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Aloys Felke

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Datei:Aloys Felke.jpg
Aloys Felke, 1994

Aloys Felke (* 20. Februar 1927 in Laufersweiler; † 13. Januar 1997 in Sohren) war ein deutscher Unternehmer und Politiker (CDU). Er war Geschäftsführer der Michael Felke Möbelwerke GmbH im Hunsrück und Mitglied des rheinland-pfälzischen Landtags.

Leben

Aloys Felke wurde als ältester von drei Söhnen des Hunsrücker Unternehmers Michael Felke und dessen Frau Maria Felke, geborene Oberst, in Laufersweiler im Hunsrück geboren. 1933 siedelte er mit seiner Familie ins benachbarte Sohren, wo sein Vater ein Möbelproduktionsunternehmen aufbaute. Ab 1944 war Felke als Soldat in Frankreich stationiert. Von 1945 bis 1948 war er in amerikanischer, dann in französischer Kriegsgefangenschaft.<ref name="rhein-zeitung 1995">18. April 1895–1995, Michael Felke 100 Jahre, Pionier der Industrieansiedlung im Hunsrück, Rhein-Zeitung vom 22./23. April 1995</ref> 1949 konnte er das Abitur nachholen. Von 1952 bis 1956 studierte Aloys Felke an der Universität zu Köln Betriebswirtschaftslehre.<ref>F. Böhmer: Die Familie Felke, Biochronik Hunsrück, Bd. 1, Simmern 1965, S. 195</ref> Neben seinen zwei Brüdern Walter und Günter Felke stieg er ab 1956 als Diplom-Kaufmann in das väterliche Unternehmen, die Felke Möbelwerke, ein. Bis 1970 war auch sein Onkel Franz Felke als Technischer Direktor der Werke dort tätig.<ref name="rhein-zeitung 1995" /> Aloys Felke war verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Politische Laufbahn

Seit Anfang der 1960er Jahre betätigte sich Aloys Felke verstärkt im kommunalpolitischen Bereich. 1960 bis 1969 war er Mitglied des Kreistages im ehemaligen Landkreis Zell und von 1969 bis 1974 im Kreistag des Rhein-Hunsrück-Kreises. 1965 war Felke Gründungsmitglied und stellvertretender Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Sohren-Büchenbeuren dem zunächst insgesamt 13 Gemeinden angehörten und ab 1971 Vorsitzender des Ortsverbandes.

1969 bis 1971 war Felke Landtagsabgeordneter des Landes Rheinland-Pfalz und vertrat dort als Nachrücker von Klaus Bremm den Rhein-Hunsrück-Kreis.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Zur Geschichte des CDU Gemeindeverbands Kastellaun (Memento vom 17. Juni 2004 im Internet Archive)</ref>

Im Rahmen der Gebietsreform 1970 setzte sich Felke innerhalb der Verbandsgemeinde Sohren-Büchenbeuren und als Landtagsabgeordneter in Mainz für die Einrichtung der Großverbandsgemeinde Kirchberg-Sohren-Büchenbeuren ein, wofür er in Sohren und Büchenbeuren stark kritisiert wurde. Als Vertreter der Verbandsgemeinde Sohren-Büchenbeuren stimmte er in einer Sitzung der Verbandsgemeindevertretung gegen die von der Verwaltung entworfene Resolution „pro VG“. Er positionierte sich damit gegen den Erhalt der Verbandsgemeinde Sohren-Büchenbeuren unter Eingliederung der Nachbargemeinden Laufersweiler, Krummenau und Horbruch. Neben Felke stimmte lediglich ein weiterer Verbandsgemeindevertreter gegen die Resolution, die mit großer Mehrheit vom Gemeinderat angenommen wurde. Felke begründete seine Position damit, dass man „der allgemeinen Fusions- und Vergrößerungstendenz“ folgen müsse.<ref name="rhein-zeitung 1970">Nur zwei waren anderer Ansicht. Resolution „pro VG“ verabschiedet. Zusammenschluss Sohren-Büchenbeuren als Basis. Mdl Aloys Felke beharrlich., Rhein-Zeitung vom 2. April 1970</ref>

Nach der Beschließung der Gebietsreform im Dezember desselben Jahres, wurde die Verwaltung trotz des Gemeinderatsbeschlusses der Resolution „pro VG“ nach Kirchberg verlegt. Aloys Felke wurde zum ersten Beigeordneten der neuen Verbandsgemeinde Kirchberg gewählt, dessen Amt er bis zu seinem Tod im Jahr 1997 inne behielt.<ref name="rhein-zeitung">Klares Bekenntnis zu Rudi Koppke. Nur sechs Stimmen für Rudolf Rabs. Südwest-Schwerpunkt Sohren-Büchenbeuren mit zwei Beigeordneten Vertreter, Rhein-Zeitung vom 19. Dezember 1970</ref>

Außerpolitisches Engagement

Neben der Führung des Unternehmens und seinem politischen Engagement war Aloys Felke außerdem in mehreren weiteren Verbänden tätig:

Ehrungen

Literatur

  • Alfons Friderichs (Hrsg.): Felke, Aloys, In: Persönlichkeiten des Kreises Cochem-Zell, Kliomedia, Trier 2004, ISBN 3-89890-084-3, S. 106.

Weblinks

Commons: Aloys Felke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references/>

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