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Magellanzeisig

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Magellanzeisig
Datei:Spinus magellanicus - Frank Thomas Sautter - 581434013.jpeg

Magellanzeisig (Spinus magellanicus), Männchen frisst Samenkörner

Systematik
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Finken (Fringillidae)
Unterfamilie: Stieglitzartige (Carduelinae)
Tribus: Carduelini
Gattung: Zeisige (Spinus)
Art: Magellanzeisig
Wissenschaftlicher Name
Spinus magellanicus
(Vieillot, 1805)
Datei:Spinus magellanicus - Frank Thomas Sautter - 581434377.jpeg
Magellanzeisig (Spinus magellanicus), Weibchen
Datei:Carduelis magellanica MHNT228.jpg
Eier aus dem Sammlungsbestand, Museum von Toulouse
Datei:Spinus magellanicus map.svg
Verbreitungsgebiet des Magellanzeisig (Spinus magellanicus)

Der Magellanzeisig (Spinus magellanicus, Syn.: Carduelis magellanicus) ist eine Art aus der Unterfamilie der Stieglitzartigen. Er kommt ausschließlich in Südamerika vor.

Merkmale

Der Magellanzeisig erreicht eine Körperlänge von elf bis zwölf Zentimetern.<ref>Horst Bielfeld: Zeisige, Girlitze, Gimpel und Kernbeißer. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2003, ISBN 3-8001-3675-9, S. 93.</ref> Es besteht ein auffälliger Geschlechtsdimorphismus.

Die Männchen der Magellanzeisige haben einen schwarzen Kopf, Nacken und Kehle. Die übrige Körperoberseite ist gelb mit einem olivgrünen Anflug. Die großen Flügeldecken sowie die Schwingen und die Schwanzfedern sind schwärzlich. Die Körperunterseite ist rein gelb, die Brust ist bei einzelnen Individuen bräunlich überlaufen. Der Schnabel ist ebenso wie die Füße schwarz-gräulich.

Die Weibchen sind deutlich weniger kontrastreich gefärbt. Ihre Körperoberseite ist ebenso wie der Kopf grünlich grau. Die Körperunterseite ist gräulich gelb und wird zum Körperende hin heller. Schnabel und Füße sind etwas blasser als beim Männchen.

Verbreitungsgebiet und Lebensweise

Das Verbreitungsgebiet des Magellanzeisigs erstreckt sich vom Süden Argentiniens und Chiles bis in den Süden von Kolumbien und Venezuela. Der Lebensraum sind Ebenen und hügeliges Land. Er kommt in Galeriewäldern, an Waldrändern, auf Plantagen, an bebuschten Ufern und Wegrändern sowie in Gärten und Parks vor.

Wie für Zeisige charakteristisch, lebt er überwiegend von Sämereien. Sein Nahrungsspektrum umfasst aber auch Insekten. Das Nest wird überwiegend vom Weibchen errichtet. Das Gelege besteht in der Regel aus drei bis vier Eiern. Es brütet allein das Weibchen. Die Brutzeit beträgt zwölf bis dreizehn Tage. Die Jungvögel werden mit etwa 18 Tagen flügge. Nach weiteren 10 bis 14 Tagen sind sie selbständig.

Unterarten

Es sind folgende Unterarten anerkannt:<ref>IOC World bird list Finches, euphonias, longspurs, Thrush-tanager</ref>

