Zum Inhalt springen

Pohrsdorf

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 11. März 2026 um 15:56 Uhr durch imported>ElbHein (Einleitung: ein Ortsteil).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Pohrsdorf
Stadt Tharandt
Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben!
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(527)&title=Pohrsdorf 51° 0′ N, 13° 32′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(527) 50° 59′ 48″ N, 13° 31′ 41″ O
 {{#coordinates:50,996666666667|13,528055555556|primary
dim=10000 globe= name=Pohrsdorf region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 340 (315–400) m
Fläche: 3,15 km²<ref name="Gindex">Gemarkung Pohrsdorf, Stadt Tharandt. In: GEOindex. Abgerufen im Februar 2026.</ref>
Einwohner: ca. 527 (2011)<ref name="Gindex" />
Bevölkerungsdichte: 167 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1999
Postleitzahl: 01737
Vorwahl: 035203
Datei:Locator map Pohrsdorf in Tharandt.png
Karte
Lage von Pohrsdorf in Tharandt
Datei:Fotothek df rp-d 0170071 Tharandt. Seutter, Kirchenkreis Dresden, Mitte 18. Jh. (Sign., VII 43).jpg
Borsdorff in einer Landkarte aus dem 18. Jahrhundert
Datei:PohrsdorfBlickVomLandberg060311FotoAndreKaiser.JPG
Blick vom Landberg am Tharandter Wald auf den Ort mit Begrüßungstafel
Datei:GlockendenkmalSpritzenhausPohrsdorf200909FotoAndreKaiser.JPG
Kleine Glocke der Fördergersdorfer Kirche von 1956 am Spritzenhaus
Datei:PohrsdorfOrtstafelRichtungGrumbach19JhFotoAKaiser.JPG
Rekonstruierte Ortstafel an der Straße zwischen Pohrsdorf und Grumbach zur Markierung der Flurgrenze, aufgestellt Ende 19. Jh.
Datei:PostkutscheGrillenburgWettineichePohrsdorf100607FotoAndreKaiser.JPG
Königlich-sächsische Postkutsche an der Wettineiche in Pohrsdorf

Pohrsdorf ist ein Ortsteil der sächsischen Stadt Tharandt im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Die Fläche des Ortsteils besteht aus der gleichnamigen Gemarkung.

Geografie

Geographische Lage

Pohrsdorf liegt nördlich des Tharandter Waldes. Im weiteren Norden von Pohrsdorf verläuft die Bundesstraße 173. Die Bebauung des Ortes geht fast nahtlos in die des angrenzenden Tharandter Ortsteils Fördergersdorf über.

Nachbarorte

Umliegende Orte Pohrsdorfs sind:

Herzogswalde Grumbach
Grillenburg Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt
Spechtshausen Fördergersdorf

Geschichte

Das Waldhufendorf Pohrsdorf entstand 1215 durch den auf der Burg Tharandt ansässigen Vasallen der Markgrafen von Meißen, Boriwo de Tarant, als Boriwos Dorf, wurde 1349 erstmals urkundlich erwähnt und gehörte 1378 zum Castrum Dresden.<ref name="HOV">Pohrsdorf im Historischen Ortsverzeichnis von SachsenVorlage:Abrufdatum</ref> Der Ort, eine Ausgründung aus der Flur Grumbach, wurde im 16. Jh. mit der Züchtung des Borsdorfer Apfels in Verbindung gebracht. Dieser Apfelbaum findet sich auch im historischen Ortswappen. Gepfarrt wurde Pohrsdorf 1539 nach Grumbach. Die Grundherrschaft übte 1551 das Rittergut Wilsdruff aus.<ref>Sächsisches Hauptstaatsarchiv Dresden, Bestand 10655, Grundherrschaft Wilsdruff</ref> Ab 1696 war Pohrsdorf dem Amt Dresden zugehörig. Von 1816 bis 1843 hatte auch das Amt Grillenburg einen Anteil an dem Ort.<ref name="HOV" /> Im Jahr 1856 ging Pohrsdorf zum Gerichtsamt Tharandt über und 1875 zur Amtshauptmannschaft Dresden. 1959 wurde Pohrsdorf nach Fördergersdorf umgepfarrt. Im Zuge der Kreisreform 1952 wurde Pohrsdorf Teil des Kreises Freital (später Landkreis) und ging 1994 in den neuen Weißeritzkreis über. Am 1. Januar 1999 verlor Pohrsdorf seine Selbstständigkeit und wurde per Gesetz zusammen mit dem Kurort Hartha und Tharandt zur Stadt Tharandt vereinigt.<ref name="HOV" /> Der Ortsteil hat den Status einer Ortschaft nach der Sächsischen Gemeindeordnung und damit gemäß ihrer Ortschaftsverfassung einen Ortschaftsrat und Ortsvorsteher.<ref>Ortschaftsräte. In: Webauftritt. Stadt Tharandt, abgerufen im Februar 2026.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />tharandt.de (Memento vom 21. Juli 2010 im Internet Archive).</ref> 2008 ging Pohrsdorf in den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge über. Im Dezember 2010 erfolgte die staatliche Anerkennung als Erholungsort, was bis 2023 Bestand hatte.

