Zum Inhalt springen

Landratsamt Gotha

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 7. Oktober 2025 um 17:02 Uhr durch imported>Eriosw (archivlink gemeindeverzeichnis.de, vorlage gov).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Basisdaten<ref name="gemeinde">Das Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha im Gemeindeverzeichnis 1900. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. November 2024; abgerufen am 7. Oktober 2025.</ref>
Bestandszeitraum 1858–1922
Verwaltungssitz Gotha
Fläche 517 km² (1910)
Einwohner 45.201 (1910)
Bevölkerungsdichte 114 Einw./km² (1910)
Gemeinden 63
Datei:Sachsen-Gotha.jpg
Sachsen-Gotha mit seinen Landratsämtern
Datei:Siegelmarke H.S. Landratsamt Gotha W0390325.jpg
Siegelmarke H.S. Landratsamt Gotha

Das Landratsamt Gotha war von 1858 bis 1922 ein Verwaltungsbezirk im Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha und im Freistaat Sachsen-Gotha. Sein Gebiet gehört heute größtenteils zum Landkreis Gotha in Thüringen.

Geschichte

Das Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha im Deutschen Kaiserreich wurde 1858 in selbständige Städte und Landratsämter gegliedert. Neben den drei selbständigen Städten Gotha, Ohrdruf und Waltershausen wurden im Gothaer Landesteil, dem Herzogtum Sachsen-Gotha, die drei Landratsämter Gotha, Ohrdruf und Waltershausen gebildet. Zum Landratsamt Gotha gehörten neben dem Umland von Gotha auch die Exklaven Körner und Werningshausen.

1918 wurde aus dem Herzogtum Sachsen-Gotha der Freistaat Sachsen-Gotha, der wiederum am 1. Mai 1920 im neuen Land Thüringen aufging. Bei einer umfassenden Gebietsreform zum 1. Oktober 1922 wurde das Landratsamt Gotha aufgelöst:<ref>Landratsamt Gotha im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum</ref>

  • Die Gemeinden Bittstädt, Eischleben, Haarhausen, Holzhausen, Ichtershausen, Molsdorf, Rehestädt, Sülzenbrücken und Thörey kamen zum neuen Landkreis Arnstadt.
  • Die Exklave Körner mit den Gemeinden Hohenbergen, Kleinkeula, Körner, Menteroda und Obermehler kam zum neuen Landkreis Sondershausen
  • Die Exklave Werningshausen kam zum neuen Landkreis Weimar.
  • Die Gemeinde Siebleben wurde in die kreisfreie Stadt Gotha eingemeindet.
  • Alle übrigen Gemeinden kamen zum neuen Landkreis Gotha.

Einwohnerentwicklung

Jahr 1900 1910
Einwohner 42.300 45.201

Einwohnerzahlen der Gemeinden mit mehr als 1.000 Einwohnern (Stand 1910):<ref name="gemeinde" />

Bischleben 1.203
Friemar 1.110
Goldbach 1.104
Gräfentonna 1.818
Herbsleben 2.603
Ichtershausen 2.517
Ingersleben 1.110
Körner 1.643
Molschleben 1.002
Remstädt 1.027
Siebleben 3.336
Sundhausen 1.674

Gemeinden

Einzelnachweise

<references/>

Vorlage:Hinweisbaustein