  • Spinus magellanicus capitalis (<templatestyles src="Person/styles.css" />Cabanis, 1866)<ref name="cabanis160">Jean Louis Cabanis (1861), S. 160–161</ref> kommt vom zentralen Kolumbien bis in zentrale Ecuador und nordwestliche Peru vor.
  • Spinus magellanicus paulus <templatestyles src="Person/styles.css" />Todd, 1926<ref name="todd51">Walter Edmond Clyde Todd (1926), S. 51–52.</ref> ist vom südlichen Ecuador bis ins südwestliche Peru verbreitet.
  • Spinus magellanicus peruanus <templatestyles src="Person/styles.css" />Berlepsch & <templatestyles src="Person/styles.css" />Stolzmann, 1896<ref name="berlepsch352">Hans Hermann Carl Ludwig von Berlepsch u. a. (1896), S. 352–353</ref> kommt in Zentralperu vor.
  • Spinus magellanicus urubambensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Todd, 1926<ref name="todd65">Walter Edmond Clyde Todd (1926), S. 65–66.</ref> ist vom südlichen Peru bis ins nördliche Chile verbreitet.
  • Spinus magellanicus santaecrucis <templatestyles src="Person/styles.css" />Todd, 1926<ref name="todd47">Walter Edmond Clyde Todd (1926), S. 47–48.</ref> kommt im löstlichen zentralen Bolivien vor.
  • Spinus magellanicus bolivianus (<templatestyles src="Person/styles.css" />Sharpe, 1888)<ref name="sharpe220">Richard Bowdler Sharpe (1888), S. 220</ref> ist im zentralen und südlichen Bolivien´verbreitet.
  • Spinus magellanicus hoyi (<templatestyles src="Person/styles.css" />König, C, 1981)<ref name="könig3">Claus König (1981), S. 3–6</ref> kommt in den zentralen Anden im nordwestlichen Argentinien vor.
  • Spinus magellanicus tucumanus <templatestyles src="Person/styles.css" />Todd, 1926<ref name="todd62">Walter Edmond Clyde Todd (1926), S. 62–64.</ref> ist in den westlichen Anden im nordwesten Argentiniens verbreitet.
  • Spinus magellanicus alleni <templatestyles src="Person/styles.css" />Ridgway, 1899<ref name="ridgway37">Robert Ridgway (1899), S. 37.</ref> kommt vom südöstlichen Bolivien über das westliche Paraguay und das nordöstliche Argentinien vor.
  • Spinus magellanicus ictericus (<templatestyles src="Person/styles.css" />Lichtenstein, MHC, 1823)<ref name="lichtenstein26">Martin Hinrich Lichtenstein (1823), S. 26</ref> ist im östlichen und südlichen Paraguay und dem südöstlichen Brasilien verbreitet.
  • Spinus magellanicus magellanicus (<templatestyles src="Person/styles.css" />Vieillot, 1805)<ref name="vieillot54">Louis Pierre Vieillot (1805), S. 54, Tafel 30</ref> kommt in Uruguay und dem östlichen Argentinien vor.
  • Spinus magellanicus longirostris (<templatestyles src="Person/styles.css" />Sharpe, 1888)<ref name="sharpe221">Richard Bowdler Sharpe (1888), S. 220–221</ref> ist im südlichen Venezuela, dem westlichen Guyana und dem nördlichen Brasilien verbreitet.

Carduelis magellanica toddornis <templatestyles src="Person/styles.css" />Wolters, 1949<ref name="wolters14">Hans Edmund Wolters (1949), S. 14</ref> wird heute als Synonym zu S. m. longirostris betrachtet.

