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SNCF TGV 001

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TGV 001
Der Triebkopf des TGV001 ausgestellt an der Ausfahrt Bischheim der Autoroute A 4
Der Triebkopf des TGV001 ausgestellt an der Ausfahrt Bischheim der Autoroute A 4
Der Triebkopf des TGV001 ausgestellt an der Ausfahrt Bischheim der Autoroute A 4
Nummerierung: TDu 001+TRAu 20701+TRAu 50001+TRBu 30701+TDu 002
Anzahl: 1
Hersteller: Alsthom, Brissonneau et Lotz
Baujahr(e): 1972
Achsfolge: Bo’Bo’Bo’Bo’Bo’Bo’
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Länge über Kupplung: 92.900 mm
Breite: 2.814 mm
Höhe: 3.400 mm
Drehzapfenabstand: 14.000 mm (Triebköpfe)
18.300 mm (Mittelwagen)
Drehgestellachsstand: 2.600 mm
Treibraddurchmesser: 900 mm
Leermasse: 185 t
Dienstmasse: 192 t
Radsatzfahrmasse: 16 t
Höchstgeschwindigkeit: 300 km/h
Installierte Leistung: 4×940 kW (TURMO III G)
4×1.100 kW (TURMO X)
Bremsverzögerung: 1,00 m/s²
Motortyp: Gasturbinen
Motorbauart: TURMO III G / TURMO X
Nenndrehzahl: 5785/min
Leistungsübertragung: elektrisch
Fahrmotoren: 12
Sitzplätze: 34 (1. Klasse)
56 (2. Klasse)
Fußbodenhöhe: 1.000 mm
Tankinhalt: 2×4000 l

Der TGV 001 war ein Hochgeschwindigkeitstriebwagen der SNCF. Der Gasturbinenzug wurde 1972 als Prototyp für die TGV von Alstom gefertigt.

Geschichte

Datei:TGV 001 Bordeaux-Saint-Jean.jpg
TGV 001 am Bahnhof Bordeaux-Saint-Jean im Jahr 1977

Im Dezember 1966 startete die SNCF gemeinsam mit der Industrie das Projekt C 03 „Possibilités ferroviaires sur infrastructures nouvelles“ (Möglichkeiten der Eisenbahn auf neuer Infrastruktur), das die Untersuchung von Hochgeschwindigkeitsverkehr mit von Gasturbinen angetriebenen Zügen für den Personenverkehr auf neuen Hochgeschwindigkeitsstrecken untersuchte. Dazu bestellte die SNCF 1969 zwei Prototyp-Züge, der zweite sollte mit aktiver Neigetechnik ausgerüstet werden. Der Neigetechnik-Zug wurde wegen technischer Schwierigkeiten nie gebaut. Am 24. März 1972 wurde der fünfteilige Triebzug TGV 001 im Alstom-Werk Belfort fertiggestellt. Vom 4. April 1972 bis zum 19. Juni 1978 wurde das Fahrzeug einem umfangreichen Erprobungsprogramm mit 5227 Testfahrten unterzogen. Dabei wurde am 8. Dezember 1972 die Geschwindigkeit 318 km/h zwischen Lamothe und Morcenx auf der Strecke BordeauxIrun erreicht. Auf dem gleichen Streckenabschnitt war schon 1955 der Geschwindigkeitsweltrekord von 331 km/h erreicht worden. Ab 1978 wurde das Versuchsprogramm mit den Prototypen des TGV PSE fortgesetzt. 1983/84 wurde der TGV 001 erneut genutzt, um Probleme mit der Sekundär-Federung des TGV PSE zu untersuchen.

Beide Triebköpfe des Zugs wurden als Technisches Denkmal aufgestellt. TDu 001 steht vor dem TGV-Ausbesserungswerk Bischheim, TDu 002 in Belfort und ist von der Autoroute A36 gut zu sehen.

Technik

Der Triebzug besteht aus zwei baugleichen Triebköpfen, einem Wagen 1. Klasse, einem Messwagen und einem Wagen 2. Klasse. Die Personenwagen wurden durch angetriebene Jakobs-Drehgestelle verbunden. In den Triebköpfen befindet sich jeweils ein Führerstand, die Antriebsanlage und ein Gepäckraum. Die beiden Sitzwagen sind klimatisierte Großraumwagen. In der 1. Klasse wurden die Sitze in der Aufteilung 2+1, in der 2. Klasse in der Aufteilung 2+2 angeordnet.

Die Antriebsleistung wurde in beiden Triebköpfen durch je zwei Turboméca TURMO III G-Turbinen erzeugt, später durch leistungsstärkere TURMO-X-Turbinen. Über einen Generator und einen Gleichrichter wurde die Leistung elektrisch auf die zwölf Fahrmotoren übertragen.

Als Betriebsbremsen waren eine rheostatische Bremse, eine Wirbelstrombremse, auf die Antriebsachse der Fahrmotoren montiert, und eine hydropneumatische Bremse vorhanden. Zusätzlich verfügte der Zug über eine Magnetschienenbremse und eine Federspeicherbremse.

Literatur

  • SNCF Direction du matériel (Hrsg.): Turbotrain Expérimental T.G.V. 001. 1972.
  • Wolfgang Stoffels: Turbotrains International. Birkhäuser, Basel/Boston/Stuttgart 1983, ISBN 3-7643-1172-X.
  • J. Ph. Bernard: Le turbotrain expérimental T.G.V. 001. In: Revue Générale des Chemins de fer. Nr. 5, Mai 1972, S. 379–402 ([1]).

Weblinks