Zum Inhalt springen

Ljamin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 17. April 2026 um 09:36 Uhr durch imported>TaxonBot (Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Vorlage:Hinweisbaustein

Ljamin
Лямин
Datei:Р. Ляма - panoramio (1).jpg
Daten
Gewässerkennzahl RU13011100212115200046119
Lage RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland
Flusssystem Ob
Abfluss über Ob → Arktischer Ozean
Quellgebiet Sibirischer Landrücken
62° 8′ 28″ N, 70° 20′ 46″ O
 {{#coordinates:62,141111111111|70,346111111111|
dim=500 globe= name=Quellgebiet Ljamin region=RU-KHM type=waterbody
  }} 
Quellhöhe 52 m
Mündung in den Ob, 85 km westlich von SurgutKoordinaten: 61° 16′ 58″ N, 71° 47′ 52″ O
 {{#coordinates:61,282777777778|71,797777777778|primary
dim=1000 globe= name=Mündung Ljamin region=RU-KHM type=waterbody
  }}
61° 16′ 58″ N, 71° 47′ 52″ O {{#coordinates:61,282777777778|71,797777777778|
dim=1000 globe= name=Mündung Ljamin region=RU-KHM type=waterbody
  }} 
Mündungshöhe 24 m
Höhenunterschied 28 m
Sohlgefälle 0,1 ‰
Länge 281 km<ref name=gvr/>
Einzugsgebiet 15.900 km²<ref name=gvr>Ljamin im Staatlichen Gewässerverzeichnis der Russischen Föderation (russisch)</ref>
Abfluss am Pegel Gorschkowo<ref name="Arcticnet">Ljamin am Pegel Gorschkowo – hydrographische Daten bei R-ArcticNET </ref>
AEo: 12.800 km²
Lage: 166 km oberhalb der Mündung
MQ 1951/1990
Mq 1951/1990
100 m³/s
7,8 l/(s km²)
Schiffbarkeit 170 km

Vorlage:Maplink

Der Ljamin ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein 281 Kilometer langer rechter Nebenfluss des Ob im Westsibirischen Tiefland in Russland.

Verlauf

Der eigentliche Ljamin entsteht auf 52 m Höhe aus den Quellflüssen Erster Ljamin (russisch Perwy Ljamin oder 1-j Ljamin; chantisch Jemynglemyng) von rechts und Zweiter Ljamin (Wtoroi Ljamin, 2-j Ljamin; Jechmynglemyng) von links. Etwa 10 km unterhalb mündet von links der Dritte Lamin (Treti Ljamin, 3-j Ljamin; Mewtynglemyng) ein; weitere bedeutende Zuflüsse hat der Ljamin nicht.<ref name="eduhmao">@1@2Vorlage:Toter Link/www.eduhmao.ruLjamin (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot auf dem offiziellen Informations- und Bildungsportal des Autonomen Kreises der Chanten und Mansen (russisch)</ref> Alle Quellflüsse haben ihren Ursprung im Wasserscheidebereich des nördlich des Ob-Mittellaufes zu diesem parallel verlaufenden Sibirischen Landrückens (Sibirskije Uwaly) in etwa 120-140 m Höhe.

Der Ljamin durchfließt in vorwiegend südöstlicher Richtung stark mäandrierend den Westteil des Rajons Surgut des Autonomen Kreises der Chanten und Mansen. Er mündet schließlich in 24 m Höhe in den rechten, von der Insel Ljaminski abgeteilten Arm des Ob, unmittelbar oberhalb des Dorfes Ljamina und etwa 90 km westlich der Großstadt Surgut. Kurz vor der Mündung nimmt der dort insbesondere während der Frühjahrshochwasser lagunenartig verbreiterte Ljamin (Ljaminski Sor) von links zwei Nebenarme des östlich fließenden und gut 10 km aufwärts in den Ob mündenden Pim auf, Tschiik und Naring.

Hydrographie

Im Unterlauf erreicht der Fluss eine Breite von etwa 150 m bei einer Tiefe von mehr als 1 m; die Fließgeschwindigkeit beträgt hier 0,5 m/s.

Die Wasserführung des Ljamin bei Gorschkowo am Mittellauf, 166 km oberhalb der Mündung, beträgt im Jahresdurchschnitt 100 m³/s bei einem Minimum von 34,1 m³/s im März und einem Maximum von 240 m³/s im Juni.<ref name="Arcticnet"/>

Infrastruktur und Wirtschaft

Der Fluss ist auf 170 km (ehemaliges Dorf Gorschkowo) schiffbar.<ref>Liste der Binnenwasserstraßen der Russischen Föderation (bestätigt durch Verordnung Nr. 1800 der Regierung der Russischen Föderation vom 19. Dezember 2002); <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />online (Memento des Vorlage:IconExternal vom 18. März 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.skitalets.ru</ref>

Unmittelbar am Fluss gibt es heute außer Pestschanoje am Unterlauf keine ständig bewohnten Ortschaften; die kleinen Siedlungen am Mittellauf wie Gorschkowo oder Darko-Gorschkowski wurden zwischen den 1970er- und 1990er-Jahren verlassen. Das durchflossene Gebiet wurde aber, wie weite Teile des Westsibirischen Tieflandes, verstärkt ab den 1970er-Jahren im Zusammenhang mit der Erdöl- und Erdgassuche erschlossen. Im Einzugsbereich des Ljamin liegen beispielsweise die Lagerstätten Sachalinskoje und Kamynskoje. Trotzdem gehört der Fluss noch zu den am wenigsten anthropogen beeinflussten (verschmutzten) Wasserläufen des Gebietes und ist daher unter Anglern aus den umliegenden Städten beliebt.<ref name="eduhmao" />

Der Unterlauf des Ljamin wird von der Straße überquert, die Surgut nördlich des Ob mit dem West- und Nordwestteil des Autonomen Kreises verbindet (Oktjabrskoje, Njagan, Belojarski).

Einzelnachweise

<references />