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Brewster Kahle

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Datei:Brewster Kahle (cropped).jpg
Brewster Kahle, 2015
Datei:Internet-archive-brewster-kahle-2013-0329.webm
Brewster Kahle zeigt Digitalisierungstechnik des Internet Archives, 29. März 2013.

Brewster Kahle (Aussprache [<templatestyles src="IPA/styles.css" />ˈbruːstə ˈkeɪl]; * 22. Oktober 1960 in New York) ist ein US-amerikanischer Informatiker, Unternehmer und Aktivist. Er leitet das 1996 von ihm gegründete Internet Archive und die 2007 gegründete Open Library.

Leben

Kahle wuchs in der New Yorker Vorstadt Scarsdale auf, wo er die Scarsdale High School besuchte. Sein Vater war Maschinenbauer.<ref>A Library as Big as the World, in: Bloomberg Businessweek, aufgerufen am 6. Januar 2015.</ref> Kahle studierte Informatik und Technische Informatik mit Studienschwerpunkt Künstliche Intelligenz am MIT bei Marvin Minsky und W. Daniel Hillis.<ref>Brewster Kahle: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />About (Memento vom 12. August 2011 im Internet Archive), in: Brewster Kahle's Blog, abgerufen am 6. Januar 2015.</ref>

Nach seinem Studienabschluss arbeitete Kahle für den Supercomputer-Hersteller Thinking Machines, wo er von 1983 bis 1989 die Entwicklung der Connection Machine leitete. Ebenfalls für Thinking Machines war er am Aufbau des frühen Internet-Suchdienstes WAIS beteiligt, außerdem entwickelte er eine frühe Suchmaschine und Indizierungssoftware, die den gesamten Bestand des Dow Jones News Service, bestehend aus Hunderten von Zeitungs- und Zeitschriftenarchiven, elektronisch verfügbar machte. Im Jahr 1992 gründete Kahle gemeinsam mit Harry Morris seine erste eigene Firma, die WAIS Inc. Bereits 1995 kaufte AOL die WAIS Inc. für geschätzte 15 Millionen Dollar und Kahle gründete 1996 die Firma Alexa Internet,<ref>Archiving every book ever published, in: Los Angeles Times, abgerufen am 6. Januar 2015.</ref> die 1999 für 250 Millionen Dollar von Amazon.com gekauft wurde und 2022 den Betrieb einstellte. Gleichzeitig mit Alexa gründete Kahle das Internet Archive, welches er bis heute leitet.

Im März 2004 klagte er gegen die Aufhebung der bisherigen Regelung, nach der Copyrights nach einer bestimmten Zeit auslaufen, wenn keine Verlängerung beantragt wird. Ein zeitlich begrenztes Copyright (wie im Berne Convention Implementation Act und de facto im Copyright Term Extension Act vorgesehen) widerspricht seiner Rechtsauffassung, dass von den Autoren seit längerem „aufgegebene“ Werke als Public Domain anzusehen sind.

2007 startete Kahle mit Open Library das Projekt einer „Welt-Bibliothek“.<ref>Torsten Kleinz: „Die neue Welt-Bibliothek“. In: Zeit Online, 15. August 2007</ref> Zudem wurde er 2005 in die American Academy of Arts and Sciences gewählt. 2026 wurde er als Fellow des Computer History Museum benannt.<ref>Brewster Kahle. In: CHM. 13. Februar 2026, abgerufen am 14. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Weblinks

Commons: Brewster Kahle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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