Partnergemeinde ist seit 1990 Ibach im Schwarzwald.

Entwicklung der Einwohnerzahl

Jahr Einwohnerzahl<ref name="HOV" />
1551 18 besessene Mann, 2 Häusler, 20 Inwohner
1748/64 26 besessene Mann, 7 Gärtner, 12 Häusler, 17 ½ Hufen
1834 331
1871 409
Jahr Einwohnerzahl
1890 423
1910 401
1925 428
1939 415
Jahr Einwohnerzahl
1946 540
1950 499
1964 383
1990 322

Beim Zensus 2022 wurden die Ortsteil Pohrsdorf und Spechtshausen insgesamt ca. 760 Einwohner gezählt.<ref name="EZ2022">Pohrsdorf-Spechtshausen: Ortsteile von Tharandt. (Aus 100 Meter-Gitter sowie Geometrien für "Ortslagen" berechnet). In: www.citypopulation.de - Population Statistics. Online-Dienst für Statistiken, abgerufen im Februar 2026.</ref>

Sehenswürdigkeiten

Persönlichkeiten

  • Paul Leuteritz (1867–1919), Maler und Illustrator, wurde in Pohrsdorf geboren.
  • Walter Kaiser (1923–1965), Ingenieur, erster Betriebsleiter (technischer Direktor) des Fernsehkolbenwerkes (FSKW) Friedrichshain (Hersteller der ersten Fernsehbildschirme der DDR), wurde in Pohrsdorf (heute: Dorfstr. 85) geboren.
  • Klaus Knabe (1939–2012), Stifter des DDR-Museums Gegen das Vergessen in Pforzheim, wurde in Pohrsdorf geboren.<ref>Klaus Knabe im Stadtwiki Pforzheim-Enz.</ref>

Literatur

  • Kurt Osk. Lehm: Aus Vergangenheit und Gegenwart der bei Tharandt gelegenen Orte Hartha, Grillenburg, Fördergersdorf, Hintergersdorf, Spechtshausen und Porsdorf. Selbstverlag, 1904.
  • Artur Schirmer: Auszüge aus „Die Chronik meiner Heimat“. Festschrift zum Schul- und Heimatfest in Pohrsdorf. Gemeinde Pohrsdorf (Hrsg.), 1954.
  • Artur Schirmer: Pohrsdorfer Chronik. Teil 1, Pohrsdorf 1967.
  • Vorlage:Landschaften in Deutschland
  • Kulturbund der DDR, Ortsgruppe Tharandt (Hrsg.): Der Tharandter Wald, Forststadt Tharandt. (= Beiträge zur Heimatgeschichte. Heft 7). Tharandt 1982.
  • Gotthard Tamme: Historisches Pohrsdorf, Eigenverlag, 1991.
  • Lars-Arne Dannenberg, Vincenz Kaiser: Wilsdruff im Hochmittelalter. Überlegungen zur Besiedlung des Wilsdruffer Landes und zur Entstehung der Stadt unter besonderer Berücksichtigung der Jakobikirche. (= Neues Archiv für sächsische Geschichte. 80. Band). Verlagsdruckerei Schmidt, 2009, ISBN 978-3-87707-769-6.

Weblinks

Commons: Pohrsdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende