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Neue Mensa Dresden

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Datei:TU Dresden 47.jpg
Neue Mensa von Ulf Zimmermann 2007
Datei:Glöckner-Faltung-DD.jpg
Metallplastik „Mast mit zwei Faltungszonen“ von Hermann Glöckner

Die Neue Mensa im Dresdner Stadtteil Räcknitz ist ein Mensa-Gebäude für die Technische Universität Dresden, sie wird vom Studentenwerk Dresden betrieben. Das Gebäude steht an der Bergstraße 51.<ref>Lupfer et al., Nr. 97 (Neue Mensa der TU Dresden).</ref> Nach der Renovierung der „Alten Mensa“ 2007 wurde auch der Name Mensa Bergstraße geführt; täglich wurden bis zu 4.500 Essenportionen (Stand 2011) in fünf Speisesälen ausgegeben. Insgesamt hatte die Mensa 60 Mitarbeiter (Stand: 2011).<ref name="duj-2011-02-6"/>

2014 wurde die Mensa für den Publikumsverkehr geschlossen, 2015/2016 als Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge kurzfristig reaktiviert, danach endgültig geschlossen. Im Jahr 2020 begann die bauliche Sanierung. Die Wiedereröffnung wurde wiederholt verschoben.<ref>Sebastian Kositz: Neue Mensa und Bierstube Dresden: Eröffnung auf 2026 verschoben. 22. Juli 2025, abgerufen am 28. Juli 2025.</ref><ref>Neue Mensa in Dresden. In: studentenwerk-dresden.de. Abgerufen am 28. Juli 2025.</ref>

Nach dem Abschluss der umfangreichen Sanierungsarbeiten öffnete die Neue Mensa am 31. März 2026 wieder.<ref name=SWD_20260227>Neue Mensa öffnet am 31. März. In: studentenwerk-dresden.de. 27. Februar 2026, abgerufen am 28. Februar 2026.</ref>

Lage und Beschreibung

Die Mensa befindet sich südöstlich des Fritz-Foerster-Platzes zwischen Bergstraße und Zelleschem Weg auf dem Universitätscampus im Süden der Stadt. Ihr (westlich) gegenüber an der Bergstraße steht das Hörsaalzentrum der Universität, östlich schließt sich der Willers-Bau der Fachrichtung Mathematik und südöstlich der Recknagel-Bau (Fachrichtung Physik) an. Südlich der Mensa steht der Von-Gerber-Bau an der Bergstraße 53.

Das von 1974<ref name=ArchitekturführerDDR /> bis 1981<ref name=AGZ>AGZ Zimmermann Architekten: Neue Mensa TU Dresden.</ref> von Ulf Zimmermann, Eberhard Seeling und Olaf Jarmer<ref name=ArchitekturführerDDR>May et al., S. 56 Bildnr. 84 (8) [Mensa der TU]</ref> errichtete Gebäude besteht aus einem flachen, quadratischen Baukörper. Die Fassade wird nur durch die Fensterbänder und Betonplatten sichernden Eisenträger gegliedert. Das Innere bot mehr als 1000 Plätze in Cafeteria und Essenssälen. Auf die Gestaltung der Wände und Decke wurde besonders viel Wert gelegt, so wurden verschiedene Materialien für die Verkleidung verwendet. Dabei sollen die „einzelnen Architekturelemente … als Teile einer übergeordneten Gesamtstruktur dienen.“ Vor der Mensa steht seit 1984 die Metallplastik „Mast mit zwei Faltungszonen“ von Hermann Glöckner.<ref>Gantz, S. 70f., Nr. 73 (Neue Mensa der Technischen Universität, Bergstraße, Architekten: Ulf Zimmermann, Eberhard Seeling, Olaf Jarner, Bauzeit: 1974 bis 1978)</ref> Das Kunstwerk galt zum Zeitpunkt der Aufstellung „als Symbol des gesellschaftspolitischen Wandels zu mehr künstlerischer Freiheit und größeren Handlungsspielräumen“<ref>Constanze von Marlin, Anna-Sophie Laug: Bauen für den Staat. Zwischen Repräsentation und Freiheit von 1961 bis 1989. Hrsg.: Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. Berlin / München 2020, ISBN 978-3-422-98617-6, S. 100.</ref> in der DDR.

Geschichte

Die Mensa wurde Anfang Januar 1981 eröffnet<ref name="duj-2011-02-6">Heike Müller: Beliebte Jubilarin an der Bergstraße. In: Dresdner Universitätsjournal, 2/2011, 22. Jahrgang, S. 6 (online als PDF; 2,5 MB).</ref> und steht seit 2008 unter Denkmalschutz.<ref name="spiegelei-2011-3-1">Essen im Kulturdenkmal – 30 Jahre Neue Mensa Bergstraße. In: Spiegelei, Heft 3/2011, S. 1–3.</ref> Die Bierstube eröffnete 1983<ref>Sächsische Zeitung, 27. April 2026, Seite 17</ref>. Die Mensa ist ein Architekturdenkmal der DDR-Moderne. Trotz bereits damals geplanter Modernisierungen wurde angesichts weitreichender Schäden am Gebäude zwischenzeitlich auch ein Abriss desselben diskutiert.<ref name="dnn-2014-1-21">Christoph Stephan: Wird die Neue Mensa in Dresden abgerissen? Ministerium diskutiert auch diese Option. In: Dresdner Neueste Nachrichten. 21. Januar 2014, S. 13 (online).</ref>

Aufgrund der brandschutz- und anlagentechnischen Mängel und der daher geplanten Sanierung wurden die Speisesäle und die Küche im Obergeschoss zum 22. August 2014 geschlossen. Im Erdgeschoss blieben aber die Cafeteria und die Bierstube weiter in Betrieb.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.. Studentenwerk Dresden, 22. August 2014</ref> Als Übergangslösung wurde mit dem Beginn des Wintersemesters im Oktober 2014 am Nürnberger Platz die Übergangsmensa „Zeltschlösschen“ eröffnet.<ref>Übergangsmensa heißt jetzt Zeltschlösschen. In: Spiegelei, Heft 8/2014 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.).</ref> Die Cafeteria hatte letztmals zum 30. Oktober 2014 geöffnet. Die Bierstube musste am 15. Dezember 2014 ihren Betrieb einstellen.

Im Gebäude befand sich auch der „Klub Neue Mensa“. Der Studentenclub veranstaltete regelmäßig Konzerte in der Neuen Mensa und war Betreiber der „Bierstube“ im Haus.

Im Zuge der Flüchtlingskrise nutzte der Freistaat Sachsen die Neue Mensa von Oktober 2015<ref>Julia Vollmer: Zeltaufbau an August-Bebel-Straße läuft – Neue Mensa bezogen. In: Dresdner Neueste Nachrichten online. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. August 2017; abgerufen am 20. November 2017.</ref> bis Ende 2016 als Erstaufnahmeeinrichtung.

Im Jahr 2017 begannen erste Arbeiten für die Sanierung. Im Oktober 2020 wurde der offizielle Baustart vollzogen.

Bis 2026 erfolgte die Sanierung des Gebäudes durch das Sächsische Immobilien- und Baumanagement und Architekt Norbert Zimmermann für 51.462.000 Euro (ursprünglich 25 Millionen Euro)<ref>Sächsische Zeitung, 1. April 2026, Seite 17</ref>. Es gibt im Obergeschoss 723 Sitzplätze in drei großen Speisesälen und 80 Plätze auf der Terrasse in Richtung Willers-Bau, im Erdgeschoss eine Cafeteria, eine Lounge und die separate Bierstube.<ref>Sebastian Kositz: Nach sechs Jahren Sanierung: Die Neue Mensa in Dresden macht wieder auf. In: Dresdner Neueste Nachrichten. 1. März 2026, abgerufen am 2. März 2026.</ref> Täglich sollen bis zu 4.500 Essensportionen ausgegeben werden können.<ref name=":0">Dresden: Neue Mensa verschiebt Eröffnung - Baukosten explodieren wohl auf über 45 Millionen Euro. 23. Januar 2024, abgerufen am 14. August 2024.</ref>

Die Sanierungsarbeiten konnten Anfang 2026 abgeschlossen werden, und am 31. März 2026 erfolgte die Wiedereröffnung für den regulären Betrieb.<ref name=SWD_20260227 /> Das Zeltschlösschen ist geschlossen und wird abgebaut. Der Verein Kultur in der Neuen Mensa e.V. soll sich um das kulturelle Leben kümmern.<ref>Sächsische Zeitung, 27. April 2026, Seite 17</ref>

Literatur

  • Gilbert Lupfer, Bernhard Sterra und Martin Wörner (Hrsg.): Architekturführer Dresden. Dietrich Reimer Verlag, Berlin 1997, ISBN 3-496-01179-3.
  • Holger Gantz: 100 Bauwerke in Dresden: Ein Wegweiser zu Bauwerken von historischem und baukünstlerischem Rang. Schnell und Steiner, Regensburg 1997, ISBN 3-7954-1111-4.
  • Walter May, Werner Pampel und Hans Konrad: Architekturführer DDR, Bezirk Dresden. VEB Verlag für Bauwesen, Berlin 1979.

Weblinks

Commons: Neue Mensa Dresden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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Koordinaten: 51° 1′ 44,4″ N, 13° 43′ 54,3″ O

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