Thymbra
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| Thymbra | ||||||||||||
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| Datei:Thymbra spicata 1.jpg | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Thymbra | ||||||||||||
| L. |
Thymbra ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Die vier Arten sind im Mittelmeerraum, in Anatolien und im nördlichen Irak verbreitet.
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Thymbra-Arten sind aromatisch duftende Halbsträucher. Ihre ganzrandigen Laubblätter sind meist konduplikat (in Längsrichtung entlang der Mitte) gefaltet. Junge Laubblätter stehen als Kurztriebe in achselständigen Büscheln.<ref name="Kubitzki" />
Generative Merkmale
Die Blütenstände sind gedrängte, endständig stehende, ähren- oder köpfchenförmige Thyrsen, die aus zusammengedrängten Scheinwirteln bestehen. Sie enthalten Tragblätter, die den Laubblättern nicht ähnlich sind und eiförmig-lanzettliche oder lanzettliche Form besitzen. Gelegentlich sind sie gefärbt. Die Blüten stehen über elliptischen bis lanzettlichen Deckblättern.<ref name="Kubitzki" />
Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind zu einer zylindrischen Röhre verwachsen mit zwei Lippen, wobei die Oberlippe dreilappig und die Unterlippe zweilappig ist. Die Kelchröhre besitzt zwei mehr oder weniger deutlich ausgeprägte seitliche Längsrippen und 12 bis 23 Adern. Die unteren Kelchlappen sind kurz und dreieckig, die oberen lanzettlich und nach oben gebogen. Der Kelchschlund ist bärtig behaart. Die creme- bis purpurfarbene Krone ist zweilippig, die Oberlippe besteht aus einem und die Unterlippe aus drei Kronlappen. Die Kronlappen der Unterlippe sind mehr oder weniger gerundet, gerade und gebuchtet. Die Oberlippe ist mit nahezu kreisförmigen Lappen versehen. Die seitlichen Lappen sind nach unten gebogen.<ref name="Kubitzki" />
Die vier Staubblätter setzen in der Mitte der Kronröhre an; sie stehen nur bei einigen Arten über die Krone hinaus. Die Staubfäden sind gebogen. Die Theken der Staubbeutel stehen gegabelt und sind zusammenwachsend. Die Lappen der Narbe sind ganz oder nahezu identisch.<ref name="Kubitzki" />
Die Klausenfrucht zerfällt in vier Klausen, die mehr oder weniger glatt und eiförmig sind.<ref name="Kubitzki" />
Systematik und Verbreitung
Die Erstveröffentlichung der Gattung Thymbra erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus II, Seite 569.<ref name="SpPl" /> Als Lectotypus wurde 1929 Thymbra spicata <templatestyles src="Person/styles.css" />L. in Green: Nomenclature: Proposals by British Botanists. London, S. 164 festgelegt.<ref name="Tropicos" /> Synonyme für Thymbra <templatestyles src="Person/styles.css" />L. sind: Abulfali <templatestyles src="Person/styles.css" />Adans., Coridothymus <templatestyles src="Person/styles.css" />Rchb. f.<ref name="FSThymbra"/>
Die Gattung Thymbra gehört zur Untertribus Menthinae aus der Tribus Mentheae in der Unterfamilie Nepetoideae innerhalb der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae).
Die vier Thymbra-Arten kommen in der Mittelmeerregion, in Anatolien und im Norden Iraks vor.<ref name="Kubitzki" />
Die Gattung Thymbra enthält nur vier Arten:<ref name="FSThymbra"/><ref name="Morales1987" /><ref name="POWO" />
- Thymbra calostachya <templatestyles src="Person/styles.css" />(Rech. f.) Rech. f.: Dieser Endemit kommt nur im östlichen Kreta<ref name="POWO" /> in der Präfektur Lassiti vor.
- Kopfiger Thymian (Thymbra capitata <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Cav.; Syn.: Satureja capitata <templatestyles src="Person/styles.css" />L.; Thymus capitatus <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Hoffmanns. & Link; Coridothymus capitatus <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Rchb. f.): Er ist im Mittelmeerraum verbreitet.<ref name="POWO" />
- Thymbra sintenisii <templatestyles src="Person/styles.css" />Bornm. & Azn.: Die zwei Unterarten kommen von der Türkei bis zum nördlichen Irak vor.<ref name="POWO" />
- Thymbra spicata <templatestyles src="Person/styles.css" />L.: Die zwei Unterarten kommen von Griechenland bis zum westlichen Iran vor.<ref name="POWO" />
Aus der Gattung Thymbra in die Gattung Thymus gestellt wurde:<ref name="Morales1987" />
- Thymbra neurophylla <templatestyles src="Person/styles.css" />Rech. f. → Thymus neurophyllus <templatestyles src="Person/styles.css" />(Rech. f.) R.Morales
Literatur
- Christian Bräuchler: Delimitation and revision of the genus Thymbra (Lamiaceae). In: Phytotaxa, Volume 369, Issue 1, 2018, S. 15–27. doi:10.11646/phytotaxa.369.1.2 PDF.
Einzelnachweise
<references> <ref name="POWO"> Thymbra. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew ScienceVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Tropicos"> Thymbra bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Kubitzki"> R. M. Harley et al.: Labiatae. In: </ref> <ref name="Morales1987"> Ramón Morales Valverde: El género Thymbra L. (Labiatae). In: Anales del Jardín Botánico de Madrid. Band 44, Nr. 2, 1987, S. 349–380, PDF-Datei. </ref> <ref name="FSThymbra"> Thymbra L. - Factsheet. Royal Botanic Gardens, Kew, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 23. Januar 2012; abgerufen am 14. Februar 2011. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. </ref> <ref name="SpPl"> Carl von Linné: Species Plantarum. Band 2, Impensis Laurentii Salvii, Holmiae 1753, S. 569, Digitalisat </ref> </references>