Etymologie und Forschungsgeschichte

Die Erstbeschreibung des Magellanzeisigs erfolgte 1805 durch Louis Pierre Vieillot unter dem Namen Fringilla magellanica. Als Verbreitungsgebiet gab er fälschlicherweise die Magellanstraße an.<ref name="vieillot54"/> 1816 führte Carl Ludwig Koch die neue Gattung Spinus ein.<ref name="koch232">Carl Ludwig Koch (1816), S. 232–235</ref><ref group="A">Koch stellte den Stieglitz (Carduelis carduelis (<templatestyles src="Person/styles.css" />Linnaeus, 1758)) (Synonym: Spinus carduelis), den Taigabirkenzeisig (Acanthis flammea (<templatestyles src="Person/styles.css" />Linnaeus, 1758)) (Synonym: Spinus Linaria), den Zitronenzeisig (Carduelis citrinella (<templatestyles src="Person/styles.css" />Pallas, 1764)) (Synonym: Spinus cintrinella) und den Erlenzeisig (Spinus spinus (<templatestyles src="Person/styles.css" />Linnaeus, 1758)) (Synonym: Spinus viridis) in die neue Gattung.</ref> Dieser Name leitet sich von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) für „einen nicht identifizierten Vogel“ laut Aristophanes, Dionysios und Hesychios von Alexandria ab. Meist wird damit eine Art Fink assoziiert.<ref>Spinus The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref> Der Artepitheton bezieht sich auf die Magellanstraße.<ref name="vieillot54"/> Peruanus bezieht sich auf Peru<ref name="berlepsch352"/>, urubambensis auf den Río Urubamba<ref name="todd65"/>, santaecrucis auf das Departamento Santa Cruz<ref name="todd47"/>, bolivianus auf Bolivien<ref name="sharpe220"/> und tucumanus auf Provinz Tucumán.<ref name="todd62"/> Hoyi ist Gunnar Arthur Höy (1901–1996)<ref name="könig3"/> gewidmet, alleni Joel Asaph Allen (1838–1921)<ref name="ridgway37"/> und toddornis Walter Edmond Clyde Todd (1874–1969)<ref name="wolters14"/> mit dem Zusatz {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). Capitalis hat seinen Ursprung in {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref>capitalis The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref>, paulus in {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref>paulus The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref>, longirostris in {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) und ictericus in {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value).<ref>ictericus The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref> Alfred Laubmann hatte für sein Werk Die Vögel von Paraguay fünf Bälge, gesammelt von Eugen Josef Robert Schuhmacher (1906–1973) und Michael Mathias Kiefer (1902–1980) in Zanja Moroti im Bergland des Río Apa im Gran Chaco, zur Verfügung. Für Paraguay nannte er Spinus magellanicus ictericus und Spinus magellanicus alleni. In der Literatur betrachtete er für S. m. ictericus in von Alfredo Borelli (1858–1943) in Colonia von Pedro Risso, Luque sowie in Villarrica gesammelten und von Tommaso Salvadori beschriebenes Exemplaren<ref name="salvadori7">Tommaso Salvadori (1895), S. 7</ref>, in Sapucai<ref name="chubb635">Charles Chubb (1910), S. 635</ref> durch Charles Chubb, im Departamento Alto Paraná<ref name="bertoni63">Arnaldo de Winkelried Bertoni (1914), S. 63.</ref> durch Arnaldo de Winkelried Bertoni und in Bernalcue<ref name="todd52">Walter Edmond Clyde Todd (1926), S. 52–54.</ref> durch Walter Edmond Clyde Todd Nachweise für das Land. Zusätzlich nannte er für die Unterart Amarillo del grafarron von Félix de Azara. S. m. alleni sah er in der Literatur für Fort Wheeler und Puerto Pinasco<ref name="todd52"/> durch Todd, am Unterlauf des Río Pilcomayo<ref name="kerr126">John Graham Kerr (1892), S. 126</ref> durch John Graham Kerr und in Monte Sociedad<ref name="bertoni254">Arnaldo de Winkelried Bertoni (1930), S. 254.</ref> durch Bertoni als nachgewiesen. Die Grenze zwischen beiden Unteraten betrachtete Laubmann den Río Paraguay.<ref name="laubmann207">Alfred Laubmann (1939), S. 136–138.</ref>

Gefährdung

Der Bestand des Magellanzeisig wird von der IUCN als ungefährdet („Least Concern“) und der Populationstrend mit stabil in seinem Verbreitungsgebiet in Südamerika eingeschätzt.<ref>[[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN.</ref>

