Zum Inhalt springen

Francis Reusser

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 17. März 2026 um 19:06 Uhr durch ~2026-16900-91 (Diskussion) (Filmografie (Auswahl): "Biladi, une revolution" hinzugefügt, inkl. Auszeichnung).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Francis Reusser La Séparation des Traces.jpg
Francis Reusser, 2018

Francis Reusser (* 1. Dezember 1942<ref>Francis Reusser, Christiane Grimm: Seuls. Documentation pour un film (= Documents publiés par la Cinémathèque suisse, Lausanne. Band 8). Éditions Cinémathèque suisse, Lausanne 1981, OCLC 890088724 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> in Vevey; † 10. April 2020) war ein Schweizer Filmregisseur und Fotograf.

Leben

Reusser verlor seine Eltern im Alter von zwölf Jahren. Seine späten Jugendjahre verbrachte er in einer Erziehungsanstalt.<ref name="CS">Francis Reusser hat uns verlassen Cinémathèque suisse</ref> Er absolvierte eine Ausbildung als Fotograf an der École de photographie in Vevey und arbeitete als Pressefotograf für die Semaine Sportive. Nach einer Ausbildung bei Télévision Suisse Romande in Genf als Kameramann arbeitete in den 1960er Jahren für Télévision Suisse Romande. Zusammen mit François Albera (* 1948) begründete er die audiovisuelle Abteilung der École Supérieure d’Art Visuel in Genf.<ref name="CS"/>

Reusser war politisch sehr engagiert, ab 1968 war er an vielen Filmtraktaten wesentlich beteiligt. Anfang der 1970er-Jahre nahm er an den Demonstrationen des Comité Action Cinéma in Lausanne teil, was ihm vorübergehend einen Aufenthalt im Gefängnis einbrachte.<ref name="CS"/>

Seine Laufbahn als Filmemacher begann 1964 mit dem Kurzfilm Antoine et Cléopâtre, der noch stark von Jean-Luc Godards frühen Filmen beeinflusst war. 1966 gründete er mit Yves Yersin, Jacques Sandoz, Claude Champion und dem Filmkritiker und späteren Produzenten Freddy Landry die Filmproduktionsfirma Milos Films, drehte vier Kurzfilme, darunter Patricia (1968) und in Kooperation mit Claude Champion, Jacques Sandoz und Yves Yersin den Dokumentarfilm „Quatre d’entre elles“, der in Cannes und Locarno vorgestellt wurde.<ref name="CS"/> Zwischen 1966 und 2018 drehte er mehr als 20 Filme und wurde unter anderem mit dem Goldenen Leoparden und dem César ausgezeichnet.

Reusser starb am 10. April 2020 im Alter von 77 Jahren.<ref>Keystone-SDA/dos: Swiss film-maker Francis Reusser dies at 77. In: swissinfo.ch. 10. April 2020, abgerufen am 10. April 2020.</ref>

Filmografie (Auswahl)

  • 1965: Quatre d’entre Elles
  • 1967: Vive la mort
  • 1970: Biladi, une révolution
  • 1976: Le grand soir, fragments
  • 1981: Seuls
  • 1984: Derborence
  • 1988: La Loi sauvage
  • 1991: Jacques & Françoise
  • 1999: La Guerre dans le Haut Pays
  • 2002: Les Printemps de notre vie
  • 2007: Voltaire et l’affaire Calas (TV)
  • 2012: Ma nouvelle Héloïse
  • 2014: La terre promise
  • 2018: La Séparation des Traces

Auszeichnungen

Literatur

Weblinks

Commons: Francis Reusser – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Nachrufe

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein