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Alsterweiler-Kapelle

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 21. April 2026 um 18:13 Uhr durch imported>Spurzem (Flügelretabel: Dass das Altarblatt mit der Kreuzigung Christi „bemalt“ sei, war zwar nicht falsch zu verstehen, klang aber fast ehrfurchtslos.).
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Katholische Kapelle Mariä Schmerzen
Basisdaten
Konfession römisch-katholisch
Ort Maikammer, Deutschland
Baugeschichte
Baubeginn 1845
Baubeschreibung
Baustil Klassizismus
Bautyp Saalbau
Koordinaten 49° 18′ 31,3″ N, 8° 7′ 11,5″ OKoordinaten: 49° 18′ 31,3″ N, 8° 7′ 11,5″ O
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Die Alsterweiler-Kapelle, auch Mariä-Schmerzen-Kapelle oder Sieben-Schmerzen-Kapelle<ref>Mariä Schmerzen. alsterweiler.matthiasdreyer.de, abgerufen am 21. November 2013.</ref> genannt, steht in Alsterweiler, einem Ortsteil von Maikammer im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Sie steht unter Denkmalschutz.<ref name="denkmallisten.gdke-rlp.de">Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Vorlage:KulturdenkmälerRP/Suedliche Weinstrasse</ref>

Lage

Die Kapelle befindet sich in der Alsterweiler Hauptstraße 5. Sie ist der Ausgangspunkt des Weinlehrpfads Maikammer.<ref>Weinlehrpfad Maikammer – Wein-Wanderung über die Mandelhöhe. weinlehrpfade.de, abgerufen am 21. November 2013.</ref>

Geschichte

Die Kapelle wurde 1845 als klassizistischer Saalbau errichtet. Die Initiative dazu ging von Bürgern der Gemeinde aus; entsprechend mussten Bau und Inneneinrichtung durch Spenden und Stiftungen finanziert werden. 1968 wurde das Bauwerk renoviert. In Verbindung mit einer erneuten Renovierung des gesamten Bauwerks wurde 1980 auch das Altarbild restauriert.<ref>Alsterweiler Kapelle. suedlicheweinstrasse.de, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 14. Juli 2014; abgerufen am 21. November 2013.</ref>

Ausstattung

Datei:Alsterweiler Kapelle 05.jpg
Blick zum Altar mit Flügelretabel im Chor

Flügelretabel

Vorlage:Bild gesucht In der Kapelle befindet sich eines der in der Pfalz wenig erhaltenen spätgotischen Flügelretabel mit Tafelmalereien. Es wurde in der Zeit um 1445 geschaffen. Ursprünglich stammte es aus der Maikammerner Pfarrkirche St. Kosmas und Damian. Vermutlich wurde es vom Kloster Heilsbruck beauftragt, dem die Pfarrkirche zugehörig war, und von dem Straßburger Glas- und Tafelmaler Heinz geschaffen. Möglicherweise war auch der Maler Hans Hirtz beteiligt. Das mittlere Blatt zeigt auf goldenem Grund ein figurenreiches Gemälde der Kreuzigung Christi. Auf dem linken Flügel ist die Kreuztragung Christi und auf dem rechten Flügel die Kreuzabnahme dargestellt. Auf der Rückseite sind Darstellungen der heiligen Zwillinge Cosmas und Damian sowie eine Geißelung Christi aufgemalt.<ref>Hans Caspary (Bearb.): Dehio-Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Rheinland-Pfalz, Saarland. 2., bearbeitete und erweiterte Auflage. Deutscher Kunstverlag, Berlin / München 1984, ISBN 3-422-00382-7 (dehio.org [abgerufen am 7. Oktober 2025]).</ref>

Orgel

Vorlage:Bild gesucht Auch eine Orgel ist Teil der Ausstattung. Deren Gehäuse und ursprüngliches Werk wurden 1844 von Johann Eichenauer für die Kirche St. Pankratius in Berghausen geschaffen. Im Jahr 1878 baute Gustav Schlimbach eine neue Orgel im alten Gehäuse. Nach der Kapellenrenovierung kam das Instrument 1981 von Berghausen in die Alsterweiler-Kapelle und Gebr. Späth Orgelbau baute ein neues Werk mit mechanischen Trakturen in dem historischen Gehäuse. Die Orgel verfügt über sieben klingende Register auf einem Manual und Pedal. Alle Windladen sind als Schleifladen ausgeführt. Die Disposition lautet:<ref>Informationen zur heutigen Orgel und deren Geschichte (Beschreibung Nr. 2074316). In: Orgeldatenbank orgbase.nl. Abgerufen am 27. Oktober 2025.</ref>

Manual C–g3
1. Praestant 8′
2. Holzgedackt 8′
3. Oktave 4′
4. Sifflöte 2′
Terz
(Vorabzug aus Nr. 5)
135
5. Sesquialter II 223
6. Mixtur III 113
Pedal C–f1
7. Subbass 16′

Weiteres

Ebenfalls Teil der denkmalgeschützten Anlage ist ein benachbartes Missionskreuz aus Sandstein, das laut seiner Inschrift aus dem Jahr 1852 stammt.<ref name="denkmallisten.gdke-rlp.de" />

Weblinks

Commons: Alsterweiler-Kapelle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />