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Petalii

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Datei:Petalii.png
Lage der Inseln
Datei:Petalii archipelago Marmari Euboea Greece.jpg
Petalische Inselgruppe

Die Petalii ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (m. pl.), auch Petali, Petalische Inselgruppe, lat. Petaliae) sind eine Inselgruppe von zehn kleinen Inseln vor der westlichen Küste Euböas, rund 17 km von der Ostküste Attikas entfernt.

Die Inseln gehören zum Gebiet der Gemeinde Karystos und liegen im Golf der Petalii (gr. Kolpos Petalion Κόλπος Πεταλιών), einem Nebenmeer der Ägäis. Die drei größeren Inseln sind teilweise bewaldet und landwirtschaftlich bebaut, bei den kleineren Inseln handelt es sich um Felsen mit allenfalls spärlichem Pflanzenbewuchs. Die Küsten der felsigen Inseln sind stark gegliedert und bieten wenig natürliche Anlegemöglichkeiten für Boote.

Neben der lateinischen Erwähnung bei Plinius dem Älteren<ref>Plinius der Ältere, Naturalis historia 4,12, p. 23 (Text).</ref> finden die Inseln Erwähnung auf einer Inschrift des 6. Jahrhunderts v. Chr. aus Eretria, der zufolge Seeleuten, die sich über die Inselgruppe hinausbewegten, ein öffentlich zu leistender Lohn zustehen sollte, was darauf hinweist, dass die Inseln die Grenze des als zu Eretria gehörig empfundenen ‚heimatlichen‘ Seeterritoriums markierten.<ref>Christy Constantakopoulou: The dance of the islands: insularity, networks, the Athenian empire, and the Aegean World, Oxford [u. a.] (Oxford Univ. Press) 2007, ISBN 0-19-921595-2, S. 218</ref>

Zur Zeit der Osmanischen Reiches diente Chersonisi dem Paşa von Karystos als Aufenthaltsort für dessen Harem;<ref>Erika Amman: Griechenland/Euböa: Auf dem Lande, aerzteblatt.de, 15. August 2009 [(https://www.aerzteblatt.de/archiv/griechenland-euboea-auf-dem-lande-d845776c-3242-4977-bb94-0b0d362bf383 online])</ref> nach der griechischen Unabhängigkeit waren die Inseln im Besitz der russischen Zarenfamilie. Mit der Mitgift der russischen Großfürstin Olga gelangten sie bei ihrer Hochzeit mit dem griechischen König Georg I. in dessen Besitz und dienten nach 1867 der Königsfamilie als Sommeraufenthalt. Georg ließ auf Chersonisi eine Villa erbauen und Wein und Oliven auf den Inseln anpflanzen. Die Bevölkerung bestand damals aus einigen Fischerfamilien.<ref>Walter Christmas, Arthur G. Chater: King George of Greece, New York (McBride, Nast & Co.) 1914, SS. 140–141, ISBN 1-4021-7527-2 (Nachdruck)</ref> Megalonisos ist mit gut 17 km² die siebzigstgrößte griechische Insel, nach der russischstämmigen Königin Olga soll sie auch den Namen Rosa getragen haben. Zwei kleine Buchten mit Sandstränden tragen die Namen Megali Rosa (Μεγάλη Ρώσα) und Mikri Rosa (Μικρή Ρώσα). Auf Megalonisos wurde 1912 eine Siedlung namens Petali offiziell registriert, die 1940 in Meglonisos Petalion umbenannt wurde. Sie wurde 1951 noch mit einer Einwohnerzahl von 65 geführt, die in den kommenden Jahrzehnten kontinuierlich abnahm, 1991 galt sie als unbewohnt. 2001 erhielt sie den Siedlungsnamen Panagia, und es wurden wieder 51 Einwohner gezählt. Ebenfalls ab 1940 wurden die Siedlungen Chersonisi und Tragonisi offiziell geführt, in ersterer wurden zuletzt 1991 vier Einwohner gezählt, auf letzterer ein Einwohner. Diese drei größeren Inseln sind heute in Privatbesitz und werden für Ferienaufenthalte genutzt,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Urlaubsinformationen zu den Petalii (dt.) (Memento des Vorlage:IconExternal vom 28. September 2009 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.marmaribay.gr</ref><ref>Michael Bahnerth: Auf Evia!, Reisebericht in Die Zeit, 25. August 2005 (online)</ref> die nahegelegenen Hotels auf Euböa unternehmen außerdem Bootsfahrten zu den Inseln.

Die Insel Foundi beherbergte ab dem Jahr 1913 den ersten automatischen AGA-Leuchtturm Griechenlands, dessen rötliches Licht rund 9 Seemeilen weit strahlte.

Die einzelnen Inseln

Name(n) Name(n) griechisch Fläche<ref>Charles Arnold (Hrsg.): Die Inseln des Mittelmeers. Ein einzigartiger und vollständiger Überblick. 2. Auflage. marebuchverlag, Hamburg 2008, ISBN 3-86648-096-2.</ref> höchste Erh. Lage Bild
Makronisi
(Makry)
Μακρονήσι
(Μακρύ)
38° 2′ 47″ N, 24° 15′ 45″ O
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Avgo
(Strongylo)
Αυγό
(Στογγυλό)
38° 3′ 0″ N, 24° 15′ 59″ O
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Datei:Avgo Petalion.jpg
Lamberousa
(Lemberousa)
Λαμπερούσα
(Λεμπερούσα)
00,332 km² 38° 2′ 46″ N, 24° 16′ 30″ O
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Datei:Lamberousa Petalion.jpg
Foundi
(Foundas)
Φούντι
(Φούντας)
00,128 km² 38° 1′ 52″ N, 24° 14′ 58″ O
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Datei:Foundi Petalion.jpg
Praso
(Platonisi,
Platourada)
Πράσο
(Πλατονήσι,
Πλατουράδα)
38° 2′ 6″ N, 24° 15′ 25″ O
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Datei:Praso Petalion.jpg
Tragonisi
(Tragos)
Τραγονήσι
(Τράγος)
00,268 km² 38° 1′ 37″ N, 24° 16′ 13″ O
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Datei:Tragonisi Petalion.jpg
Chersonisi
(Mikro Petali, Xero)
Χερσονήσι
(Μικρό Πετάλι, Ξέρο)
03,833 km² 186 38° 1′ 26″ N, 24° 17′ 18″ O
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Datei:Chersonisi Petalion.jpg
Pondikoniso Ποντικόνησο 38° 1′ 11″ N, 24° 16′ 27″ O
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Megalonisos Petalion
(Megalo Petali,
Rosa)
Μεγαλόνησος Πεταλιών
(Μεγάλο Πετάλι,
Ρώσα)
17,2 km² 370 37° 59′ 52″ N, 24° 15′ 31″ O
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Datei:Megalonisos Μεγαλόνησος Petalioi Πεταλιοί 2019-12-01.jpg
Louloudi
(Loulouda)
Λουλούδι
(Λουλούδα)
38° 0′ 14″ N, 24° 17′ 9″ O
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Weblinks

Commons: Petalii – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

<references />