln in der Frühgeschichte. In: archive.org. 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 18. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Ein gutes Beispiel könnte das mittelkoreanische Wort sàm und das japanische asá sein, beide bedeuten „Hanf“.<ref>John Whitman: The Phonological Basis for the Comparison of Japanese and Korean (PhD thesis). Harvard University, Cambridge 1985 (Unpublished Harvard University PhD dissertation).</ref> Dieses Wort scheint ein Kognat zu sein, jedoch ist es zwar im Westlichen Altjapanisch gut belegt und in den nördlichen Ryūkyū-Sprachen, kommt aber im Östlichen Altjapanisch nur in zusammengesetzten Wörtern vor und ist nur in drei Dialekten der südlichen Ryukyu-Sprachgruppe nachgewiesen. Zudem ist die Dublette wo, ebenfalls „Hanf“ bedeutend, im Westlichen Altjapanisch und in den südlichen Ryūkyū-Sprachen belegt.

Einige Linguisten, wie Sergei Starostin und Martine Robbeets, rechnen die koreanische Sprache zu den umstrittenen altaischen/transeurasischen Sprachen<ref>Languages and history :Japanese, Korean, and Altaic / Roy Andrew Miller. – National Library. Abgerufen am 29. August 2018.</ref><ref>Altaic etymology : Query result. Abgerufen am 29. August 2018.</ref><ref>Martine Robbeets: (2017) Japanese, Korean and the Transeurasian languages. In: Hickey, Raymond (ed.) The Cambridge handbook of areal linguistics (Cambridge Handbooks in Language and Linguistics.) Cambridge: Cambridge University Press, 586-626.</ref><ref>Václav Blažek: Altaic Languages Masaryk University Press.</ref>. Andere Linguisten vermuten, dass das Koreanische aufgrund eines prähistorischen Sprachbundes mit der Sprache der Niwchen, einer Amur-Sprache in Sibirien und auf der Insel Sachalin, verwandt sein könnte.<ref>Janhunen, Juha (2005). "The Lost Languages of Koguryo". Journal of Inner and East Asian Studies. 2–2: 65–86.</ref><ref>Kang, Gil-un (1990). 고대사의 비교언어학적 연구. 새문사.</ref> Die Annahme, dass Koreanisch mit der japanischen Sprache verwandt ist, wird weiterhin vertreten.<ref>Francis-Ratte, Alexander Takenobu: Proto-Korean-Japanese: A New Reconstruction of the Common Origin of the Japanese and Korean Languages. 2016 (ohiolink.edu [abgerufen am 29. August 2018]).</ref>

Kultur

Die koreanische Kultur hat sich während der langen Geschichte Koreas entwickeln können und unterscheidet sich in vielem von der japanischen und chinesischen Kultur. Durch die Teilung des Landes und die unterschiedlichen Staatsideologien entwickelt sich die Kultur in Nord- und Südkorea heute sehr unterschiedlich. Während durch die Abschottung Nordkoreas die Kultur dort noch recht traditionell ist, ist der westliche Einfluss in Südkorea deutlich wahrnehmbar. In Bereichen wie Pop-Musik, Film und Fernsehen gibt es viel Austausch und große Gemeinsamkeiten mit Japan. Trotzdem ist die vor allem konfuzianische Grundlage der traditionellen Kultur auch im Süden deutlich erkennbar.

Verteilung des koreanischen Volkes

Nach Schätzungen verteilen sich die ethnischen Koreaner weltweit wie folgt:<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Koreanisches Außenministerium (Memento des Vorlage:IconExternal vom 11. August 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mofat.go.kr</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Überseekoreaner (Statistik) (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive)</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Current Qualifications of Residence for Overseas Koreans (2005) (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive)</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Number of Countries Where Overseas Koreans Reside (2005) (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive)</ref>

Staat Anzahl
Südkorea 50 Millionen
Nordkorea 25 Millionen
China 2,5+ Millionen
Vereinigte Staaten 2,2 Millionen
Japan 850.000+
Kanada 220.000
Usbekistan 180.000
Russland 165.000
Australien 150.000
Vietnam 110.000
Kasachstan 110.000
Philippinen 90.000
Brasilien 50.000
Indonesien 40.000
Großbritannien 40.000
Deutschland 40.000
Neuseeland 30.000
Argentinien 20.000
Thailand 20.000
Kirgisistan 20.000
Iran 17.000
Frankreich 15.000

Siehe auch

Wiktionary: Koreaner – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

<references />