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Apollos

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Apollos ist eine Gestalt aus dem Neuen Testament der Bibel. Apollos ist ein griechischer Name (Ἀπολλῶς) und zugleich die Abkürzung für Apollonios.<ref>Art. Apollos, in: Walter Bauer, Griechisch-deutsches Wörterbuch zu den Schriften des Neuen Testaments und der übrigen urchristlichen Literatur, Göttingen 1971, Sp. 189, ISBN 3-11-002073-4; dort weitere Hinweise zur Herkunft des Namens und weitere Literatur zur biblischen Gestalt des Apollos.</ref>

Apollos als urchristlicher Missionar neben und mit Paulus

Der Verfasser der Apostelgeschichte charakterisiert Apollos als „redekundigen und in der Schrift bewanderten“ Juden aus Alexandria (Vorlage:Bibel/Link). Er kannte und predigte die christliche Botschaft in Ephesus, war aber in einigen Details schlecht informiert. So kannte er nur die Taufe des Johannes, nicht aber die Taufe auf den Namen Jesu Christi, die über die Sündenvergebung hinaus auch den Empfang des Heiligen Geistes bedeutet. Aquila und Priszilla hörten ihn in der Synagoge, nahmen ihn bei sich auf und gaben ihm genauere Unterweisung (Vorlage:Bibel/Link).

Von Ephesus ging er mit einem Empfehlungsschreiben der Gemeinde nach Achaea und setzte in Korinth die Arbeit des Paulus erfolgreich fort (Vorlage:Bibel/Link). Vorlage:Bibel/Link lässt allerdings darauf schließen, dass seine Botschaft in einzelnen Punkten von der des Paulus abwich, so dass sich Parteien in der Korinther Gemeinde bildeten.

Im 1. Brief an die Korinther erwähnt Paulus Apollos als Führer einer der Gruppen, in die sich die Gemeinde gespalten hatte – die andere Gruppe hielt zu Paulus (Vorlage:Bibel/Link). In Vorlage:Bibel/Link schreibt Paulus, er habe Apollos ermahnt, die Gemeinde in Korinth zu besuchen, was dieser jedoch nicht wollte. In Vorlage:Bibel/Link fehlt sein Name dann in der Aufzählung derer, die die Gottessohnschaft Jesu Christi in Korinth gepredigt hatten.

Jahre später erwähnt der Verfasser des Titusbriefes (die Verfasserschaft des Paulus ist strittig) Apollos noch einmal in Vorlage:Bibel/Link und legt Titus die Sorge für ihn und seinen Reisegefährten Zenas ans Herz. Diese Notiz dient laut dem deutschen Theologen Gerhard Sellin dazu, klarzustellen, dass Apollos’ Stellung klar der des Paulus untergeordnet war.<ref>Gerhard SellinApollos. In: Religion in Geschichte und Gegenwart (RGG). 4. Auflage. Band 1, Mohr-Siebeck, Tübingen 1998, Sp. 610–611.</ref>

Apollos als Autor

Martin Luther vermutete, dass Apollos der Verfasser des Hebräerbriefes gewesen sei.<ref>WA 10 I/1, 143.</ref> In der Bibelexegese fand diese Hypothese auch im 20. Jahrhundert Befürworter; Albert Vanhoye bezeichnete es als sehr wahrscheinlich, allerdings unbeweisbar, dass Apollos den Hebräerbrief verfasst habe, denn die Charakterisierung des Apollos in der Apostelgeschichte passe gut zu einer solchen Autorschaft: „Jüdischer Ursprung, alexandrische Bildung, Kenntnis der Heiligen Schrift und der Ruf der Beredsamkeit.“<ref>Albert Vanhoye: Hebräerbrief. In: Theologische Realenzyklopädie (TRE). Band 14, de Gruyter, Berlin / New York 1985, ISBN 3-11-008583-6, S. 497–505.</ref>

Die Philosophin Simone Pétrement vertritt die These, dass Apollos ein Urheber der Häresie war, gegen die Paulus im 2. Brief an die Korinther anschriebe: Der im ersten Brief noch gelobte Apollos komme im zweiten deshalb nicht mehr vor. Diese Lehre könnte eine frühe, christliche Form der Gnosis gewesen sei. Es sei durchaus möglich, dass der hellenistische Jude Apollos den Grundstein für diese neue Glaubensrichtung legte, die dann später, vor allem durch Satornilus und Basilides, voll entwickelt worden sei.<ref>Simone Pétrement: A Separate God. The Christian Origins of Gnosticism. HarperSanFrancisco, San Francisco 1990, ISBN 0-06-066501-7, S. 482–486.</ref>

Gedenktage

Literatur

Einzelnachweise

<references/>

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