Literatur

  • Félix de Azara: Apuntamientos para la historia natural de los páxaros del Paragüay y Rio de la Plata. Band 1. Impr. de la viuda de Ibarra, Madrid 1802, S. 483–492 (google.de).
  • Hans Hermann Carl Ludwig von Berlepsch, Jan Sztolcman, John Gerrard Keulemans: On the Ornithological Research of M. Jean Kalinowski in Central Peru. In: Proceedings of the General Meetings for Scientific Business of the Zoological Society of London for the Year 1896. Band 12, Nr. 3, 1896, S. 322–388 (biodiversitylibrary.org).
  • Arnaldo de Winkelried Bertoni in Mosè Giacomo Bertoni: Fauna paraguaya. Catálogos sistemáticos de los vertebrados del Paraguay : peces, batracios, reptiles, aves, y mamíferos conocidos hasta 1913. In: Descripcion fisica y economica del Paraguay. Band 59, Nr. 1. Establecimiento Gráfico M. Brossa, Asunción 1914, S. 1–86 (google.de).
  • Arnaldo de Winkelried Bertoni: Sobre ornitología del Chaco Paraguayo. Aves colectadas por Félix Posner en la Colonia „Monte Sociedad“, hoy Benjamin Aceval (Villa Hayes). In: Revista de la Sociedad Científica del Paraguay. Band 2, Nr. 6, 1930, S. 241–258.
  • Horst Bielfeld: Zeisige, Kardinäle und andere Finkenvögel. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 1981, ISBN 3-8001-7063-9.
  • Jean Louis Cabanis: Ueber neue oder weniger bekannte exotische Vögel. In: Journal für Ornithologie. Band 14, Nr. 18, 1866, S. 159–165 (biodiversitylibrary.org).
  • Charles Chubb: On the Birds of Paraguay - Part IV. In: The Ibis (= 9. Band 4). Nr. 16, 1910, S. 571–647 (biodiversitylibrary.org).
  • Carl Ludwig Koch: System der baierischen Zoologie - Die Säugethiere und Vögel Baierns. Band 1. in Kommission der Steinischen Buchhandlung, Nürnberg 1816 (digitale-sammlungen.de).
  • Claus König: Formenaufspaltung des Magellanzeisigs (Carduelis magellanica) im zentralen Andenraum. In: Stuttgarter Beiträge zur Naturkunde. Nr. 350, 1981, S. 1–10 (biodiversitylibrary.org).
  • Alfred Laubmann: Die Vögel von Paraguay. Band 2. Strecker und Schröder, Stuttgart 1940, S. 136–138 (google.de).
  • Martin Hinrich Lichtenstein: Verzeichniss der Doubletten des Zoologischen Museums der Königl. Universität zu Berlin : nebst Beschreibung vieler bisher unbekannter Arten von Säugethieren, Vögeln, Amphibien und Fischen. In Commission bei T. Trautwein, Berlin 1823 (biodiversitylibrary.org).
  • Tommaso Salvadori: Viaggio del dottor Alfredo Borelli nella Repubblica Argentina e nel Paraguay, XVI. In: Bollettino dei musei di zoologia ed anatomia comparata della R. Università di Torino. Band 10, Nr. 208, 1895, S. 1–24 (biodiversitylibrary.org).
  • Richard Bowdler Sharpe: Catalogue of the Passeriformes, or Perching Birds in the collection of the British Museum - Frinilliformes: Part III containing the Family Fringillidae. Band 12. Order of the Trustees, London 1888 (biodiversitylibrary.org).
  • Walter Edmond Clyde Todd: A study of the neotropical finches of the genus Spinus. In: Annals of the Carnegie Museum. Band 17, 1926, S. 11–82 (biodiversitylibrary.org).
  • Louis Pierre Vieillot: Histoire naturelle des plus beaux oiseaux chanteurs de la zone torride. Chez J.E. Gabriel Dufour, Paris 1805 (biodiversitylibrary.org).
  • Hans Edmund Wolters: Beiträge zur Gattungssystematik der Vögel. Goecke und Evers, Krefeld 1949, S. 14 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden. – 1949–1950).

Weblinks

Commons: Magellanzeisig (Spinus magellanicus) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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Anmerkungen

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