Gilmoreosaurus
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| Gilmoreosaurus | ||||||||||||
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| Datei:Dans l'ombre des dinosaures - Gilmareasaurus - 001.jpg
Skelettrekonstruktion von Gilmoreosaurus | ||||||||||||
| Zeitliches Auftreten | ||||||||||||
| Oberkreide (Campanium)<ref>Gregory S. Paul: The Princeton Field Guide To Dinosaurs. Princeton University Press, Princeton NJ u. a. 2010, ISBN 978-0-691-13720-9, S. 295, Online.</ref> | ||||||||||||
| Erdzeitalter-Vorlage: Unbekannter Parameterwert! bis Erdzeitalter−Vorlage: Unbekannter Parameterwert! Mio. Jahre | ||||||||||||
| Fundorte | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Gilmoreosaurus | ||||||||||||
| Brett-Surmann, 1979 | ||||||||||||
| Art | ||||||||||||
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Gilmoreosaurus („Gilmores Echse“) war eine Gattung der Vogelbeckendinosaurier aus der Gruppe der Hadrosauridae. Fossilfunde stammen aus der späten Oberkreide (Campanium). Fossilien der Typusart T. mongoliensis wurden in der Wüste Gobi in der Inneren Mongolei gefunden und 1933 beschrieben.<ref name="Weishampel 556">nach Weishampel et al. 1992; S. 556</ref>
Merkmale
Gilmoreosaurus erreichte eine Körperlänge von acht Metern bei einem Gewicht von zwei Tonnen.<ref name="dinoruss"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Gilmoreosaurus ( vom 9. Oktober 2007 im Internet Archive), Datenblatt auf Dinoruss.org.</ref> Damit war er vergleichsweise kräftig, zugleich jedoch leichter als andere Hadrosaurier. Als sehr ursprünglicher Hadrosaurier ähnelte er in seiner Gestalt und vor allem bei der Ausbildung der Handkralle den Iguanodontidae bzw. Iguanodon.<ref name="dinoruss" /> Vor allem an den Hinterbeinen zeichnete er sich durch große Muskelansatzflächen aus.<ref name="dinoruss" />
Von Gilmoreosaurus mongoliensis sind nur Einzelteile eines Schädels bekannt, bei G. atavus kennt man sogar nur einzelne Zähne. Umfangreicheres Material in Form von Schädelteilen, Wirbeln, Rippen und Beckenteilen ist von G. arkhangelskyi vorhanden.<ref name="dinoruss" />
Fundstellen
Die ersten Fossilien von Gilmoreosaurus mongoliensis wurden 1933 in der Iren-Dabasu-Formation nahe der Stadt Eren Hot in der Inneren Mongolei, Volksrepublik China in der Wüste Gobi gefunden. Bereits 1921 wurden in dieser reichen Fundstätte erste Dinosaurierüberreste durch den amerikanischen Paläontologen Roy Chapman Andrews entdeckt.
In der Iren-Dabasu-Formation wurden in zahlreichen Grabungen eine Reihe von weiteren Dinosaurierskeletten entdeckt, darunter die Theropoden Alectrosaurus olseni und Archaeornithomimus asiaticus und mit Bactrosaurus johnsoni ein weiterer Vertreter der Hadrosaurier.<ref name="Weishampel 133">nach Weishampel et al. 1992; S. 133</ref> In der nahe gelegenen Minhe-Formation, die ebenfalls der Oberkreide zugeordnet wird, fanden sich weitere Arten, darunter der Velociraptor mongoliensis (Theropoda), die Protoceratopsiden Microceratops gobiensis und Protoceratops andrewsi sowie Reste nicht zugeordneter Theropoden und Sauropoden.<ref name="Weishampel 133" />
Systematik
Gilmoreosaurus stellt wahrscheinlich einen frühen Hadrosaurier aus der Verwandtschaft von Telmatosaurus dar. Wahrscheinlich besteht zudem eine engere Verwandtschaft zu den Gattungen Claosaurus, Tanius und Secernosaurus, eine genauere Zuordnung dieser ist jedoch aufgrund des spärlichen Materials nicht vorliegend.<ref name="Weishampel 555">nach Weishampel et al. 1992; S. 555</ref>
Die Typusart Gilmoreosaurus mongoliensis wurde im Jahr 1933 erstmals von Charles W. Gilmore entdeckt und gemeinsam mit einer Reihe weiterer Dinosaurier beschrieben.<ref>Veröffentlicht als: Charles W. Gilmore: On the dinosaurian fauna of the Iren Dabasu Formation. In: Bulletin of the American Museum of Natural History. Bd. 67, Article 2, 1933, ISSN 0003-0090, S. 23–78, Digitalisat (PDF; 15,35 MB).</ref> Er beschrieb ihn als Mandschurosaurus mongoliensis, die Umordnung und wissenschaftliche Erstbeschreibung der Gattung erfolgte erst 1979 durch Michael K. Brett-Surman, der sie nach Gilmore benannte.<ref>Veröffentlicht als: Michael K. Brett-Surman: Phylogeny and palaegeography of hadrsaurian dinosaurs. In: Nature. Bd. 277, Nr. 5697, 1979, S. 560–562, doi:10.1038/277560a0.</ref>
Innerhalb der Gattung werden je nach Quelle bis zu drei Arten als gültig betrachtet. Neben der Typusart G. mongoliensis<ref name="Weishampel 556" /> werden der Gattung zudem die beiden 1995 von Lev Alexandrovich Nessov im Rahmen einer umfassenden Überarbeitung der russischen Dinosaurierfunde beschriebenen Arten G. atavus (Validität umstritten, evtl. ein Nomen dubium) und G. arkhangelskyi zugeschlagen.<ref>Veröffentlicht als: Лев А. Несов: Динозавры Северной Евразии. новые данные о составе комплексов, экологии и палеобиогеографии. Санкт-Петербургский государственный университет, Санкт-Петербург 1995, Digitalisat, (In englischer Sprache: Dinosaurs of Northern Eurasia: new data about assemblages, ecology and paleobiogeography. online (PDF; 1,09 MB)).</ref> G. kysylkumensis wird gemeinsam mit Bactrosaurus kysylkumensis als Nomen dubium betrachtet.
Literatur
- David B. Weishampel, Peter Dodson, Halszka Osmólska (Hrsg.): The Dinosauria. 1st paperback printing. University of California Press, Berkeley CA u. a. 1992, ISBN 0-520-06727-4.
Einzelnachweise
<references />